Krankenkassen..

Der Rest...
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Re: Krankenkassen..

Beitrag von Aficionado »

Costanzo Girl hat geschrieben: 30.09.2026, 14:52 Und dann gibt es noch Produkte, die in den letzten 20 Jahren günstiger wurden:

zB
Unterhaltungselektronik
(Flug-)Reisen
Kommunikation
Fahrzeuge
usw

Aha. Also ich kriege weniger e-Auto als Verbrenner für die gleiche Summe. Vor 10 Jahren waren e-Autos noch kein grosses Thema. Heute kaufst du aber ein e-Auto. Ja, hat mit Inflation nix zu tun aber trotzdem. Autos wurden teurer aus technologischen Gründen. Ja, du sparst zwar Spritkosten aber bis du den Mehrpreis für E-Antrieb amortisiert hast, kannst du oft tanken. Kann man sich mit KI bequem ausrechnen lassen.

Die Zeiten, in denen du vor 20 Jahren für 40 CHF nach London fliegen konntest, sind doch aber vorbei?

Unterhaltungselektronik.
Alle 10 Jahre ein neuer TV und alle 6 Jahre ein neues Handy. Compi alle 10 Jahre. Schenkt nicht ein. Peanuts.

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Aficionado
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Re: Krankenkassen..

Beitrag von Aficionado »

Ergänzung (
Sonst kommt der Kurtinator noch und gibt mir saures.) :)


Ja, auf die letzten 5 Jahre betrachtet sind e-Autos billiger geworden.

Beispiel Renault Clio

Verbrenner: 19900 Euro
E-Tech: 24200

Bei Kleinwagen ist der Unterschied jedoch kleiner.

PS:
In vielen europ. Städten kommst du mit älteren Benzinern und Dieselfahrzeugen nicht mehr ins Zentrum (Schutzzonen). Kann beim Campieren mühsam werden (Registrierung erforderlich).

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Tsunami
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Re: Krankenkassen..

Beitrag von Tsunami »

Aficionado hat geschrieben: 30.09.2026, 14:27
Tsunami hat geschrieben: 30.09.2026, 13:23
Aficionado hat geschrieben: 30.09.2026, 08:59

:D
Gibst nicht locker.

Ich bezahle keine Miete. Habe es trotzdem aufgelistet. Weil die Miete essenziell ist und man nicht auf prix Garantie unsteigen kann. Ja, die Mieten werden berücksichtigt. Beim Essen kannst du am meisten sparen, indem du halt öfter auf Fleisch verzichtest.
Den Zahnarzt und sonstige Dienstleistungen kanndt du nicht streichen. Und die die kein Auto haben, haben meistens ein GA. Schau doch mal die Kosten fürs GA die letzte Dekade an. Das wollte ich dir aufzeigen.
Es geht auch um jene, die knapp über dem Einkommen für Prämienverbilligung liegen.
Bei vielen Gütern die für die Berechnung der Inflation verwendet werden, kannst du ausweichen. Lebensmittel kaufst du halt in D bei tiefem Einkommen.
In der Berechnung des Teuerungsindex sind die Miete, der ÖV, die Energiekosten, das Auto miteinberechnet. Ja eigentlich fast alles, ausser der KK, was du ja auch schon in deinem ersten Post dazu schriebst. Aber alle anderen von dir gelisteten Kosten sind im Index abgebildet ("Anwälte" lasse ich jetzt mal aussen vor :eek: ). 

Auch ich habe das Gefühl, die Teuerung mache 5% und nicht 0.2% aus. Auch mein Reallohn ist nicht um 1.6% gestiegen.
Die Teuerung berücksichtigt das Sparen nicht sondern vergleicht die Preise aus dem Vorjahr mit dem Aktuellen.

Aber trotzdem gilt die offizielle Teuerung im 2025 von 0.2% und die Reallohnerhöhung von 1.6%. Das schleckt nun mal keine Geiss weg.

Was genau ist denn an der Berechnung der Teuerung ein Witz, nebst der KK-Prämie? Kennst du denn die genaue Zusammensetzung des Teuerungsindexes? 

Noch einmal. Ich behaupte nicht, dass die Teuerung falsch berechnet wurde.
Aber wie sie berechnet wird, daran störe ich mich, auch wenn ich die Formel nicht kenne.
Wie stark wird was gewichtet?
Miete bezahlst du monatlich. Kannst mir doch nicht erzählen, dass die Mieten, die monatlich wohl nebst KK-Prämien am meisten einschenken, nur um 0.8 % stiegen ggü. Vorjahr. Die Nebenkosten stiegen bestimmt um weit mehr als diese 0.8%. Auch die KK, die massiv belastet, stieg massiv höher als um 0.8%. Vielleicht ist die Salami nur um 0.4% gestiegen aber diese wird wohl gleich stark gewichtet wie die KK-Prämie und die Mieten.

Aber okay, dank dir werde ich mich mit der Berechnung der Inflationsrate etwas näher befassen. Gar nicht 'mal so uninteressant das Thema. :)
Mieten, ja. Diese werden auch im Inflationsindex stark gewichtet, nämlich ca. 21 - 22 %. Würdest du denn diese Kosten noch höher gewichten?
Und übrigens: Ja, auch der Salami wird im Index mit abgebildet unter der Unterkategorie "Fleisch und Fleischwaren / Wurstwarenwohl".

Übrigens: Viel Spass beim Studium der Inflationsrate. Da sind nämlich über 100'000 Produkte mit drin  :D .

Aber nochmals, ja, auch ich:
- habe das Gefühl, die Inflation deutlich sei höher als sie angegeben wird.
- finde, dass die KK-Prämie in den Warenkorb gehört (egal wie jetzt die Begründung des Bundes aussieht, weshalb diese nicht rein gehören)

... um hier doch noch Gemeinsamkeiten zu haben ;) .
 

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Aficionado
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Re: Krankenkassen..

Beitrag von Aficionado »

Tsunami hat geschrieben: 30.09.2026, 16:10
Aficionado hat geschrieben: 30.09.2026, 14:27
Tsunami hat geschrieben: 30.09.2026, 13:23
In der Berechnung des Teuerungsindex sind die Miete, der ÖV, die Energiekosten, das Auto miteinberechnet. Ja eigentlich fast alles, ausser der KK, was du ja auch schon in deinem ersten Post dazu schriebst. Aber alle anderen von dir gelisteten Kosten sind im Index abgebildet ("Anwälte" lasse ich jetzt mal aussen vor :eek: ). 

Auch ich habe das Gefühl, die Teuerung mache 5% und nicht 0.2% aus. Auch mein Reallohn ist nicht um 1.6% gestiegen.
Die Teuerung berücksichtigt das Sparen nicht sondern vergleicht die Preise aus dem Vorjahr mit dem Aktuellen.

Aber trotzdem gilt die offizielle Teuerung im 2025 von 0.2% und die Reallohnerhöhung von 1.6%. Das schleckt nun mal keine Geiss weg.

Was genau ist denn an der Berechnung der Teuerung ein Witz, nebst der KK-Prämie? Kennst du denn die genaue Zusammensetzung des Teuerungsindexes? 

Noch einmal. Ich behaupte nicht, dass die Teuerung falsch berechnet wurde.
Aber wie sie berechnet wird, daran störe ich mich, auch wenn ich die Formel nicht kenne.
Wie stark wird was gewichtet?
Miete bezahlst du monatlich. Kannst mir doch nicht erzählen, dass die Mieten, die monatlich wohl nebst KK-Prämien am meisten einschenken, nur um 0.8 % stiegen ggü. Vorjahr. Die Nebenkosten stiegen bestimmt um weit mehr als diese 0.8%. Auch die KK, die massiv belastet, stieg massiv höher als um 0.8%. Vielleicht ist die Salami nur um 0.4% gestiegen aber diese wird wohl gleich stark gewichtet wie die KK-Prämie und die Mieten.

Aber okay, dank dir werde ich mich mit der Berechnung der Inflationsrate etwas näher befassen. Gar nicht 'mal so uninteressant das Thema. :)
Mieten, ja. Diese werden auch im Inflationsindex stark gewichtet, nämlich ca. 21 - 22 %. Würdest du denn diese Kosten noch höher gewichten?
Und übrigens: Ja, auch der Salami wird im Index mit abgebildet unter der Unterkategorie "Fleisch und Fleischwaren / Wurstwarenwohl".

Übrigens: Viel Spass beim Studium der Inflationsrate. Da sind nämlich über 100'000 Produkte mit drin  :D .

Aber nochmals, ja, auch ich:
- habe das Gefühl, die Inflation deutlich sei höher als sie angegeben wird.
- finde, dass die KK-Prämie in den Warenkorb gehört (egal wie jetzt die Begründung des Bundes aussieht, weshalb diese nicht rein gehören)

... um hier doch noch Gemeinsamkeiten zu haben ;) .
 


Immerhin. :)

Und die 100`000 Produkte verwässern doch den Teuerungsindex, auch wenn Lebensmittel und Krempel tiefer gewichtet werden?

Ich muss die Rechnung nicht durchführen mit allen Produkten aber zumindest die Berechnung verstehen. Wie wird die Miete, der Zahnarzt, die Energiekosten, alles was richtig schmerzt, gewichtet? Und ob wesentliche Kostentreiber überhaupt berücksichtigt werden.

PS: Ja, kann es geben, dass man 'mal einen Anwalt oder Notar braucht. Nicht aus Gründen die du wahrscheinlich vermutest.

MrDomez
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Re: Krankenkassen..

Beitrag von MrDomez »

medizinischer fortschritt, leute werden immer wie älter, zu viele alte leute...

alles ausser medizinische grundversorung sagen wir mal ab pensionsalter +18 einstellen

90+ muss man ja wirklich nicht werden

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Käppelijoch
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Re: Krankenkassen..

Beitrag von Käppelijoch »

MrDomez hat geschrieben: 01.10.2026, 06:19 medizinischer fortschritt, leute werden immer wie älter, zu viele alte leute...

alles ausser medizinische grundversorung sagen wir mal ab pensionsalter +18 einstellen

90+ muss man ja wirklich nicht werden
Als nächstes verlangst du auch noch, dass alle Krebsbehandlungen nicht mehr bezahlt werden sollen, bei denen die Heilungschancen unter 60% liegen.

Sorry, aber solch eine Einstellung finde ich das Letzte. 
 

MrDomez
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Re: Krankenkassen..

Beitrag von MrDomez »

Käppelijoch hat geschrieben: 01.10.2026, 07:13
MrDomez hat geschrieben: 01.10.2026, 06:19 medizinischer fortschritt, leute werden immer wie älter, zu viele alte leute...

alles ausser medizinische grundversorung sagen wir mal ab pensionsalter +18 einstellen

90+ muss man ja wirklich nicht werden
Als nächstes verlangst du auch noch, dass alle Krebsbehandlungen nicht mehr bezahlt werden sollen, bei denen die Heilungschancen unter 60% liegen.

Sorry, aber solch eine Einstellung finde ich das Letzte. 

nö natürlich nicht, aber so ab 90+ muss es ja echt nicht mehr sein

leukämie und so in jungen jahren, anderes thema 

Elduderinho86
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Re: Krankenkassen..

Beitrag von Elduderinho86 »

Unrecht hat er nicht.
Wer selber genug lange bei einer KK gearbeitet hat weiss genau, es geht nicht ums gesund werden. Es geht darum den Patienten so lange wie möglich aus zu nehmen.
Gesunde bringen kein Geld. Tote bringen kein Geld. Patienten bringen Geld.

Und ja, da hatte ich genug viele Jahre bei diversen KK's tiefen Einblick und genug oft die Bestätigung aus erster Hand erhalten.
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MrDomez
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Re: Krankenkassen..

Beitrag von MrDomez »

die leute (in diesem fall meine beiden grosseltern) hatten ein gegönntes leben

sind gegen 90ig und beide nur noch da dank unterstützung, im altenheim und/oder via spitex, demenz und so, haben kein plan von irgednwas (abstimmen dürfen sie dennoch?)

kann man gerne helfen, wenn möglich

aber die allgemeinheit für immer mehr solcher fälle immer mehr zur kasse zu bitten finde ich moralisch falsch

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Pro Sportchef bim FCB
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Re: Krankenkassen..

Beitrag von Pro Sportchef bim FCB »

Elduderinho86 hat geschrieben: 01.10.2026, 08:01 Unrecht hat er nicht.
Wer selber genug lange bei einer KK gearbeitet hat weiss genau, es geht nicht ums gesund werden. Es geht darum den Patienten so lange wie möglich aus zu nehmen.
Gesunde bringen kein Geld. Tote bringen kein Geld. Patienten bringen Geld.

Und ja, da hatte ich genug viele Jahre bei diversen KK's tiefen Einblick und genug oft die Bestätigung aus erster Hand erhalten.
Kannst du etwas ausführen? Welchen Einfluss hat die KK darauf? Die Grundversicherungs-KK?

Aussagen wie "Gesunde bringen kein Geld. Tote bringen kein Geld. Patienten bringen Geld." sehe ich sehr kritisch. Damit unterstellst du quasi den Ärztinnen und Ärzten, sie würden die Patienten bewusst krank behalten und nicht heilen wollen. Ich bin ziemlich sicher die grosse Mehrheit der Ärzte wäre froh die hätten mehr Gesunde, weniger Patienten und damit weniger Stress, weniger Arbeitszeit.

Prävention (=gesund bleiben) kann ausserdem jeder selbst betreiben, das ist nicht Aufgabe der KK oder Ärzte. Die Massnahmen dazu sind bekannt, könnten von der Politik noch etwas mehr gefördert werden, aber da ist ja kein Wille da.

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Basilou
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Re: Krankenkassen..

Beitrag von Basilou »

Käppelijoch hat geschrieben: 01.10.2026, 07:13
MrDomez hat geschrieben: 01.10.2026, 06:19 medizinischer fortschritt, leute werden immer wie älter, zu viele alte leute...

alles ausser medizinische grundversorung sagen wir mal ab pensionsalter +18 einstellen

90+ muss man ja wirklich nicht werden
Als nächstes verlangst du auch noch, dass alle Krebsbehandlungen nicht mehr bezahlt werden sollen, bei denen die Heilungschancen unter 60% liegen.

Sorry, aber solch eine Einstellung finde ich das Letzte. 
 
Ebenfalls sorry, aber MrDomez spricht hier einen sehr wichtigen Punkt an. Der medizinische Fortschritt ist natürlich schön für die Patienten, aber halt unbestritten auch einer der Treiber der Gesundheitskosten. Irgendwann wird fast alles behandelbar sein, die Frage ist nur zu welchem Preis. Was nichts anderes heisst, als dass wir uns eher früher als später zwangsläufig mit den entsprechenden ethischen Fragen beschäftigen müssen, denen wir im Moment noch ausweichen.

Ich hab vor einiger Zeit mal eine ziemlich eindrückliche Zahl gehört. Weiss leider nicht mehr genau ob ich sie richtig in Erinnerung habe, aber zumindest im Sinne von: 50% der Gesundheitskosten, die ein Mensch in seinem Leben verursacht, entstehen im letzten Lebensjahr. Was ja (überspitzt formuliert) heissen würde, dass wir die Gesundheitskosten (und damit die KK-Prämien) halbieren könnten, wenn man dafür ein Jahr der Lebenserwartung opfert. Im Moment findet diese Diskussion noch nicht statt. Ein mehrfach kranker 92-Jähriger wird noch behandelt und kann damit noch 93 werden, denn wenn noch nicht alle medizinischen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, können die Ärzte ihn ja nicht einfach sterben lassen. Und dass diese Behandlungen vielleicht ein paar Hunderttausend Franken kosten, wird halt in Kauf genommen, weil das zahlt ja die Krankenkasse (also Du und ich). So lange der mediznische Fortschritt weitergeht, wird sich diese Problematik zuspitzen, bis wir an dem Punkt sind, an dem wir einen 105-Jährigen für 1 Mio. noch 105½ werden lassen können. Und so unmoralisch es auch klingt, wird dann der Punkt erreicht sein, an dem wir sagen müssen, diese Lebensverlängerung ist nicht mehr finanzierbar.

MrDomez hat geschrieben: 01.10.2026, 06:1990+ muss man ja wirklich nicht werden
Na ja, ich würde schon gern 90 werden ;) (3 meiner 4 Grosseltern sind auch schon um die 90 geworden). Aber nur wenn ich noch einigermassen fit bin, nicht wenn ich mit 70 schon ein Pflegefall bin. Ich denke das ist der entscheidende Punkt, nicht das absolute Alter.

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Re: Krankenkassen..

Beitrag von Aficionado »

Basilou hat geschrieben: 01.10.2026, 15:04
Käppelijoch hat geschrieben: 01.10.2026, 07:13
MrDomez hat geschrieben: 01.10.2026, 06:19 medizinischer fortschritt, leute werden immer wie älter, zu viele alte leute...

alles ausser medizinische grundversorung sagen wir mal ab pensionsalter +18 einstellen

90+ muss man ja wirklich nicht werden
Als nächstes verlangst du auch noch, dass alle Krebsbehandlungen nicht mehr bezahlt werden sollen, bei denen die Heilungschancen unter 60% liegen.

Sorry, aber solch eine Einstellung finde ich das Letzte. 
 
Ebenfalls sorry, aber MrDomez spricht hier einen sehr wichtigen Punkt an. Der medizinische Fortschritt ist natürlich schön für die Patienten, aber halt unbestritten auch einer der Treiber der Gesundheitskosten. Irgendwann wird fast alles behandelbar sein, die Frage ist nur zu welchem Preis. Was nichts anderes heisst, als dass wir uns eher früher als später zwangsläufig mit den entsprechenden ethischen Fragen beschäftigen müssen, denen wir im Moment noch ausweichen.

Ich hab vor einiger Zeit mal eine ziemlich eindrückliche Zahl gehört. Weiss leider nicht mehr genau ob ich sie richtig in Erinnerung habe, aber zumindest im Sinne von: 50% der Gesundheitskosten, die ein Mensch in seinem Leben verursacht, entstehen im letzten Lebensjahr. Was ja (überspitzt formuliert) heissen würde, dass wir die Gesundheitskosten (und damit die KK-Prämien) halbieren könnten, wenn man dafür ein Jahr der Lebenserwartung opfert. Im Moment findet diese Diskussion noch nicht statt. Ein mehrfach kranker 92-Jähriger wird noch behandelt und kann damit noch 93 werden, denn wenn noch nicht alle medizinischen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, können die Ärzte ihn ja nicht einfach sterben lassen. Und dass diese Behandlungen vielleicht ein paar Hunderttausend Franken kosten, wird halt in Kauf genommen, weil das zahlt ja die Krankenkasse (also Du und ich). So lange der mediznische Fortschritt weitergeht, wird sich diese Problematik zuspitzen, bis wir an dem Punkt sind, an dem wir einen 105-Jährigen für 1 Mio. noch 105½ werden lassen können. Und so unmoralisch es auch klingt, wird dann der Punkt erreicht sein, an dem wir sagen müssen, diese Lebensverlängerung ist nicht mehr finanzierbar.

MrDomez hat geschrieben: 01.10.2026, 06:1990+ muss man ja wirklich nicht werden
Na ja, ich würde schon gern 90 werden ;) (3 meiner 4 Grosseltern sind auch schon um die 90 geworden). Aber nur wenn ich noch einigermassen fit bin, nicht wenn ich mit 70 schon ein Pflegefall bin. Ich denke das ist der entscheidende Punkt, nicht das absolute Alter.

Absolut.
Ich sehe es gleich wie du. Auch beim Rest deines Beitrages.

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Pro Sportchef bim FCB
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Re: Krankenkassen..

Beitrag von Pro Sportchef bim FCB »

Basilou hat geschrieben: 01.10.2026, 15:04 Ich hab vor einiger Zeit mal eine ziemlich eindrückliche Zahl gehört. Weiss leider nicht mehr genau ob ich sie richtig in Erinnerung habe, aber zumindest im Sinne von: 50% der Gesundheitskosten, die ein Mensch in seinem Leben verursacht, entstehen im letzten Lebensjahr. Was ja (überspitzt formuliert) heissen würde, dass wir die Gesundheitskosten (und damit die KK-Prämien) halbieren könnten, wenn man dafür ein Jahr der Lebenserwartung opfert. Im Moment findet diese Diskussion noch nicht statt. Ein mehrfach kranker 92-Jähriger wird noch behandelt und kann damit noch 93 werden, denn wenn noch nicht alle medizinischen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, können die Ärzte ihn ja nicht einfach sterben lassen. Und dass diese Behandlungen vielleicht ein paar Hunderttausend Franken kosten, wird halt in Kauf genommen, weil das zahlt ja die Krankenkasse (also Du und ich). So lange der mediznische Fortschritt weitergeht, wird sich diese Problematik zuspitzen, bis wir an dem Punkt sind, an dem wir einen 105-Jährigen für 1 Mio. noch 105½ werden lassen können. Und so unmoralisch es auch klingt, wird dann der Punkt erreicht sein, an dem wir sagen müssen, diese Lebensverlängerung ist nicht mehr finanzierbar.
Hm, ich weiss ja nicht. Woher weisst du denn vor einer medizinischen Behandlung, ob jetzt das letzte Lebensjahr zu laufen beginnt? Das kann doch kein Arzt im Voraus abschätzen?! Wie entscheidest du dann, welchem Menschen du noch eine Behandlung gibst und welchem nicht? Kann ja sein, dass er nach der teuren Behandlung noch 5 Jahre lebt, dann lagst du falsch mit dem umgehen der Kosten des letzten Lebensjahres.

Ausserdem bleibt das letzte Lebensjahr das letzte Lebensjahr. Egal ob mit 60, 70 oder 90. Wir reden ja nicht von einem konkreten Lebensjahr, nicht ab 90 steigen die Kosten. Sondern im letzten Lebensjahr, egal wann es ist.

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Re: Krankenkassen..

Beitrag von Elduderinho86 »

Pro Sportchef bim FCB hat geschrieben: 01.10.2026, 13:25
Elduderinho86 hat geschrieben: 01.10.2026, 08:01 Unrecht hat er nicht.
Wer selber genug lange bei einer KK gearbeitet hat weiss genau, es geht nicht ums gesund werden. Es geht darum den Patienten so lange wie möglich aus zu nehmen.
Gesunde bringen kein Geld. Tote bringen kein Geld. Patienten bringen Geld.

Und ja, da hatte ich genug viele Jahre bei diversen KK's tiefen Einblick und genug oft die Bestätigung aus erster Hand erhalten.
Kannst du etwas ausführen? Welchen Einfluss hat die KK darauf? Die Grundversicherungs-KK?

Aussagen wie "Gesunde bringen kein Geld. Tote bringen kein Geld. Patienten bringen Geld." sehe ich sehr kritisch. Damit unterstellst du quasi den Ärztinnen und Ärzten, sie würden die Patienten bewusst krank behalten und nicht heilen wollen. Ich bin ziemlich sicher die grosse Mehrheit der Ärzte wäre froh die hätten mehr Gesunde, weniger Patienten und damit weniger Stress, weniger Arbeitszeit.

Prävention (=gesund bleiben) kann ausserdem jeder selbst betreiben, das ist nicht Aufgabe der KK oder Ärzte. Die Massnahmen dazu sind bekannt, könnten von der Politik noch etwas mehr gefördert werden, aber da ist ja kein Wille da.

Ich denke da weniger an die Ärzte, eher an die Kassen selber und da kommt dann auch die Politik ins Spiel.
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Re: Krankenkassen..

Beitrag von Pro Sportchef bim FCB »

Elduderinho86 hat geschrieben: 01.10.2026, 16:46
Pro Sportchef bim FCB hat geschrieben: 01.10.2026, 13:25
Elduderinho86 hat geschrieben: 01.10.2026, 08:01 Unrecht hat er nicht.
Wer selber genug lange bei einer KK gearbeitet hat weiss genau, es geht nicht ums gesund werden. Es geht darum den Patienten so lange wie möglich aus zu nehmen.
Gesunde bringen kein Geld. Tote bringen kein Geld. Patienten bringen Geld.

Und ja, da hatte ich genug viele Jahre bei diversen KK's tiefen Einblick und genug oft die Bestätigung aus erster Hand erhalten.
Kannst du etwas ausführen? Welchen Einfluss hat die KK darauf? Die Grundversicherungs-KK?

Aussagen wie "Gesunde bringen kein Geld. Tote bringen kein Geld. Patienten bringen Geld." sehe ich sehr kritisch. Damit unterstellst du quasi den Ärztinnen und Ärzten, sie würden die Patienten bewusst krank behalten und nicht heilen wollen. Ich bin ziemlich sicher die grosse Mehrheit der Ärzte wäre froh die hätten mehr Gesunde, weniger Patienten und damit weniger Stress, weniger Arbeitszeit.

Prävention (=gesund bleiben) kann ausserdem jeder selbst betreiben, das ist nicht Aufgabe der KK oder Ärzte. Die Massnahmen dazu sind bekannt, könnten von der Politik noch etwas mehr gefördert werden, aber da ist ja kein Wille da.

Ich denke da weniger an die Ärzte, eher an die Kassen selber und da kommt dann auch die Politik ins Spiel.
Schlussendlich sind es doch aber die Ärzte, die Kontakt haben mit den Patienten.

Von daher verstehe ich immer noch nicht, auf was du hinaus willst ;) Ich verstehe nicht, welchen Hebel die KKs hier angeblich haben und nutzen.

Ich würde jetzt behaupten, es sind andere Lobbies die politisch Einfluss nehmen und uns krank machen. Zucker, Rauchen, Alkohol, Fleisch, Erdöl, Autos, um ein paar Stichworte zu nennen. Und natürlich rennt da die Politik dem Geld nach und nicht unserer Gesundheit. Aber da schweife ich wohl ab.

Selbstverständlich sehe ich, wie KKs lobbyieren und ein möglichst grosses Stück vom Kuchen haben wollen. Aber wie sie Einfluss nehmen um uns möglichst krank zu behalten, das sehe ich nicht. Deshalb die Nachfrage ;)

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Re: Krankenkassen..

Beitrag von Costanzo Girl »

Nicht krank, sondern am "Leben" zu halten

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Re: Krankenkassen..

Beitrag von Costanzo Girl »


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Re: Krankenkassen..

Beitrag von Pro Sportchef bim FCB »

Es ist noch viel schlimmer als vor ein paar Tagen gepostet mit unserer Ernährung:

https://link.springer.com/article/10.11 ... 26-00306-6

Wir essen also 8,5 Mal so viel Fleisch wie empfohlen / gesund ist. 3,5 Mal so viel Milchprodukte wie empfohlen / gesund.
Und bei den Hülsenfrüchten essen wir 1/25stel der Empfehlung. Dabei wären Ballaststoffe am wichtigsten zur Darmkrebsverhinderung (wo ja die Zahlen geradezu explodieren)

Tja. Kein Wunder steigen die Kosten dann halt auch.

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Re: Krankenkassen..

Beitrag von Basler Beobachter »

Pro Sportchef bim FCB hat geschrieben: 08.10.2026, 00:54 Es ist noch viel schlimmer als vor ein paar Tagen gepostet mit unserer Ernährung:

https://link.springer.com/article/10.11 ... 26-00306-6

Wir essen also 8,5 Mal so viel Fleisch wie empfohlen / gesund ist. 3,5 Mal so viel Milchprodukte wie empfohlen / gesund.
Und bei den Hülsenfrüchten essen wir 1/25stel der Empfehlung.
Und du? Gehörst du auch zu dieser Sorte Esser? 

PS: Um deine Gegenfrage vorbeugend zu beantworten: 
Ich esse weniger als 5 % Fleisch als es der Durchschnitt tut.
Ich esse etwa durchschnittlich viele Milchprodukte
Ich trinke zu viel Cola
Ich trinke geschätzt 10 % so viel Alkohol wie der Durchschnitt
Ich trinke jeden Tag 2 Liter Wasser ohne
Bei Hülsenfrüchten komme ich nicht an die Empfehlung heran, esse aber sicher deutlich mehr als die 1/25 der Empfehlung
Ich jogge und betreibe Krafttraining

Als mein Hausarzt pensioniert wurde ging ich Jahre danach wieder mal in die Nachfolger-Praxis. Der Arzt keine Freude an mir, weil ich in den ersten Jahren seines Werkens in dieser Praxis nie erschienen bin. Ich hatte den Eindruck, er hatte deshalb keine Freude, weil ich ihm nicht rentabel genug bin.

So, das wäre mein Beitrag zu meinem Anteil an den Prämien der Krankenkassen. 
 

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Re: Krankenkassen..

Beitrag von Aficionado »

Basler Beobachter hat geschrieben: 08.10.2026, 06:51
Pro Sportchef bim FCB hat geschrieben: 08.10.2026, 00:54 Es ist noch viel schlimmer als vor ein paar Tagen gepostet mit unserer Ernährung:

https://link.springer.com/article/10.11 ... 26-00306-6

Wir essen also 8,5 Mal so viel Fleisch wie empfohlen / gesund ist. 3,5 Mal so viel Milchprodukte wie empfohlen / gesund.
Und bei den Hülsenfrüchten essen wir 1/25stel der Empfehlung.
Und du? Gehörst du auch zu dieser Sorte Esser? 

PS: Um deine Gegenfrage vorbeugend zu beantworten: 
Ich esse weniger als 5 % Fleisch als es der Durchschnitt tut.
Ich esse etwa durchschnittlich viele Milchprodukte
Ich trinke zu viel Cola
Ich trinke geschätzt 10 % so viel Alkohol wie der Durchschnitt
Ich trinke jeden Tag 2 Liter Wasser ohne
Bei Hülsenfrüchten komme ich nicht an die Empfehlung heran, esse aber sicher deutlich mehr als die 1/25 der Empfehlung
Ich jogge und betreibe Krafttraining

Als mein Hausarzt pensioniert wurde ging ich Jahre danach wieder mal in die Nachfolger-Praxis. Der Arzt keine Freude an mir, weil ich in den ersten Jahren seines Werkens in dieser Praxis nie erschienen bin. Ich hatte den Eindruck, er hatte deshalb keine Freude, weil ich ihm nicht rentabel genug bin.

So, das wäre mein Beitrag zu meinem Anteil an den Prämien der Krankenkassen. 
 

Sag deinem Erbgut 'mal dankeschön!

Betrachtet man Todesfälle aufgrund innerer Ursachen (intrinsische Mortalität), liegt die Vererblichkeit bei über 50%.

Quelle: Max Planck Institut

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Re: Krankenkassen..

Beitrag von SubComandante »

Basler Beobachter hat geschrieben: 08.10.2026, 06:51 Und du? Gehörst du auch zu dieser Sorte Esser? 

PS: Um deine Gegenfrage vorbeugend zu beantworten: 
Ich esse weniger als 5 % Fleisch als es der Durchschnitt tut.
Ich esse etwa durchschnittlich viele Milchprodukte
Ich trinke zu viel Cola
Ich trinke geschätzt 10 % so viel Alkohol wie der Durchschnitt
Ich trinke jeden Tag 2 Liter Wasser ohne
Bei Hülsenfrüchten komme ich nicht an die Empfehlung heran, esse aber sicher deutlich mehr als die 1/25 der Empfehlung
Ich jogge und betreibe Krafttraining

Als mein Hausarzt pensioniert wurde ging ich Jahre danach wieder mal in die Nachfolger-Praxis. Der Arzt keine Freude an mir, weil ich in den ersten Jahren seines Werkens in dieser Praxis nie erschienen bin. Ich hatte den Eindruck, er hatte deshalb keine Freude, weil ich ihm nicht rentabel genug bin.

So, das wäre mein Beitrag zu meinem Anteil an den Prämien der Krankenkassen. 
Ernährung ist das eine. Täglich genügend Schlaf - das allerwichtigste überhaupt. Nicht zu viel Stress. Möglichst keine Arschlöcher rundherum. Ausserhalb der Arbeit aktiv Dinge gestalten. Ob man im Tennisclub oder zuhause am Klavier hockt, egal. Etwas, was über Tiktok-Doomscrolling hinausgeht und Zufrieden macht.

Esse etwa gleich viel Fleisch wie Du. Ich kippe schon mal ein paar Bier - jedem sein Laster. Wasser 2-3 lt am Tag.

Am Ende des Tages funktioniert jeder Mensch völlig anders. Anderer Stoffwechsel, anders angeordnete Neuronen oberhalb des Halses.

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Pro Sportchef bim FCB
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Re: Krankenkassen..

Beitrag von Pro Sportchef bim FCB »

Vielleicht als Ergänzung: Es muss nun nicht jeder und jede sein Verhalten erklären und rechtfertigen. Ich sehe das eher gesamtgesellschaftlich. Es halten sich einfach viele (in gewissen Dingen eine Minderheit, in gewissen eine Mehrheit) teilweise deutlich nicht an die Empfehlungen für einen gesunden Lebensstil mit den entsprechenden Krankheiten und Kosten. Diese Kosten trägt dann aber die Allgemeinheit.

Man schätzte mal, dass die Hälfte der Gesundheitskosten wegen vermeidbaren Erkrankungen anfallen, eben wegen dem Lebensstil. Stellt euch das mal vor: Anstatt jedes Jahr 5% hoch würde die Prämie mal 50% heruntergehen und dann nur noch halb so stark steigen.

Wichtig auch: Nur weil jetzt jemand 8 Mal soviel Fleisch isst wie empfohlen, wird er nicht automatisch krank. Ja, es gibt auch die 90 jährigen, gesunden Kettenraucher. Es geht um erhöhtes Risiko, welches sich über verschiedene Dinge auch summiert und dann halt auf die gesamte Gesellschaft einen Impact hat.

Bevor jetzt auch der Vorwurf von Vegan-Zwang und Bevormundung kommt: Nein, ich möchte niemandem das Fleisch wegnehmen. Jede und jeder soll selbst bestimmen, was sie essen. Aber wenn man die gesunde Empfehlung um das 8-fache überschreitet und dann die Kosten für einen ungesunden Lebensstil an die Allgemeinheit überträgt, haben wir ein gesellschaftliches Problem. Selbstverantwortung funktioniert offenbar wieder mal nicht. Oh Wunder.

Kosten auf die Allgemeinheit übertragen ist noch ein gutes Stichwort, was ich aus einem Bericht der Herzstiftung habe: Offenbar ist Luftverschmutzung gar die grösste Ursache für Herz- und Kreislauferkrankungen. Was da auch gar nicht so geläufig ist: die Schweizer Landluft ist gar nicht so gut, zumindest wenn es um die schädlichen Partikel geht. Gar schlechter als der Smog in Peking. Wegen, tada, Überdüngung der Landwirtschaft. Nebst dem Feinstaub vom Verkehr. Also schön zweimal die Kosten von den Verursachern ohne Beteiligung auf die Allgemeinheit (Krankenversicherung) übertragen.

Fazit: Möchte man die Gesundheitskosten wirklich massiv senken, braucht es einen besseren Lebensstil der Bevölkerung und höhere Anforderungen an Umweltschutz. Keine Einheitskasse oder sonstige unwirksame Pflästerli.

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Basilou
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Re: Krankenkassen..

Beitrag von Basilou »

Pro Sportchef bim FCB hat geschrieben: 08.10.2026, 16:38Fazit: Möchte man die Gesundheitskosten wirklich massiv senken, braucht es einen besseren Lebensstil der Bevölkerung und höhere Anforderungen an Umweltschutz.
Völlig korrekt. Das Problem ist nur: Mit "man sollte" erreicht man keine Veränderung. Weder im einen ("man sollte weniger Fleisch und Schoggi und Chips, sondern mehr Gemüse essen") noch im anderen Fall ("man sollte weniger Auto fahrn und fliegen, sondern mehr Velo und Zug fahren"). Veränderung passiert nur, wenn sie sich lohnt. Und da bin ich einfach der Meinung dass es nicht sein darf, dass Junkfood günstiger ist als Bio-Gemüse, und fliegen oftmals günstiger als Zug fahren. Wenn das Volk zu Lasten der Allgemeinheit unvernünftig ist, müsste der Staat eingreifen. Muss ja nicht zwingend mit Verboten sein, aber z.B. die Idee einer Zuckersteuer finde ich unter diesem Aspekt nicht so falsch.

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