Stephan Lichtsteiner

Diskussionen rund um den FCB.
Feanor
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Re: Stephan Lichtsteiner

Beitrag von Feanor »

Konter hat geschrieben: 04.08.2026, 13:22
Basilou hat geschrieben: 04.08.2026, 12:09
Konter hat geschrieben: 04.08.2026, 11:43 Was willst du? Dass Lichti jeden Tag mit dem Wickelfisch den Rhein herunter schwimmt? Dass er sein Feierabendbier in der Fischerstube trinkt? Dass er am spielfreien Sonntag auf der Chrischona spazieren geht?

«Es ist ganz entscheidend, dass der FCB-Trainer seinen Lebensmittelpunkt in Basel hat. Ich will, dass er in der Freien Strasse in Basel einkaufen geht und den Menschen begegnet. Das ist etwas, was mir in letzter Zeit gefehlt hat.»

(Bernhard Heusler über die Entlassung von Heiko Vogel)

Und das war wohl die schwachsinnigste Aussage von Heusler, über die man sich auch zurecht von Fanseite lustig gemacht hat.

War auch "nur" ein rhetorischer Aufhänger. Vogels Entlassung hatte klar andere Ursachen. Meines Erachtens eine unnötige Aussage damals wie heute.

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Käppelijoch
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Re: Stephan Lichtsteiner

Beitrag von Käppelijoch »

badandugly hat geschrieben: 04.08.2026, 13:35
Konter hat geschrieben: 04.08.2026, 13:22
Basilou hat geschrieben: 04.08.2026, 12:09

«Es ist ganz entscheidend, dass der FCB-Trainer seinen Lebensmittelpunkt in Basel hat. Ich will, dass er in der Freien Strasse in Basel einkaufen geht und den Menschen begegnet. Das ist etwas, was mir in letzter Zeit gefehlt hat.»

(Bernhard Heusler über die Entlassung von Heiko Vogel)

Und das war wohl die schwachsinnigste Aussage von Heusler, über die man sich auch zurecht von Fanseite lustig gemacht hat.
Es ist typisch: Etwas zu zitieren, ohne den Kontext zu nennen, ohne zu sagen in welchem Zusammenhang das so gesagt wurde. Es ist doch einfach eine überspitzte Formulierung, dass sich der Trainer als Mensch zeigen soll, um die Bindung des Vereins und seiner Protagonisten zur Stadt/Region in der er zu Hause ist, sichtbar zu machen.
Man kann sich natürlich über die isolierte Aussage lustig machen. Ist viel einfacher als weiter zu denken was er gemeint hat oder gemeint haben könnte.

Genau das meinte ich.
 

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Konter
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Re: Stephan Lichtsteiner

Beitrag von Konter »

Dass ein Trainer Interesse zeigt am Verein und sich auch nicht zu schade ist, auf die Menschen, denen der Verein wichtig ist, zuzugehen ist natürlich wünschenswert, es ist aber definitiv nicht erste, zweite oder dritte Priorität. 

Würde Lichtsteiner an der Augustinergasse wohnen und wäre jeden Tag in der Stadt anzutreffen, aber man würde den gleichen Gurkenfussball sehen wie im letzten halben Jahr, wäre ich kein Deut zufriedener. Könnte ich mich jetzt am Donnerstag auf die europäischen Spiele freuen, aber er lebt sein privates Leben sowie jetzt, wäre ich aber glücklicher. 

Ein aktueller FCB-Trainer hat vor allem folgende Aufgabe.

Er muss erfolgreichen Offensivfussball spielen lassen.

Er muss jede Saison um die Meisterschaft spielen und diese auch in regelmässigen Abständen gewinnen. 

Er muss eigentlich jede Saison mindestens eine europäische Qualifikationsphase spielen. 

Er muss einen grossen Staff anführen und koordinieren. 

Er muss vor allem in der Ära Degen fähig sein, in kurzer Zeit aus vielen verschiedenen Charakteren, deren Ego manchmal etwas zu gross ist, eine Mannschaft zu bauen, die auf dem Feld eine solidarische Gemeinschaft bildet und alles für das Team gibt. 

Er muss junge Talente weiterentwickeln. 

Das ist die Basis. Wenn das alles stimmt, kann er von mir aus auch heimlich in FCZ-Bettwäsche schlafen. 

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Yazid
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Re: Stephan Lichtsteiner

Beitrag von Yazid »

Konter hat geschrieben: 04.08.2026, 14:51 Er muss vor allem in der Ära Degen fähig sein, in kurzer Zeit aus vielen verschiedenen Charakteren, deren Ego manchmal etwas zu gross ist, eine Mannschaft zu bauen, die auf dem Feld eine solidarische Gemeinschaft bildet und alles für das Team gibt. 

Stimme dir zu, also ganz allgemein deinem Post.

Was den von mir zitierten Teil betrifft: Genau darum braucht es einen gestandenen Trainer. Einen, den die Spieler aufgrund seines Leistungsausweises als Trainer respektieren. Eine Persönlichkeit mit Charisma, die eine gewisse Ruhe und Souveränität ausstrahlt und sich klar artikulieren kann. Also so in etwa alles, was SL vermissen lässt.

tiimnoah
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Re: Stephan Lichtsteiner

Beitrag von tiimnoah »

Ich finde einfach, dass man unter Stephan Lichtsteiner auch nach über einem halben Jahr überhaupt keine klare Spielphilosophie erkennen kann.

Beim FC Thun hat man letzte Saison sofort gesehen, wofür die Mannschaft steht: Sie spielen oft lange Bälle nach vorne, gehen aggressiv ins Pressing oder versuchen, den Ball festzumachen und über die Aussen weiterzuleiten. Dasselbe gilt für YB. Dort lässt man den Gegner bewusst den ersten Pass im Spielaufbau machen und setzt ihn dann mit intensivem Pressing unter Druck.

Aber was ist eigentlich unsere Spielphilosophie? Ich erkenne keine. Genau das finde ich sehr enttäuschend. Ich kann nicht sagen, ob wir von hinten herausspielen wollen, Ballbesitzfussball spielen, hoch pressen oder auf lange Bälle setzen. Irgendwie machen wir von allem ein bisschen – aber nichts konsequent.

Gerade bei einem Verein wie dem FC Basel sollte man nach mehr als einem halben Jahr eine klare Handschrift des Trainers erkennen können. Eine Mannschaft braucht eine Identität und einen wiedererkennbaren Spielstil. Momentan sehe ich das überhaupt nicht.

Wie seht ihr das?

brasilea1893
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Re: Stephan Lichtsteiner

Beitrag von brasilea1893 »

tiimnoah hat geschrieben: 04.08.2026, 15:33
Wie seht ihr das?

ich sehe das so, das ich mich immernoch frage warum SL überhaupt noch im amt ist.

defense81
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Re: Stephan Lichtsteiner

Beitrag von defense81 »

Yazid hat geschrieben: 04.08.2026, 15:28
Konter hat geschrieben: 04.08.2026, 14:51 Er muss vor allem in der Ära Degen fähig sein, in kurzer Zeit aus vielen verschiedenen Charakteren, deren Ego manchmal etwas zu gross ist, eine Mannschaft zu bauen, die auf dem Feld eine solidarische Gemeinschaft bildet und alles für das Team gibt. 

Stimme dir zu, also ganz allgemein deinem Post.

Was den von mir zitierten Teil betrifft: Genau darum braucht es einen gestandenen Trainer. Einen, den die Spieler aufgrund seines Leistungsausweises als Trainer respektieren. Eine Persönlichkeit mit Charisma, die eine gewisse Ruhe und Souveränität ausstrahlt und sich klar artikulieren kann. Also so in etwa alles, was SL vermissen lässt.

Petkovic wäre wieder auf dem Markt…

RotBlauStift
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Re: Stephan Lichtsteiner

Beitrag von RotBlauStift »

tiimnoah hat geschrieben: 04.08.2026, 15:33
Wie seht ihr das?

Eingeprügelte Statik. Jeder hat scheinbar sein Viereck ohne Ball und der mit Ball ist schon gefickt, bevor er ihn bekommt, zugestellt. Dann Rückpass, Phantasiepass nach vorne oder alleine gegen zwei. Sowas kann man nur eingeprügelt bekommen haben. Wirkt auf mich so, als ob alle vermeiden wollen, einen Anschiss zu kassieren vom Lehrling mit der grossen Klappe und dann zuschauen zu müssen im nächsten Spiel. Das ist der falsche Konkurrenzkampf.
Lucas Giuven, NLB.

battlefield
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Re: Stephan Lichtsteiner

Beitrag von battlefield »

tiimnoah hat geschrieben: 04.08.2026, 15:33 Ich finde einfach, dass man unter Stephan Lichtsteiner auch nach über einem halben Jahr überhaupt keine klare Spielphilosophie erkennen kann.

Beim FC Thun hat man letzte Saison sofort gesehen, wofür die Mannschaft steht: Sie spielen oft lange Bälle nach vorne, gehen aggressiv ins Pressing oder versuchen, den Ball festzumachen und über die Aussen weiterzuleiten. Dasselbe gilt für YB. Dort lässt man den Gegner bewusst den ersten Pass im Spielaufbau machen und setzt ihn dann mit intensivem Pressing unter Druck.

Aber was ist eigentlich unsere Spielphilosophie? Ich erkenne keine. Genau das finde ich sehr enttäuschend. Ich kann nicht sagen, ob wir von hinten herausspielen wollen, Ballbesitzfussball spielen, hoch pressen oder auf lange Bälle setzen. Irgendwie machen wir von allem ein bisschen – aber nichts konsequent.

Gerade bei einem Verein wie dem FC Basel sollte man nach mehr als einem halben Jahr eine klare Handschrift des Trainers erkennen können. Eine Mannschaft braucht eine Identität und einen wiedererkennbaren Spielstil. Momentan sehe ich das überhaupt nicht.

Wie seht ihr das?

Trifft es sehr gut auf den Punkt. Ich habe auch lange versucht das positive zu sehen, Prinzip Hoffnung und so. Aber man sieht genau dasselbe Bild der vergangenen Saison, mit etwas anderen Spielern. Das wird den Hauseigenen Ansprüchen keinerlei Gerecht. Diesen RB Powerfussball erwarten wir seit DD im Amt ist, hat noch nie geklappt. Muss es auch nicht, aber eine Spielphilosophie wäre schon nice.. Ein FCB ohne Identität, trauriges Bild. Und ein Trainerneuling kann das einfach nicht. Ich kann nicht verstehen wie man überhaupt auf die Idee kommt bei einem FC Basel (mit Anspruch auf Titel und Internationales Geschäft!) einen Neuling an die Seite zu stellen. Das ist doch nicht der FC Vaduz. Wer steht denn wirklich hinter SL? Ich denke nur die Führung, und einige Fans, wobei selbst da tolerieren wohl das bessere Wort ist.

b4nanefl4nke
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Re: Stephan Lichtsteiner

Beitrag von b4nanefl4nke »

Ist er noch da? Ich denke ernsthaft über einen Stadionboykott nach. Diesen „Mist“ kann ich mir nicht mehr ansehen.

Mariastein
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Re: Stephan Lichtsteiner

Beitrag von Mariastein »

Feanor hat geschrieben: 04.08.2026, 13:37
Konter hat geschrieben: 04.08.2026, 13:22
Basilou hat geschrieben: 04.08.2026, 12:09

«Es ist ganz entscheidend, dass der FCB-Trainer seinen Lebensmittelpunkt in Basel hat. Ich will, dass er in der Freien Strasse in Basel einkaufen geht und den Menschen begegnet. Das ist etwas, was mir in letzter Zeit gefehlt hat.»

(Bernhard Heusler über die Entlassung von Heiko Vogel)

Und das war wohl die schwachsinnigste Aussage von Heusler, über die man sich auch zurecht von Fanseite lustig gemacht hat.

War auch "nur" ein rhetorischer Aufhänger. Vogels Entlassung hatte klar andere Ursachen. Meines Erachtens eine unnötige Aussage damals wie heute.

Heusler sagte dies nur, weil Vogel in jeder freien Minute an den Starnberger See abhaute, und hier manchmal Tagelang nicht anwesend war!

scharteflue
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Re: Stephan Lichtsteiner

Beitrag von scharteflue »

Bei mir rangiert „trifft man regelmässig in der freienstrasse“ ziemlich weit hinten bei den skills die ich bei einem trainer für wichtig halte.
aber wäre immerhin etwas was Lichtsteiner erreichen könnte.

FaChBetreuer
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Re: Stephan Lichtsteiner

Beitrag von FaChBetreuer »

RotBlauStift hat geschrieben: 04.08.2026, 18:14
tiimnoah hat geschrieben: 04.08.2026, 15:33
Wie seht ihr das?

Eingeprügelte Statik. Jeder hat scheinbar sein Viereck ohne Ball und der mit Ball ist schon gefickt, bevor er ihn bekommt, zugestellt. Dann Rückpass, Phantasiepass nach vorne oder alleine gegen zwei. Sowas kann man nur eingeprügelt bekommen haben. Wirkt auf mich so, als ob alle vermeiden wollen, einen Anschiss zu kassieren vom Lehrling mit der grossen Klappe und dann zuschauen zu müssen im nächsten Spiel. Das ist der falsche Konkurrenzkampf.

Das würde ich nicht als Konkurrenzkampf sehen oder betiteln. Das wäre dann der Ansatz "Ich mache lieber weniger falsch als mein Konkurrent" und das ist verheerend. Aber ansonsten sehe ich die Situation auch so. Wir spielen enorm viel "Standfussball", eben weil jeder in seinem Bereich ist, steht und bleibt. Ich erinnere mich gut an meine Junioren-C Zeit. Damals hat uns der Trainer in der Kabine immer gesagt "Und das Wichtigste: Haltet eure Positionen" - an genau das erinnert mich das Gekicke im Joggeli.
Mir ist auch aufgefallen, dass Pässe praktisch nie in den Raum VOR dem Spieler gespielt werden und der anlaufende Spieler immer abbremsen muss, was uns jegliche Chance auf eine Überzahl nimmt. Da hege ich schon den Verdacht, dass im Training nur Pässe auf genau den Mann an seiner Position gespielt werden.
Zudem ist Angst immer der schlechteste Ratgeber. Dann spielt man logischerweise völlig verkrampft und, wie schon erwähnt, man versucht einfach nichts falsch zu machen. Was dabei rauskommt sehen wir beim FCB. Und das kann durchaus von SL verursacht worden sein, wenn er die Spieler zusammenstaucht und bestraft. - Nicht falsch verstehen, zusammenstauchen ist völlig OK, es kommt aber darauf an wie man es macht und was man dem Spieler mitgibt.

Meine Gedanken waren noch, da auch für mich keine Spielphilosophie ersichtlich ist, dass ich hoffe, dass SL nicht alle 10 Minuten die Spielphilosophie und die Taktik ändern lässt und meint, damit den Gegner aus dem Konzept zu bringen...

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Aficionado
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Re: Stephan Lichtsteiner

Beitrag von Aficionado »

FaChBetreuer hat geschrieben: 05.08.2026, 08:12
RotBlauStift hat geschrieben: 04.08.2026, 18:14
tiimnoah hat geschrieben: 04.08.2026, 15:33
Wie seht ihr das?

Eingeprügelte Statik. Jeder hat scheinbar sein Viereck ohne Ball und der mit Ball ist schon gefickt, bevor er ihn bekommt, zugestellt. Dann Rückpass, Phantasiepass nach vorne oder alleine gegen zwei. Sowas kann man nur eingeprügelt bekommen haben. Wirkt auf mich so, als ob alle vermeiden wollen, einen Anschiss zu kassieren vom Lehrling mit der grossen Klappe und dann zuschauen zu müssen im nächsten Spiel. Das ist der falsche Konkurrenzkampf.

Das würde ich nicht als Konkurrenzkampf sehen oder betiteln. Das wäre dann der Ansatz "Ich mache lieber weniger falsch als mein Konkurrent" und das ist verheerend. Aber ansonsten sehe ich die Situation auch so. Wir spielen enorm viel "Standfussball", eben weil jeder in seinem Bereich ist, steht und bleibt. Ich erinnere mich gut an meine Junioren-C Zeit. Damals hat uns der Trainer in der Kabine immer gesagt "Und das Wichtigste: Haltet eure Positionen" - an genau das erinnert mich das Gekicke im Joggeli.
Mir ist auch aufgefallen, dass Pässe praktisch nie in den Raum VOR dem Spieler gespielt werden und der anlaufende Spieler immer abbremsen muss, was uns jegliche Chance auf eine Überzahl nimmt. Da hege ich schon den Verdacht, dass im Training nur Pässe auf genau den Mann an seiner Position gespielt werden.
Zudem ist Angst immer der schlechteste Ratgeber. Dann spielt man logischerweise völlig verkrampft und, wie schon erwähnt, man versucht einfach nichts falsch zu machen. Was dabei rauskommt sehen wir beim FCB. Und das kann durchaus von SL verursacht worden sein, wenn er die Spieler zusammenstaucht und bestraft. - Nicht falsch verstehen, zusammenstauchen ist völlig OK, es kommt aber darauf an wie man es macht und was man dem Spieler mitgibt.

Meine Gedanken waren noch, da auch für mich keine Spielphilosophie ersichtlich ist, dass ich hoffe, dass SL nicht alle 10 Minuten die Spielphilosophie und die Taktik ändern lässt und meint, damit den Gegner aus dem Konzept zu bringen...

:)
Klar, er verhält sich manchmal wie ein Idiot an der Seitenlinie (nicht nur er). Aber staucht er die Spieler wirklich auch zusammen im Training?
Zuletzt geändert von Aficionado am 05.08.2026, 09:24, insgesamt 1-mal geändert.

millers
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Re: Stephan Lichtsteiner

Beitrag von millers »

Käppelijoch hat geschrieben: 04.08.2026, 11:20 Als FCB-Trainer bist Du ein Teil des öffentlichen Lebens in Basel, Du gehörst eigentlich zur Stadt, zu den Menschen. 

Selbst wenn Lichtsteiner in die Region ziehen würde mit seiner Familie (Was nie passieren wird, seine Frau ist Zürcherin und ein Typ Zürcherin, welche es als unvorstellbar und unmöglich ansieht, in der Schweiz woanders zu leben)...schwer vorstellbar, dass sich der unter die Leute mischt und auch einmal ein lockeres Lächeln aufsetzt...

...klar, es sind keine harten Facts, aber willst Du nachhaltig mit dem FCB und beim FCB Erfolg haben, musst Du Dich auf die Stadt, Region, die Menschen hier einlassen.

Und das neben dem, dass Du verdammt noch einmal auf dem Spielfeld zu liefern hast und was man bisher seit seiner Anstellung sieht, unterbietet selbst die Zeit von Turbul-Enten Sforza. Und diese harten Facts...Punkteschnitt, Resultate, das Gezeigte auf dem Platz, spielerische Entwicklung sprechen null komma null für Lichtsteiner.

Er hatte eine volle Vorbereitung mit der quasi fertiggestellten Mannschaft. Kaum einer vor ihm hatte dies in der Zeit von DD. Erinnern wir uns mal an Schulz, welchem quasi in der Vorbereitung bis aufs FCZ-Spiel hin die halbe Mannschaft ausgewechselt wurde.


Dein Punkt mit der Nähe hat aus meiner Sicht sehr viel - gerade auch bezogen auf das gesamte Kader. Leute, die nahbar sind. Leute, denen man in Intis einfach auch gerne zuhört und da ist halt Sprache auch sehr zentral. Da muss man per se weder Basler, Schweizer oder muttersprachlich sein. Aber wenn da fast nur noch irgendwelche Junge geholt werden, die einfach im grauenhaften SoMe-/Netflix-Ami- Englisch vor sich her quasseln (selbst Französischsprachige - wenn wir schon bei regionaler Ausstrahlung sind), dann kann ich mich null identifizieren. Zugegeben hat diese Wahrnehmung sehr fest mit meinem Alter zu tun. Die Fanbasis besteht aber halt nunmal nicht nur aus der ganz jungen Generation.
- und ja, in Sachen Sprache erfüllt dies Lightstoner natürlich; wenn ihm da nicht die Sache mit dem "ihm gerne zuhören" im Wege stehen würde.

Edith fragt übrigens: "Ist er noch Trainer?'"
Zuletzt geändert von millers am 05.08.2026, 09:39, insgesamt 2-mal geändert.

Usswärtsfahrer
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Re: Stephan Lichtsteiner

Beitrag von Usswärtsfahrer »

tiimnoah hat geschrieben: 04.08.2026, 15:33 Ich finde einfach, dass man unter Stephan Lichtsteiner auch nach über einem halben Jahr überhaupt keine klare Spielphilosophie erkennen kann.

Beim FC Thun hat man letzte Saison sofort gesehen, wofür die Mannschaft steht: Sie spielen oft lange Bälle nach vorne, gehen aggressiv ins Pressing oder versuchen, den Ball festzumachen und über die Aussen weiterzuleiten. Dasselbe gilt für YB. Dort lässt man den Gegner bewusst den ersten Pass im Spielaufbau machen und setzt ihn dann mit intensivem Pressing unter Druck.

Aber was ist eigentlich unsere Spielphilosophie? Ich erkenne keine. Genau das finde ich sehr enttäuschend. Ich kann nicht sagen, ob wir von hinten herausspielen wollen, Ballbesitzfussball spielen, hoch pressen oder auf lange Bälle setzen. Irgendwie machen wir von allem ein bisschen – aber nichts konsequent.

Gerade bei einem Verein wie dem FC Basel sollte man nach mehr als einem halben Jahr eine klare Handschrift des Trainers erkennen können. Eine Mannschaft braucht eine Identität und einen wiedererkennbaren Spielstil. Momentan sehe ich das überhaupt nicht.

Wie seht ihr das?

Wenn ich mich noch richtig erinner, hat Lichtsteiner anfangs seine Spielphilosophie folgendermassen umrissen: unbedingter Einsatz, hohes Pressing, Ballbesitz, schnelles Umschaltspiel plus soll jeder Spieler in jeder Situation wissen, was zu tun ist.

Punkte 1-3 konnte man am Samstag in der 1. HZ durchaus erkennen, in den letzten 30 Minuten dann weniger bis gar nicht mehr. Das Umschaltspiel konnte zumindest ich bis jetzt nicht erkennen, dafür ist Spielauslösung und -aufbau (teils viel) zu langsam - gegen Servette noch eher und gegen ein extrem defensives LS ist dies auch schwer umzusetzen tbf.

Ich fand den FCB am Samstag nicht so extrem schwach, gerade die ersten 60min durchaus in Ordnung mit einigen Chancen (Otele in der 1. HZ aus 15m muss er machen, Ajeti in der 2. links vorem 5er ebenfalls).

Aber: ein halbes Jahr nach Amtsantritt und spätestens jetzt im 1. Heimspiel nach einer kompletten Vorbereitung und einem mehr oder weniger fertigen Kader ist viel zu wenig an Spielidee und Handschrift erkennbar. V.a. in Reihe 2 mit und gegen den Ball ist das zu wenig, wenn sich die aus u.a. Shaq, Otele und Metinho zusammensetzt.

Fazit: mir reichts jetzt schon, die Vorfreude auf die neue Saison nach dem Genf-Trip ist nach dem LS-Heimspiel weg. Ich glaube aber, die sportliche Führung wird ihm noch weiter Zeit geben, dafür wars zu wenig katastrophal.

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Lalo86
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Re: Stephan Lichtsteiner

Beitrag von Lalo86 »

Also mir ist die Lust irgendwie vergangen. Ich finde ihn langweilig und unsympathisch und das überträgt sich wahrscheinlich auch auf die Mannschaft, wenn ich in die Gesichter blicke.

Tut mir Leid für ihn, aber er ist bereits gescheitert.

Bin mir sicher, dass unsere Führung sich bereits Gedanken macht, wer sein Nachfolger wird. Man gibt ihm natürlich noch Zeit bis Ende August und hofft auf ein Wunder aber gegen Thun, FCZ und YB müssten mind. 6 Punkte her. Spätestens wenn uns YB 4-5 Tore einschenkt ist finito.

Leider ist die Saison auch dann bereits im Arsch, da die Spitze mit YB/Lugano sich distanziert hat und wir höchstens mit St.G und Sion um Platz 3-5 kämpfen.

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maradoo
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Re: Stephan Lichtsteiner

Beitrag von maradoo »

Lalo86 hat geschrieben: 05.08.2026, 09:29 Also mir ist die Lust irgendwie vergangen. Ich finde ihn langweilig und unsympathisch und das überträgt sich wahrscheinlich auch auf die Mannschaft, wenn ich in die Gesichter blicke.

Tut mir Leid für ihn, aber er ist bereits gescheitert.

Bin mir sicher, dass unsere Führung sich bereits Gedanken macht, wer sein Nachfolger wird. Man gibt ihm natürlich noch Zeit bis Ende August und hofft auf ein Wunder aber gegen Thun, FCZ und YB müssten mind. 6 Punkte her. Spätestens wenn uns YB 4-5 Tore einschenkt ist finito.

Leider ist die Saison auch dann bereits im Arsch, da die Spitze mit YB/Lugano sich distanziert hat und wir höchstens mit St.G und Sion um Platz 3-5 kämpfen.
Ich glaube der Mannschaft ist es egal, dass Du ihn langweilig und unsympathisch findest...

 ;)
 

Zeno
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Re: Stephan Lichtsteiner

Beitrag von Zeno »

Aficionado hat geschrieben: 05.08.2026, 09:23
FaChBetreuer hat geschrieben: 05.08.2026, 08:12
RotBlauStift hat geschrieben: 04.08.2026, 18:14

Eingeprügelte Statik. Jeder hat scheinbar sein Viereck ohne Ball und der mit Ball ist schon gefickt, bevor er ihn bekommt, zugestellt. Dann Rückpass, Phantasiepass nach vorne oder alleine gegen zwei. Sowas kann man nur eingeprügelt bekommen haben. Wirkt auf mich so, als ob alle vermeiden wollen, einen Anschiss zu kassieren vom Lehrling mit der grossen Klappe und dann zuschauen zu müssen im nächsten Spiel. Das ist der falsche Konkurrenzkampf.

Das würde ich nicht als Konkurrenzkampf sehen oder betiteln. Das wäre dann der Ansatz "Ich mache lieber weniger falsch als mein Konkurrent" und das ist verheerend. Aber ansonsten sehe ich die Situation auch so. Wir spielen enorm viel "Standfussball", eben weil jeder in seinem Bereich ist, steht und bleibt. Ich erinnere mich gut an meine Junioren-C Zeit. Damals hat uns der Trainer in der Kabine immer gesagt "Und das Wichtigste: Haltet eure Positionen" - an genau das erinnert mich das Gekicke im Joggeli.
Mir ist auch aufgefallen, dass Pässe praktisch nie in den Raum VOR dem Spieler gespielt werden und der anlaufende Spieler immer abbremsen muss, was uns jegliche Chance auf eine Überzahl nimmt. Da hege ich schon den Verdacht, dass im Training nur Pässe auf genau den Mann an seiner Position gespielt werden.
Zudem ist Angst immer der schlechteste Ratgeber. Dann spielt man logischerweise völlig verkrampft und, wie schon erwähnt, man versucht einfach nichts falsch zu machen. Was dabei rauskommt sehen wir beim FCB. Und das kann durchaus von SL verursacht worden sein, wenn er die Spieler zusammenstaucht und bestraft. - Nicht falsch verstehen, zusammenstauchen ist völlig OK, es kommt aber darauf an wie man es macht und was man dem Spieler mitgibt.

Meine Gedanken waren noch, da auch für mich keine Spielphilosophie ersichtlich ist, dass ich hoffe, dass SL nicht alle 10 Minuten die Spielphilosophie und die Taktik ändern lässt und meint, damit den Gegner aus dem Konzept zu bringen...

:)
Klar, er verhält sich manchmal wie ein Idiot an der Seitenlinie (nicht nur er). Aber staucht er die Spieler wirklich auch zusammen im Training?

Er hat im Spiel gegen Lausanne die Wechsel zur Pause, unter anderem damit begründet, dass die Positionen nicht eingehalten wurden.

Junge neue Spieler wechselst du nicht zur Pause wenn sie nicht gerade einen riesen Mist spielen. Deshalb ist das unverständlich und führt wohl genau zu dem Standfussball und zum Fakt, dass jegliche Überraschungsmomente oder Kreativität im Keim erstickt werden. Siehe auch Shaq. Nur noch ein Schatten seit SL da ist.
Bei jungen Talenten geradezu fatal. Da getraut sich keiner mehr was zu machen. Also hält man die Position..sonst werde ich zur Pause schon ausgewechselt...
Aber irgendwie leider logisch. SL wurde in Italien gross und taktisch geschult. Jetztvauch Trainerdiplom da. Dazu in der Abwehr als Spieler Verdankt seine Karriere hauptsächlich grossem Fleiss und Einsatz und wohl "Position halten". Für die Geniestreiche, Kreativität und mit Talent gesegnetem Goldfuss Ueberraschungspass waren andere zuständig. Alkes ok und gut so..aber als Trainer musst du den Genies und Strassenfussballern im ZM und Sturm Freiheiten lassen..sie so motivieren, dass sie mit Spass und Freude bei der Sache sind. Kann er das?

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elb_47
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Re: Stephan Lichtsteiner

Beitrag von elb_47 »

Zeno hat geschrieben: 05.08.2026, 10:30
Aficionado hat geschrieben: 05.08.2026, 09:23
FaChBetreuer hat geschrieben: 05.08.2026, 08:12

Das würde ich nicht als Konkurrenzkampf sehen oder betiteln. Das wäre dann der Ansatz "Ich mache lieber weniger falsch als mein Konkurrent" und das ist verheerend. Aber ansonsten sehe ich die Situation auch so. Wir spielen enorm viel "Standfussball", eben weil jeder in seinem Bereich ist, steht und bleibt. Ich erinnere mich gut an meine Junioren-C Zeit. Damals hat uns der Trainer in der Kabine immer gesagt "Und das Wichtigste: Haltet eure Positionen" - an genau das erinnert mich das Gekicke im Joggeli.
Mir ist auch aufgefallen, dass Pässe praktisch nie in den Raum VOR dem Spieler gespielt werden und der anlaufende Spieler immer abbremsen muss, was uns jegliche Chance auf eine Überzahl nimmt. Da hege ich schon den Verdacht, dass im Training nur Pässe auf genau den Mann an seiner Position gespielt werden.
Zudem ist Angst immer der schlechteste Ratgeber. Dann spielt man logischerweise völlig verkrampft und, wie schon erwähnt, man versucht einfach nichts falsch zu machen. Was dabei rauskommt sehen wir beim FCB. Und das kann durchaus von SL verursacht worden sein, wenn er die Spieler zusammenstaucht und bestraft. - Nicht falsch verstehen, zusammenstauchen ist völlig OK, es kommt aber darauf an wie man es macht und was man dem Spieler mitgibt.

Meine Gedanken waren noch, da auch für mich keine Spielphilosophie ersichtlich ist, dass ich hoffe, dass SL nicht alle 10 Minuten die Spielphilosophie und die Taktik ändern lässt und meint, damit den Gegner aus dem Konzept zu bringen...

:)
Klar, er verhält sich manchmal wie ein Idiot an der Seitenlinie (nicht nur er). Aber staucht er die Spieler wirklich auch zusammen im Training?

Er hat im Spiel gegen Lausanne die Wechsel zur Pause, unter anderem damit begründet, dass die Positionen nicht eingehalten wurden.

Junge neue Spieler wechselst du nicht zur Pause wenn sie nicht gerade einen riesen Mist spielen. Deshalb ist das unverständlich und führt wohl genau zu dem Standfussball und zum Fakt, dass jegliche Überraschungsmomente oder Kreativität im Keim erstickt werden. Siehe auch Shaq. Nur noch ein Schatten seit SL da ist.
Bei jungen Talenten geradezu fatal. Da getraut sich keiner mehr was zu machen. Also hält man die Position..sonst werde ich zur Pause schon ausgewechselt...
Aber irgendwie leider logisch. SL wurde in Italien gross und taktisch geschult. Jetztvauch Trainerdiplom da. Dazu in der Abwehr als Spieler Verdankt seine Karriere hauptsächlich grossem Fleiss und Einsatz und wohl "Position halten". Für die Geniestreiche, Kreativität und mit Talent gesegnetem Goldfuss Ueberraschungspass waren andere zuständig. Alkes ok und gut so..aber als Trainer musst du den Genies und Strassenfussballern im ZM und Sturm Freiheiten lassen..sie so motivieren, dass sie mit Spass und Freude bei der Sache sind. Kann er das?
Ich bin anderer Meinung. Sehe es durchaus auch als Problem, junge Spieler in der Halbzeit auszuwechseln. Das hat auch Magnin schon oft gemacht und ich sehe das ähnlich wie du. Dass die Spieler auf dem Platz viele Freiheiten brauchen, wage ich aber zu bezweifeln. Sie brauchen vor allem Klarheit, was sie machen sollen. Das hatten wir bei Celestini eindeutig gesehen. Wenn die Spieler in der Offensive einfach "drauf los spielen" sollen, geht das nur, wenn sie sich bereits kennen & harmonieren. Bei einer zusammengewürfelten Mannschaft wie unserer ist das fatal, und das sieht man auch jetzt gerade. Lichtsteiner hat vorne nämlich keine klare Strategie.
 

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