Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Diskussionen rund um den FCB.
NaSrI
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von NaSrI »

imoht_1893 hat geschrieben: 06.08.2026, 09:44
fcbblog.ch hat geschrieben: 06.08.2026, 09:29
Thinker hat geschrieben: 05.08.2026, 15:18  

Unabhängig ob man ihn mag oder nicht - sportlich ists  unter Degen so schlecht wie zuvor in einem Vierteljahrhundert nicht, bald hat man die Setzung in Europa verspielt. Ob der FCB heute mit mehr Reserven, dafür sportlich katastrophal, ohne irgendwelche Qualität und Substanz im Kader und schlecht in der Europa Clubwertung wirklich besser dran ist als zum Zeitpunkt der Übernahme?


Du siehst aber schon die Korrelation dahinter oder? Wir sind sportlich schlechter weil wir eben nicht mehr Spielern wie Tauli, Petretta, Kasami und jedem anderen 7 stellige Jahresgehälter in den Arsch schieben um die Finanzen des Klubs in einen gesunden Rahmen zu bringen/halten. 

Würde DD mit einem Lohnbudget hantieren wie dies Burgener/Streller gemacht haben, wären wir sportlich sicher besser, weil du halt einfach bessere und routiniertere Spieler holen kannst. 

Zum Zeitpunkt der Übernahme stand der Klub schon am Scheideweg ja. DD hat den Klub finanziell gerettet obwohl wir auch teilweise unter ihm keine Liquidität mehr hatten. 

Aber langsam sind wir an einem Punkt wie ich finde, wo man sich auch wieder 2-3 routiniertere und teuerer Spieler leisten könnte um eben grösseren sportlichen Erfolg zu haben. Aber das ist halt so ein Trade off. Holst du die Spieler und zahlst ihnen Löhne wie YB bei Essende, Fernandes, Zesiger, Wüthrich, Schmidt, Fassnacht etc und der sportliche Erfolg bleibt aus, bist du schneller wieder in einer finanziellen Schieflage als dir Lieb ist. Daher kann ich DD schon auch irgendwie verstehen. 

Da würde ich widersprechen. Teure und routinierte Spieler allein garantieren noch keinen sportlichen Erfolg. Das haben wir in der Vergangenheit oft genug gesehen. Mit Namen wie Kuzmanovic hatte man ebenfalls Spieler mit Erfahrung und entsprechendem Salär im Kader, ohne dass dadurch automatisch der entscheidende Schritt nach vorne gelang.
Am Ende braucht es viel mehr als nur hohe Löhne:
  • eine funktionierende Mannschaftsstruktur
  • die richtige Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern
  • ein klares sportliches Konzept
  • einen Trainer, der das Maximum aus dem Kader herausholt
  • Identifikation und Teamchemie
Gerade im Schweizer Fussball gibt es genügend Beispiele, dass klug zusammengestellte Teams erfolgreicher sein können (Thun) als Mannschaften mit den grössten Namen auf der Lohnliste. Geld erhöht zwar die Wahrscheinlichkeit, Qualität zu holen, ersetzt aber weder eine gute Kaderplanung noch eine funktionierende Mannschaft.
Deshalb ist die Gleichung „mehr Geld für Spieler = mehr Erfolg“ viel zu einfach. Wenn die Transfers nicht einschlagen oder die Mannschaft als Ganzes nicht funktioniert, können ein paar teure Spieler sogar zum Problem werden, weil sie das finanzielle Risiko erhöhen. Genau deshalb ist es nachvollziehbar, dass man vorsichtig bleibt und nicht einfach auf hohe Löhne setzt. Entscheidend ist nicht, wie teuer ein Spieler ist, sondern ob er sportlich und menschlich ins Gesamtgefüge passt.

tomaso
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von tomaso »

imoht_1893 hat geschrieben: 06.08.2026, 09:44
fcbblog.ch hat geschrieben: 06.08.2026, 09:29
Thinker hat geschrieben: 05.08.2026, 15:18  

Unabhängig ob man ihn mag oder nicht - sportlich ists  unter Degen so schlecht wie zuvor in einem Vierteljahrhundert nicht, bald hat man die Setzung in Europa verspielt. Ob der FCB heute mit mehr Reserven, dafür sportlich katastrophal, ohne irgendwelche Qualität und Substanz im Kader und schlecht in der Europa Clubwertung wirklich besser dran ist als zum Zeitpunkt der Übernahme?


Du siehst aber schon die Korrelation dahinter oder? Wir sind sportlich schlechter weil wir eben nicht mehr Spielern wie Tauli, Petretta, Kasami und jedem anderen 7 stellige Jahresgehälter in den Arsch schieben um die Finanzen des Klubs in einen gesunden Rahmen zu bringen/halten. 

Würde DD mit einem Lohnbudget hantieren wie dies Burgener/Streller gemacht haben, wären wir sportlich sicher besser, weil du halt einfach bessere und routiniertere Spieler holen kannst. 

Zum Zeitpunkt der Übernahme stand der Klub schon am Scheideweg ja. DD hat den Klub finanziell gerettet obwohl wir auch teilweise unter ihm keine Liquidität mehr hatten. 

Aber langsam sind wir an einem Punkt wie ich finde, wo man sich auch wieder 2-3 routiniertere und teuerer Spieler leisten könnte um eben grösseren sportlichen Erfolg zu haben. Aber das ist halt so ein Trade off. Holst du die Spieler und zahlst ihnen Löhne wie YB bei Essende, Fernandes, Zesiger, Wüthrich, Schmidt, Fassnacht etc und der sportliche Erfolg bleibt aus, bist du schneller wieder in einer finanziellen Schieflage als dir Lieb ist. Daher kann ich DD schon auch irgendwie verstehen. 
 

Da gibt es Nichts mehr anzufügen....

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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von fcbblog.ch »

NaSrI hat geschrieben: 06.08.2026, 10:07
imoht_1893 hat geschrieben: 06.08.2026, 09:44
fcbblog.ch hat geschrieben: 06.08.2026, 09:29

Unabhängig ob man ihn mag oder nicht - sportlich ists  unter Degen so schlecht wie zuvor in einem Vierteljahrhundert nicht, bald hat man die Setzung in Europa verspielt. Ob der FCB heute mit mehr Reserven, dafür sportlich katastrophal, ohne irgendwelche Qualität und Substanz im Kader und schlecht in der Europa Clubwertung wirklich besser dran ist als zum Zeitpunkt der Übernahme?


Du siehst aber schon die Korrelation dahinter oder? Wir sind sportlich schlechter weil wir eben nicht mehr Spielern wie Tauli, Petretta, Kasami und jedem anderen 7 stellige Jahresgehälter in den Arsch schieben um die Finanzen des Klubs in einen gesunden Rahmen zu bringen/halten. 

Würde DD mit einem Lohnbudget hantieren wie dies Burgener/Streller gemacht haben, wären wir sportlich sicher besser, weil du halt einfach bessere und routiniertere Spieler holen kannst. 

Zum Zeitpunkt der Übernahme stand der Klub schon am Scheideweg ja. DD hat den Klub finanziell gerettet obwohl wir auch teilweise unter ihm keine Liquidität mehr hatten. 

Aber langsam sind wir an einem Punkt wie ich finde, wo man sich auch wieder 2-3 routiniertere und teuerer Spieler leisten könnte um eben grösseren sportlichen Erfolg zu haben. Aber das ist halt so ein Trade off. Holst du die Spieler und zahlst ihnen Löhne wie YB bei Essende, Fernandes, Zesiger, Wüthrich, Schmidt, Fassnacht etc und der sportliche Erfolg bleibt aus, bist du schneller wieder in einer finanziellen Schieflage als dir Lieb ist. Daher kann ich DD schon auch irgendwie verstehen. 

Da würde ich widersprechen. Teure und routinierte Spieler allein garantieren noch keinen sportlichen Erfolg. Das haben wir in der Vergangenheit oft genug gesehen. Mit Namen wie Kuzmanovic hatte man ebenfalls Spieler mit Erfahrung und entsprechendem Salär im Kader, ohne dass dadurch automatisch der entscheidende Schritt nach vorne gelang.
Am Ende braucht es viel mehr als nur hohe Löhne:
  • eine funktionierende Mannschaftsstruktur
  • die richtige Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern
  • ein klares sportliches Konzept
  • einen Trainer, der das Maximum aus dem Kader herausholt
  • Identifikation und Teamchemie
Gerade im Schweizer Fussball gibt es genügend Beispiele, dass klug zusammengestellte Teams erfolgreicher sein können (Thun) als Mannschaften mit den grössten Namen auf der Lohnliste. Geld erhöht zwar die Wahrscheinlichkeit, Qualität zu holen, ersetzt aber weder eine gute Kaderplanung noch eine funktionierende Mannschaft.
Deshalb ist die Gleichung „mehr Geld für Spieler = mehr Erfolg“ viel zu einfach. Wenn die Transfers nicht einschlagen oder die Mannschaft als Ganzes nicht funktioniert, können ein paar teure Spieler sogar zum Problem werden, weil sie das finanzielle Risiko erhöhen. Genau deshalb ist es nachvollziehbar, dass man vorsichtig bleibt und nicht einfach auf hohe Löhne setzt. Entscheidend ist nicht, wie teuer ein Spieler ist, sondern ob er sportlich und menschlich ins Gesamtgefüge passt.

Ja aber sportlich scheitert das Prinzip Transfercasino gerade ziemlich krachend. Den Zufallsmeister hingegen (ja wir waren ziemlich stark, aber die Konkurrenz sehr schwach und wir hatten keine europäischen Spiele) hatte man zu sehr grossen Teilen dem teuren und routinierten Shaqiri zu verdanken.

Vieles geht um Mentalität und positive Geschichten. Die positive Geschichte des Meistertitels hat man willfährig weggeworfen obwohl daraus eine Erfolgsgeschichte hätte entstehen können. Ähnliches passierte im kleineren Rahmen mit der Entlassung von Magnin nach dem Erfolgserlebnis gegen den FCZ - das hätte der Turnaround sein können.

Es ist die Aufgabe der Führung eine Umgebung und Mannschaft hinzukriegen, die positiv eingestellt ist und auf dieser Erfolgsspirale das Team reiten kann. Das können sie offensichtlich nicht genug gut. Auch die finanziellen Möglichkeiten immer als Ausrede hinzuzuziehen ist lächerlich, wenn ein FC Thun gerade Meister wurde mit einem Bruchteil des Budgets und Lugano, Sion und St. Gallen auf den Plätzen 2-4 landen. Alle haben deutlich weniger Mittel zur Verfügung als wir (ja auch Lugano kann nicht unendlich Geld ausgeben dank Financial Fairplay).

Die sportliche Führung unter Degen ist einfach objektiv schlecht. Transfercasino hingegen kann er offenbar.



 

Bogelampe
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von Bogelampe »

früher...
...konnte ich die neu verpflichteten Spielernamen alle (inkl. Trikot-Nummer, und Herkunft) problemlos aufzählen.
...merkte (und erkannte ich auf der Strasse) jedes neue Gesicht sofort.
...wusste ich, wohin die transferierten Spieler hinwechselten.
...wusste ich, wann die Spiele des FCB stattfinden (inkl. Testspiele).
...war ich bei jedem Heimspiel dabei (als jugendlicher/junger Erwachsene) auch auswärts.

heute...
...kann ich keine drei neuen Spielernamen fehlerfrei aufsagen.
...würde ich in der Stadt kaum ein neuer Spieler erkennen.
...habe ich keinen Überblick wer/wohin ging.
...habe ich keinen Plan, wann die Spiele  sind.
...schaue ich mir nicht einmal mehr die Heimspiele vor Ort an, obwohl ich gratis reinkommen würde.

Liebe Forumsgemeinde

Mich ärgert seit längerer Zeit praktisch alles rund um den FCB und deren Philosophie (insbesondere bei Transferangelegenheiten) nur noch und jede Transferaktivität "triggert" mich. Bevor mich der Ärger auffrisst, verabschiede ich mich aus dem Forum. Die Beziehung zum/mit dem FCB ist für den Moment "off". Aber wer weiss, vielleicht kommt früher oder später die Lust und die (alte) Liebe zurück. (ON-OFF-Beziehungen soll es ja bekanntlich geben...). Für den Moment/nächste Zeit bin ich aber sicher raus. Alles Gute zusammen.

Sali zämä!

Redheartblue
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von Redheartblue »

Bogelampe hat geschrieben: 06.08.2026, 13:19 früher...
...konnte ich die neu verpflichteten Spielernamen alle (inkl. Trikot-Nummer, und Herkunft) problemlos aufzählen.
...merkte (und erkannte ich auf der Strasse) jedes neue Gesicht sofort.
...wusste ich, wohin die transferierten Spieler hinwechselten.
...wusste ich, wann die Spiele des FCB stattfinden (inkl. Testspiele).
...war ich bei jedem Heimspiel dabei (als jugendlicher/junger Erwachsene) auch auswärts.

heute...
...kann ich keine drei neuen Spielernamen fehlerfrei aufsagen.
...würde ich in der Stadt kaum ein neuer Spieler erkennen.
...habe ich keinen Überblick wer/wohin ging.
...habe ich keinen Plan, wann die Spiele  sind.
...schaue ich mir nicht einmal mehr die Heimspiele vor Ort an, obwohl ich gratis reinkommen würde.

Liebe Forumsgemeinde

Mich ärgert seit längerer Zeit praktisch alles rund um den FCB und deren Philosophie (insbesondere bei Transferangelegenheiten) nur noch und jede Transferaktivität "triggert" mich. Bevor mich der Ärger auffrisst, verabschiede ich mich aus dem Forum. Die Beziehung zum/mit dem FCB ist für den Moment "off". Aber wer weiss, vielleicht kommt früher oder später die Lust und die (alte) Liebe zurück. (ON-OFF-Beziehungen soll es ja bekanntlich geben...). Für den Moment/nächste Zeit bin ich aber sicher raus. Alles Gute zusammen.

Sali zämä!

Dir auch alles Gute, Bogelampe. Ich verstehe Dich,es gibt auch Punkte, die mich masslos ärgern....wenn zB Geld mit Spielern verdienen über den sportlichen Erfolg gestellt wird. Und trotzdem finde ich darf man die Hoffnung nicht aufgeben, dass alles irgendwann wieder in eine etwas andere Richtung geht.

Stobologyth
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von Stobologyth »

Bi Sunneschyn und Räge... aber nur wenn die Frisur nicht zerstört wird.

Strelizie
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von Strelizie »

Bi Sunneachyn und Räge…
Aber nid bi Sunneschyn und Däge…

Ich verstand di - machs guet! Bi nonig an däm Punkt, aber isch e Frog vo dr Zit wenn dr DD no lang dörf witerwurschtle mit sinere scheiss Philosophie.

Elduderinho86
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von Elduderinho86 »

Ich finde es einfach erstaunlich bei sovielen Stimmen die laut werden ob von Fan Seite, ob von innerhalb wenn wieder etwas nach aussen dringt (ja auch die Aussage von Sommer ist sehr bezeichnend - auch wenn das einigen nicht schmeckt und man noch immer die Realität verweigert), dass man sich trotzdem noch konsequent blind, taub und stumm stellt, sich über Lichtsteiner aufregt, über das Casino Modell aufregt aber trotzdem DD und die Vorgehensweise verteidigen da man ja ewige Dankbarkeit zeigen muss.

Ist ähnlich wie beim Klimawandel, schauen alle zu und wenn's zu spät ist will niemand was davon gewusst haben.

Mein Vorredner hats perfekt zusammengefasst:
Bi Sunneschyn und Räge, aber nit bi Sunneschyn und Däge.
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PEZZO
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von PEZZO »

Idegentifikation

JackR
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von JackR »

Elduderinho86 hat geschrieben: 07.08.2026, 09:09 aber trotzdem DD und die Vorgehensweise verteidigen da man ja ewige Dankbarkeit zeigen muss.

Und da ist glaube ich das grosse Problem: Man traut sich aus Dankbarkeit nicht den Finger in die Wunde zu legen.

Flachzange1981
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von Flachzange1981 »

Was Degen mit dem FCB vor hatte ist bis jetzt doch sehr gut aufgegangen. Finanziell wurde der Verein stabilisiert und nun wird mit den jungen Potentialspielern die Portokasse gefüllt. Degen hat nie gesagt, dass er den sportlichen Erfolg viel höher bewertet wie der finanzielle Erfolg. Ihm ist aber schon auch bewusst, dass der FCB, wenn er sein internationales Standing und auch die Leute im Stadion behalten will, sportlich erflogreich sein muss. Ich denke an dieser Schwelle stehen wir gerade. Da war auch der Plan, dass mit SL ein langfristiger Pfeiler eingeschlagen werden kann. 

Usswärtsfahrer
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von Usswärtsfahrer »

Ich habe ähnliche Stimmen im Umfeld und respektiere diese, jedem seine Meinung.

Dieselben Stimmen haben die Burgener-Zeit problemlos ertragen. Sforza, Für immer Rotblau, 30 Mio. Minus pro Saison, 1:2 gegen Vaduz, 2:6 gegen Winterthur - kein Problem, Saisonkarte wird verlängert, Sunneschiin und Räge. Burgener fährt den Verein finanziell fast an die Wand und will ihn ins Ausland verkaufen. Degen hat den Verein übernommen, finanziell stabilisiert, Double 24/25, 25/26 läufts sportlich holprig, Heimsieg gegen Stuttgart.

Ich versteh die ganze Negativität nicht, es war schon wesentlich schlimmer in den letzten 9 Jahren. Man reibt sich komplett auf an Degen und seiner vermeintlichen Philosophie, weil er mit Spielertransfers den Verein selbsttragend aufstellen will. Was ist daran falsch? Unser geliebter Verein ust finanziell unabhängig? Wie viele CH-Vereine können das von sich behaupten? Alle anderen CH-Vereine würden sich alle Beine ausreissen für diese Transfererlöse. "Casino-Modell" so ein ein dämlicher Blödsinn :o in den goldenen H&H-Zeitem hatten wir ungefähr gleich viele Transferbewegungen, wo ist da der Unterschied. Und was ist denn die Alternative, wieder ein Burgener oder potente Mäzene? Ja, die Abgänge von Hunziker und Schmid fand ich übelst zum kotzen, aber für die eingangs erwähnten Stimmen ists gar keine Frage, garantiert ist der FCB daran schuld. Ja, sportlich läufts nicht gut, Lichtsteiner ist auch für mich eine totale Fehlbesetzung. Das soll Grund genug sein, um dem Verein den Rücken zu kehren? Ist der kurzfristige sportliche Erfolg so zentral, dass man in schlechten Phasen dem Verein den Rücken kehrt?
Zuletzt geändert von Usswärtsfahrer am 07.08.2026, 09:58, insgesamt 2-mal geändert.

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gego
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von gego »

Ich bin bezüglich DD hin und her gerissen.
Bezüglich Finanzen, FCB wieder gesund machen, kosten sparen, finde ich macht er wirklich eine sehr guten Job und ja, dafür bin ich ihm dankbar.

Wo ich einfach sehr grosse Mühe habe, ist die sportliche Sicht. Ich werde einfach den Eindruck nicht los, dass er die Finanzen über den sportlichen Erfolg stellt. Blenden wir das Double mal aus, sind die sportlichen Erfolge ein Desaster. Und was für mich das Fass zum überlaufen gebracht hat ist die Verpflichtung von LS! Ich dachte wirklich schlimmer als Sforza geht es nicht. Aber DD hat es mit LS geschafft. 
Er war doch auch mal Fussballer und müsste doch wissen wie wichtig ein guter Trainer ist. 

JackR
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von JackR »

Usswärtsfahrer hat geschrieben: 07.08.2026, 09:50 Ich habe ähnliche Stimmen im Umfeld und respektiere diese, jedem seine Meinung.

Dieselben Stimmen haben die Burgener-Zeit problemlos ertragen. Sforza, Für immer Rotblau, 30 Mio. Minus pro Saison, 1:2 gegen Vaduz, 2:6 gegen Winterthur - kein Problem, Saisonkarte wird verlängert, Sunneschiin und Räge. Burgener fährt den Verein finanziell fast an die Wand und will ihn ins Ausland verkaufen. Degen hat den Verein übernommen, finanziell stabilisiert, Double 24/25, 25/26 läufts sportlich holprig, Heimsieg gegen Stuttgart.

Sehr einseitige Ansicht. Da kann ich genauso einseitig dagegenhalten: Unter Burgener war man NIE sportlich soo schlecht wie unter DD. Da gab's also nichts "auszuhalten". Dann zu den einzelnen Spielen: Auch unter Burgener gab es tolle internationale Highlights. Genauso gab es unter DD absolut peinliche Niederlagen. Bei den Finanzen hast du Recht. Gleichzeitig ist man halt FUSSBALL-Fan und nicht Bankkonto-Fan. Der Verkauf ins Ausland ist nicht für jeden eine absolute Trägodie. Ich hätte damit wenig Probleme gehabt.

Usswärtsfahrer hat geschrieben: 07.08.2026, 09:50Ich versteh die ganze Negativität nicht, es war schon wesentlich schlimmer in den letzten 9 Jahren.

Das sehe ich eben anders. Der FCB ist nach wie vor ein Chaos-Club.

Usswärtsfahrer hat geschrieben: 07.08.2026, 09:50Und was ist denn die Alternative, wieder ein Burgener oder potente Mäzene?

Und was ist jetzt so schlimm an denen? Das funktionert auch.

Usswärtsfahrer hat geschrieben: 07.08.2026, 09:50 Ja, sportlich läufts nicht gut, Lichtsteiner ist auch für mich eine totale Fehlbesetzung. Das soll Grund genug sein, um dem Verein den Rücken zu kehren? Ist der kurzfristige sportliche Erfolg so zentral, dass man in schlechten Phasen dem Verein den Rücken kehrt?

"kurzfristiger Erfolg" ist gut. Der FCB spielt mit Ausnahme der Meistersaison konsequent und deutlich unter dem Niveau, welches er eigentlich mit diesem Budget müsste.

Flachzange1981
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von Flachzange1981 »

JackR hat geschrieben: 07.08.2026, 09:58
Usswärtsfahrer hat geschrieben: 07.08.2026, 09:50 Ich habe ähnliche Stimmen im Umfeld und respektiere diese, jedem seine Meinung.

Dieselben Stimmen haben die Burgener-Zeit problemlos ertragen. Sforza, Für immer Rotblau, 30 Mio. Minus pro Saison, 1:2 gegen Vaduz, 2:6 gegen Winterthur - kein Problem, Saisonkarte wird verlängert, Sunneschiin und Räge. Burgener fährt den Verein finanziell fast an die Wand und will ihn ins Ausland verkaufen. Degen hat den Verein übernommen, finanziell stabilisiert, Double 24/25, 25/26 läufts sportlich holprig, Heimsieg gegen Stuttgart.

Sehr einseitige Ansicht. Da kann ich genauso einseitig dagegenhalten: Unter Burgener war man NIE sportlich soo schlecht wie unter DD. Da gab's also nichts "auszuhalten". Dann zu den einzelnen Spielen: Auch unter Burgener gab es tolle internationale Highlights. Genauso gab es unter DD absolut peinliche Niederlagen. Bei den Finanzen hast du Recht. Gleichzeitig ist man halt FUSSBALL-Fan und nicht Bankkonto-Fan. Der Verkauf ins Ausland ist nicht für jeden eine absolute Trägodie. Ich hätte damit wenig Probleme gehabt.
Usswärtsfahrer hat geschrieben: 07.08.2026, 09:50 Ich versteh die ganze Negativität nicht, es war schon wesentlich schlimmer in den letzten 9 Jahren.

Das sehe ich eben anders. Der FCB ist nach wie vor ein Chaos-Club.
Usswärtsfahrer hat geschrieben: 07.08.2026, 09:50 Und was ist denn die Alternative, wieder ein Burgener oder potente Mäzene?

Und was ist jetzt so schlimm an denen? Das funktionert auch.
Usswärtsfahrer hat geschrieben: 07.08.2026, 09:50 Ja, sportlich läufts nicht gut, Lichtsteiner ist auch für mich eine totale Fehlbesetzung. Das soll Grund genug sein, um dem Verein den Rücken zu kehren? Ist der kurzfristige sportliche Erfolg so zentral, dass man in schlechten Phasen dem Verein den Rücken kehrt?

"kurzfristiger Erfolg" ist gut. Der FCB spielt mit Ausnahme der Meistersaison konsequent und deutlich unter dem Niveau, welches er eigentlich mit diesem Budget müsste.
Wo ist den aus deiner Sicht ein Chaos? Oder verstehen wir etwas anderes unter einem Chaos?
 

Visions
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von Visions »

Usswärtsfahrer hat geschrieben: 07.08.2026, 09:50  "Casino-Modell" so ein ein dämlicher Blödsinn :o in den goldenen H&H-Zeitem hatten wir ungefähr gleich viele Transferbewegungen, wo ist da der Unterschied. 



Der Unterschied ist das wir damals ein einamliges Grundgerüst mit lokalen Spielern bzw. generell ein gutes Gerüst hatten. Junge Spieler konnten behutsam aufgebaut werden, die Verweildauer war gefühlt länger. Heute sollen sie sofort zünden und sonst wieder gehen. Die wenigen möglichen Identifikationsfiguren die wir nun hatten wie Schmid und Hunziker werden vom Hof gejagt. Wie auch zuvor schon mit Tauli, F. Frei, Stocker oder Michi Lang unanständig umgegangen wurde. Ich würde lieber 5. werden mit Spielern wie Schmid und Hunziker die vorangehen und sich zerreissen als 5. mit einem neuen Kader alle sechs Monate. 

Wenn ich mir die Transferbewegungen auf Transfermarkt ansehe, bin ich klar der Meinung das deine Aussage "ungefähr gleich viele Transferbewegungen" keiner Überprüfung stand hält. In der gesamten Zeit 2010-2017 gab es keine einzige Saison mit mehr als 40 Kaderbewegungen (inkl. Leihen etc.). Seit 2022 waren es pro Saison 47, 52, 51 und 50. Von durchschnittlich ca 33 Bewegungen auf ca 50 was ca 50% mehr Bewegungen sind. Früher war es bestehendes Gerüst + gezielte Verstärkungen + einzelne hochpreisige Verkäufe. Heute ist es sehr hoher Spielerumschlag + junge Assets + Leihen + Weiterentwicklung + rascher Wiederverkauf. Ja, finanziell hat DD hervorragende Verkäufer realisiert bei fehlender sportlicher Kontinuität. Wenn die aktuelle Saison verläuft wie sie aktuell zu erwarten ist werden wir auch nächste Saison nicht europäisch spielen und das Modell wird früher oder später implodieren. Meinen wir wirklich das wir so gut im Einschätzen von Potential sind das uns Serie C, Ligue 2, zweite türkische Liga Spieler wieder erfolgreich machen werden? Um Potential abrufen zu können sind verschiedene Faktoren abhängig die bei uns aktuell wohl einige nicht gegeben sind. Bei uns gibt es kein funktionierendes Mannschaftsgerüst (zudem könnten Leistungsträger wie Metinho, Daniliuc und mit Abstrichen Otele noch gehen), TRainer und Spielidee zeigen null Entwicklung seit Januar was hoffen lassen könnte, es gibt keine Eingewöhnungszeit, der Club Präsident/Eigentümer ist maximal unruhig und handelt auch entsprechend (z.B. auf dem Campus wird ständig alles neu auf den Kopf gestellt, nun Scouting). Früher kamen ausländische "Top" Talente in eine funktionierende Mannschaft, heute wird die Mannschaft jede Saison neu gebaut.

Ich sehe schon gewisse Unterschiede (natürlich auch den Rahmenbedingungen wie dem generell geänderten Fussballmarkt und den eigenen finanziellen Möglichkeiten geschuldet) und finde deine Aussage falsch.


 

JackR
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von JackR »

Flachzange1981 hat geschrieben: 07.08.2026, 10:07
Wo ist den aus deiner Sicht ein Chaos? Oder verstehen wir etwas anderes unter einem Chaos?
 

Ich verstehe unter Chaos stetige Veränderung auf allen möglichen Positionen (Sportchef, Trainer, Spieler) ohne dabei irgendwie vorwärts zu kommen. Seit Mitte (um exakt zu sein, seit der Koller-Rahmen-Geschichte) der Burgener-Ära sind wir da und unter DD wurde es nicht besser. Nach dem Meistertitel hatte ich Hoffnung, dass nun etwas Ruhe einkehrt, aber da hatte ich falsch gedacht.

Und vielleicht etwas mehr zum Thema "Chaos": Der HSV war aus meiner Sicht lange ein Chaos-Club. Schalke war es auch vor dem Wiederaufstieg. Für mich allesamt Clubs um die ich als Trainer oder Spieler einen grossen Bogen drum machen würde, weil du viel zu verlieren hast. Genauso auch Clubs die mehrere Jahre massiv unter ihren Möglichkeiten gespielt haben.

quasimodo
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von quasimodo »

Sportlich UND finanziell erfolgreich zu sein ist im Profifussball eine Gratwanderung. Zu Beginn der Amtszeit von Degen war es nach der desaströsen Area Burgener zwingend, den Verein finanziell zu stabilisieren, Kosten abzubauen und neue Einnahmequellen zu erschliessen. Dank den Transfererlösen steht der FCB heute finanziell wieder viel besser da.

Das grosse Problem in der Aera Degen auf der sportlichen Seite sind die sehr zahlreichen Wechsel. Dies betrifft gleichermassen Spieler, Trainer und Funktionäre in allen Bereichen (1. Mannschaft, Nachwuchs, Frauen). Dadurch fehlt die Konstanz, welche für nachhaltigen Erfolg einfach zwingend ist. 

Häufige Wechsel im Kader sind teileweise die Folge des überhitzten internationalen Transfermarkts, aber eben nicht nur. Für den FCB ist ein möglicher Wiederverkauf immer noch ein zu wichtiges Kriterium bei den Transfers. Für nachhaltigen sportlichen Erfolg bräuchte es einen Stamm an Spielern, die längerfristig im Verein bleiben. Der FCB müsste seine Strategie anpassen und vermehrt solche Spieler holen. Diese müssen nicht teuer sein, versprechen aber eben keinen Return on Investment, da der Wiederverkauf bei diesen Spielern gerade nicht das Ziel ist.

Ausserdem hatte Degen bis jetzt - gelinde gesagt - kein glückliches Händchen mit den Trainern. Ausser Celestini hat keiner wirklich geliefert. Bei Rahmen und Magnin könnte man noch mutmassen, dass sie Erfolg gehabt hätten, wenn man ihnen die nötige Zeit gegeben hätte. Alle anderen waren mehr oder weniger Fehlbesetzungen. Leider trifft dies auch auf den aktuellen Trainer zu. 

Unter dem Strich würde ich somit eine durchzogene Bilanz der Aera Degen ziehen. Ich frage mich, was es braucht, damit mehr Konstanz in den Verein kommt. Selbst CC hat irgendwann eingesehen, dass ständige Wechsel nichts bringen. Bis Dave altersmilde wird, dauert es leider noch eine gewisse Zeit ...

 

Adebayor's Ball
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von Adebayor's Ball »

Mir geht es ähnlich. Meiner Ansicht nach war die Situation in den letzten neun Jahren nie so kritisch wie heute.

Der entscheidende Bruch war für mich die Phase im Januar/Februar dieses Jahres mit den aus meiner Sicht gravierenden Fehlentscheidungen.
Allerdings stellt sich die Frage, ob es aus Sicht der Führung überhaupt Fehlentscheidungen waren.

Ein Klub, der zweistellige Millionengewinne erwirtschaftet, argumentiert, dass er sich keinen etablierten Trainer leisten könne. Gleichzeitig ist er nicht bereit, das Risiko einzugehen, einen Stürmer zu verpflichten, der zumindest die Qualifikation für den europäischen Wettbewerb wahrscheinlicher machen könnte – und damit die Chance auf zusätzliche Einnahmen in zweistelliger Millionenhöhe erhöht hätte.

Spätestens da entstand bei mir der Eindruck, dass DD konsequent die Strategie verfolgt, die er bereits bei GC angestrebt hat: Der Verein soll in erster Linie als Transferklub funktionieren. Spieler werden möglichst günstig verpflichtet, weiterentwickelt und gewinnbringend verkauft. Der sportliche und emotionale Aspekt tritt dabei in den Hintergrund. Das Logo auf der Brust wirkt dadurch zunehmend austauschbar. Entscheidend scheint vor allem zu sein, dass das Modell möglichst kosteneffizient ist und der finanzielle Ertrag stimmt.

Und das Problem ist, es wird sich nichts ändern. Es wird keinen nächsten Schritt geben. Keine Hoffnung auf die nächste Phase.
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Schambbediss
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von Schambbediss »

Wie hoch schätzt ihr das Vermögen von Dave ein?

NaSrI
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von NaSrI »

Adebayor's Ball hat geschrieben: 07.08.2026, 10:28 Mir geht es ähnlich. Meiner Ansicht nach war die Situation in den letzten neun Jahren nie so kritisch wie heute.

Der entscheidende Bruch war für mich die Phase im Januar/Februar dieses Jahres mit den aus meiner Sicht gravierenden Fehlentscheidungen.
Allerdings stellt sich die Frage, ob es aus Sicht der Führung überhaupt Fehlentscheidungen waren.

Ein Klub, der zweistellige Millionengewinne erwirtschaftet, argumentiert, dass er sich keinen etablierten Trainer leisten könne. Gleichzeitig ist er nicht bereit, das Risiko einzugehen, einen Stürmer zu verpflichten, der zumindest die Qualifikation für den europäischen Wettbewerb wahrscheinlicher machen könnte – und damit die Chance auf zusätzliche Einnahmen in zweistelliger Millionenhöhe erhöht hätte.

Spätestens da entstand bei mir der Eindruck, dass DD konsequent die Strategie verfolgt, die er bereits bei GC angestrebt hat: Der Verein soll in erster Linie als Transferklub funktionieren. Spieler werden möglichst günstig verpflichtet, weiterentwickelt und gewinnbringend verkauft. Der sportliche und emotionale Aspekt tritt dabei in den Hintergrund. Das Logo auf der Brust wirkt dadurch zunehmend austauschbar. Entscheidend scheint vor allem zu sein, dass das Modell möglichst kosteneffizient ist und der finanzielle Ertrag stimmt.

Und das Problem ist, es wird sich nichts ändern. Es wird keinen nächsten Schritt geben. Keine Hoffnung auf die nächste Phase.
Gute auf den Punkt gebracht. 
 

Usswärtsfahrer
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von Usswärtsfahrer »

Visions hat geschrieben: 07.08.2026, 10:11 Ich sehe schon gewisse Unterschiede (natürlich auch den Rahmenbedingungen wie dem generell geänderten Fussballmarkt und den eigenen finanziellen Möglichkeiten geschuldet) und finde deine Aussage falsch.

Ja gut, von mir aus. Natürlich kann man kritisch mit der aktuellen Degen-Ära ins Gericht gehen, habe ich schon oft genug selbst gemacht: ich verstehe die Personalentscheide zu zentralen Positionen wie Trainer und Sportchef überhaupt nicht und sind für mich die klare Ursache für den zu wenig vorhandenen sportlichen Erfolg.

quasimodo
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von quasimodo »

Adebayor's Ball hat geschrieben: 07.08.2026, 10:28 Mir geht es ähnlich. Meiner Ansicht nach war die Situation in den letzten neun Jahren nie so kritisch wie heute.

Der entscheidende Bruch war für mich die Phase im Januar/Februar dieses Jahres mit den aus meiner Sicht gravierenden Fehlentscheidungen.
Allerdings stellt sich die Frage, ob es aus Sicht der Führung überhaupt Fehlentscheidungen waren.

Ein Klub, der zweistellige Millionengewinne erwirtschaftet, argumentiert, dass er sich keinen etablierten Trainer leisten könne. Gleichzeitig ist er nicht bereit, das Risiko einzugehen, einen Stürmer zu verpflichten, der zumindest die Qualifikation für den europäischen Wettbewerb wahrscheinlicher machen könnte – und damit die Chance auf zusätzliche Einnahmen in zweistelliger Millionenhöhe erhöht hätte.

Spätestens da entstand bei mir der Eindruck, dass DD konsequent die Strategie verfolgt, die er bereits bei GC angestrebt hat: Der Verein soll in erster Linie als Transferklub funktionieren. Spieler werden möglichst günstig verpflichtet, weiterentwickelt und gewinnbringend verkauft. Der sportliche und emotionale Aspekt tritt dabei in den Hintergrund. Das Logo auf der Brust wirkt dadurch zunehmend austauschbar. Entscheidend scheint vor allem zu sein, dass das Modell möglichst kosteneffizient ist und der finanzielle Ertrag stimmt.

Und das Problem ist, es wird sich nichts ändern. Es wird keinen nächsten Schritt geben. Keine Hoffnung auf die nächste Phase.


Ich habe nirgends gehört oder gelesen, dass sich der FCB keinen besseren Trainer als Lichtsteiner leisten könne. Es wurde vielmehr behauptet, dass er ein super Trainer sei und genau zum FCB passe.

Ich bin auch sicher, dass DD weiss, dass Talente nur in einer funktionierenden Mannschaft weiter entwickelt werden können und dass der FCB europäisch spielen muss, um einen besseren Wiederverkaufswert der Spieler zu generieren (jedes Jahr Conference League wurde ja von ihm erst kürzlich als Minimalziel ausgerufen). Ausserdem braucht es einen gewissen sportlichen Erfolg, um die "Marke" FCB für Sponsoren attraktiv zu machen. Daher glaube ich nicht, dass DD das Geschäftsmodell, wie du es beschreibst, konsequent durchziehen möchte. Die aktuelle Situation ist für mich eher die Folge einer Reihe von Fehlentscheidungen, wovon diejenigen auf der Trainerpositition für mich die gravierendsten waren (Entlassung Magnin, vor allem vom Zeitpunkt her, sowie Verpflichtung Lichtsteiner).
 

Usswärtsfahrer
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von Usswärtsfahrer »

JackR hat geschrieben: 07.08.2026, 09:58
Usswärtsfahrer hat geschrieben: 07.08.2026, 09:50 Ich habe ähnliche Stimmen im Umfeld und respektiere diese, jedem seine Meinung.

Dieselben Stimmen haben die Burgener-Zeit problemlos ertragen. Sforza, Für immer Rotblau, 30 Mio. Minus pro Saison, 1:2 gegen Vaduz, 2:6 gegen Winterthur - kein Problem, Saisonkarte wird verlängert, Sunneschiin und Räge. Burgener fährt den Verein finanziell fast an die Wand und will ihn ins Ausland verkaufen. Degen hat den Verein übernommen, finanziell stabilisiert, Double 24/25, 25/26 läufts sportlich holprig, Heimsieg gegen Stuttgart.

Sehr einseitige Ansicht. Da kann ich genauso einseitig dagegenhalten: Unter Burgener war man NIE sportlich soo schlecht wie unter DD. Da gab's also nichts "auszuhalten". Dann zu den einzelnen Spielen: Auch unter Burgener gab es tolle internationale Highlights. Genauso gab es unter DD absolut peinliche Niederlagen. Bei den Finanzen hast du Recht. Gleichzeitig ist man halt FUSSBALL-Fan und nicht Bankkonto-Fan. Der Verkauf ins Ausland ist nicht für jeden eine absolute Trägodie. Ich hätte damit wenig Probleme gehabt.

Usswärtsfahrer hat geschrieben: 07.08.2026, 09:50Ich versteh die ganze Negativität nicht, es war schon wesentlich schlimmer in den letzten 9 Jahren.

Das sehe ich eben anders. Der FCB ist nach wie vor ein Chaos-Club.

Usswärtsfahrer hat geschrieben: 07.08.2026, 09:50Und was ist denn die Alternative, wieder ein Burgener oder potente Mäzene?

Und was ist jetzt so schlimm an denen? Das funktionert auch.

Usswärtsfahrer hat geschrieben: 07.08.2026, 09:50 Ja, sportlich läufts nicht gut, Lichtsteiner ist auch für mich eine totale Fehlbesetzung. Das soll Grund genug sein, um dem Verein den Rücken zu kehren? Ist der kurzfristige sportliche Erfolg so zentral, dass man in schlechten Phasen dem Verein den Rücken kehrt?

"kurzfristiger Erfolg" ist gut. Der FCB spielt mit Ausnahme der Meistersaison konsequent und deutlich unter dem Niveau, welches er eigentlich mit diesem Budget müsste.

Dann unterscheiden sich unsere Perspektiven auf den FCB schon mal grundlegend. Vereinsverkäufe an ausländische Geldgeber funktionieren in der Schweiz in den wenigsten Fällen. Schon ziemlich kurzsichtig, so zu denken.

Chaos-Club :o populistischer Blödsinn auf Kommentarspalten-Niveau.

Ja klar müsste sportlich mehr erreicht werden. Aber für mich ist der ausbleibende sportliche Erfolg kein Grund, dem Verein den Rücken zu kehren. Am besten sieht man das Fernbleiben dann noch als eine Art Protest, aber sind dann auch die Ersten, die an die nächste Meisterfeier rennen und sowieso schon immer dabei waren.

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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von fcbblog.ch »

Usswärtsfahrer hat geschrieben: 07.08.2026, 09:50 "Casino-Modell" so ein ein dämlicher Blödsinn :o in den goldenen H&H-Zeitem hatten wir ungefähr gleich viele Transferbewegungen, wo ist da der Unterschied.

Das stimmt schlichtweg nicht. Laut Weltfussball.de in Kader und Trainerstaff in den letzten 5 vollen Saisons unter Dave ab 2021 gab es 256 Mutationen durch 148 Personen.

Im selben Zeitraum der letzten 5 Saisons unter Heusler und Heitz 10 Jahre vorher waren es 154 Mutationen durch 98 Personen.

Also über 50% mehr "Personalverschleiss" unter Degen, als in den letzten 5 Jahren unter Heusler... und bereits damals waren es dem Erfolg geschuldet eher zu viele Wechsel.

Legände
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von Legände »

Ich verstand vieli vo de Vote do inne. Bi in mim ganze Läbe emotional no nie so wit wäg gsi vom FCB wie momentan. Ob das an de x-Wächsel jedes Joor liggt, wo me jewils s Gfühl het die dänke zu grosse Teil scho an ihre negschte Karriereschritt? Dra das me stagniert und sich die gliche Gschichte (eigeni Spieler vergraule, Trainer-Fählbsetzig, Ustusch vom Nochwuchs etc.) immer und immer wiederhole. Es isch eme schad und schiinbar goht das einige eso oder ähnlich. Viellicht miesst me au das mol in d Planig vome Verein nää. 

Wär brennt grad wirklich für dr FCB? Wär isch im rotblaue Rusch? Für was stoht dr FCB? Wo wänn mir ahne? Definiere mir uns über Erfolg? Was wenn dä usblibt? 

imoht_1893
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von imoht_1893 »

Legände hat geschrieben: 07.08.2026, 11:30 Ich verstand vieli vo de Vote do inne. Bi in mim ganze Läbe emotional no nie so wit wäg gsi vom FCB wie momentan. Ob das an de x-Wächsel jedes Joor liggt, wo me jewils s Gfühl het die dänke zu grosse Teil scho an ihre negschte Karriereschritt? Dra das me stagniert und sich die gliche Gschichte (eigeni Spieler vergraule, Trainer-Fählbsetzig, Ustusch vom Nochwuchs etc.) immer und immer wiederhole. Es isch eme schad und schiinbar goht das einige eso oder ähnlich. Viellicht miesst me au das mol in d Planig vome Verein nää. 

Wär brennt grad wirklich für dr FCB? Wär isch im rotblaue Rusch? Für was stoht dr FCB? Wo wänn mir ahne? Definiere mir uns über Erfolg? Was wenn dä usblibt? 
Die Stimmung ist doch wirklich nur von den Auftritten und den Resultaten abhängig. Hätten wir die ersten 2 Spiele 4:0 gewonnen und unsere Gegner mit Kombinationen auseinandergeschraubt, würde hier drin niemand über die Wechsel etc reden sondern wie cool diese Truppe sei und wie Spass es macht ihnen zuzuschauen. 

Nun jetzt haben wir halt einfach einen unfähigen Scharlatan an der Seitenlinie und darum wird auch über die Transfers gesprochen. 
 

JackR
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von JackR »

imoht_1893 hat geschrieben: 07.08.2026, 11:35 Die Stimmung ist doch wirklich nur von den Auftritten und den Resultaten abhängig. Hätten wir die ersten 2 Spiele 4:0 gewonnen und unsere Gegner mit Kombinationen auseinandergeschraubt, würde hier drin niemand über die Wechsel etc reden sondern wie cool diese Truppe sei und wie Spass es macht ihnen zuzuschauen. 

Nun jetzt haben wir halt einfach einen unfähigen Scharlatan an der Seitenlinie und darum wird auch über die Transfers gesprochen. 
 

Da hast du absolut Recht. Nur sind die Resultate (bzw. die Leistungen in den Spielen) halt kein Zufall, sondern eine Folge von Entscheidungen. ;) Und diese Entscheidungen werden hier drin ja kritisiert ;)

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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von fcbblog.ch »

Ich finde wie der FCB seit längerem spielt und auftritt auf und nebem dem Platz viel erschreckender als die reinen Ergebnisse.

Sorry niemerts will Fan vome Transferdurchlauferhitzer vome Spielerberoter si.

Me kennt mehr Spieler vo z.B. St.Galle als vom aktuelle FCB Tram bi Saisonstart als Fan. Und den spiele die Clubs mit eme Drittel vom Lohnbudget europäisch und hän e stabile Kärn an Spieler wo sich ihri Fans könne drmit identifiziere.

Wie kame do geil finde was bim FCB lauft, wenn de mit dr Liga verglichsch... mir hän unterirdischi Clubfiehrig...
Zuletzt geändert von fcbblog.ch am 07.08.2026, 11:53, insgesamt 1-mal geändert.

Legände
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Re: Ära Degen: Informationen und Spekulationen um die Führung des FC Basel

Beitrag von Legände »

imoht_1893 hat geschrieben: 07.08.2026, 11:35
Legände hat geschrieben: 07.08.2026, 11:30 Ich verstand vieli vo de Vote do inne. Bi in mim ganze Läbe emotional no nie so wit wäg gsi vom FCB wie momentan. Ob das an de x-Wächsel jedes Joor liggt, wo me jewils s Gfühl het die dänke zu grosse Teil scho an ihre negschte Karriereschritt? Dra das me stagniert und sich die gliche Gschichte (eigeni Spieler vergraule, Trainer-Fählbsetzig, Ustusch vom Nochwuchs etc.) immer und immer wiederhole. Es isch eme schad und schiinbar goht das einige eso oder ähnlich. Viellicht miesst me au das mol in d Planig vome Verein nää. 

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Die Stimmung ist doch wirklich nur von den Auftritten und den Resultaten abhängig. Hätten wir die ersten 2 Spiele 4:0 gewonnen und unsere Gegner mit Kombinationen auseinandergeschraubt, würde hier drin niemand über die Wechsel etc reden sondern wie cool diese Truppe sei und wie Spass es macht ihnen zuzuschauen. 

Nun jetzt haben wir halt einfach einen unfähigen Scharlatan an der Seitenlinie und darum wird auch über die Transfers gesprochen. 



Bis zume gwüsse Grad sicher. Aber zum eine isch es wohl au kei Zuefall das mir nid so in d Saison gstartet sind und zum andere sötte Resultat nie an de Verbindig zum Verein rüttle. Für mi überdecke möglichi gueti Resultat momentan eifach vieles sunscht, wo schief lauft. 

Bzgl. emotionali Distanz gohts für mi au drum, dass me positivi wie au negativi Emotione nüme so het. D Verbundeheit deklariert sich nid über d Art und Wiis vo de Meinig, sondern das me eini het - das es Thema isch. Viellicht stimmt das nid, aber ha s Gfühl das nimmt ab. 

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