imoht_1893 hat geschrieben: 06.08.2026, 09:44fcbblog.ch hat geschrieben: 06.08.2026, 09:29
Unabhängig ob man ihn mag oder nicht - sportlich ists unter Degen so schlecht wie zuvor in einem Vierteljahrhundert nicht, bald hat man die Setzung in Europa verspielt. Ob der FCB heute mit mehr Reserven, dafür sportlich katastrophal, ohne irgendwelche Qualität und Substanz im Kader und schlecht in der Europa Clubwertung wirklich besser dran ist als zum Zeitpunkt der Übernahme?
Du siehst aber schon die Korrelation dahinter oder? Wir sind sportlich schlechter weil wir eben nicht mehr Spielern wie Tauli, Petretta, Kasami und jedem anderen 7 stellige Jahresgehälter in den Arsch schieben um die Finanzen des Klubs in einen gesunden Rahmen zu bringen/halten.
Würde DD mit einem Lohnbudget hantieren wie dies Burgener/Streller gemacht haben, wären wir sportlich sicher besser, weil du halt einfach bessere und routiniertere Spieler holen kannst.
Zum Zeitpunkt der Übernahme stand der Klub schon am Scheideweg ja. DD hat den Klub finanziell gerettet obwohl wir auch teilweise unter ihm keine Liquidität mehr hatten.
Aber langsam sind wir an einem Punkt wie ich finde, wo man sich auch wieder 2-3 routiniertere und teuerer Spieler leisten könnte um eben grösseren sportlichen Erfolg zu haben. Aber das ist halt so ein Trade off. Holst du die Spieler und zahlst ihnen Löhne wie YB bei Essende, Fernandes, Zesiger, Wüthrich, Schmidt, Fassnacht etc und der sportliche Erfolg bleibt aus, bist du schneller wieder in einer finanziellen Schieflage als dir Lieb ist. Daher kann ich DD schon auch irgendwie verstehen.
Da würde ich widersprechen. Teure und routinierte Spieler allein garantieren noch keinen sportlichen Erfolg. Das haben wir in der Vergangenheit oft genug gesehen. Mit Namen wie Kuzmanovic hatte man ebenfalls Spieler mit Erfahrung und entsprechendem Salär im Kader, ohne dass dadurch automatisch der entscheidende Schritt nach vorne gelang.
Am Ende braucht es viel mehr als nur hohe Löhne:
- eine funktionierende Mannschaftsstruktur
- die richtige Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern
- ein klares sportliches Konzept
- einen Trainer, der das Maximum aus dem Kader herausholt
- Identifikation und Teamchemie
Deshalb ist die Gleichung „mehr Geld für Spieler = mehr Erfolg“ viel zu einfach. Wenn die Transfers nicht einschlagen oder die Mannschaft als Ganzes nicht funktioniert, können ein paar teure Spieler sogar zum Problem werden, weil sie das finanzielle Risiko erhöhen. Genau deshalb ist es nachvollziehbar, dass man vorsichtig bleibt und nicht einfach auf hohe Löhne setzt. Entscheidend ist nicht, wie teuer ein Spieler ist, sondern ob er sportlich und menschlich ins Gesamtgefüge passt.