Quo vadis FC Basel? Ein düsterer Ausblick auf nächste Saison

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Mariastein
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Re: Quo vadis FC Basel? Ein düsterer Ausblick auf nächste Saison

Beitrag von Mariastein »

Kurtinator hat geschrieben: 22.09.2026, 15:33
numeläse hat geschrieben: 21.09.2026, 18:41 Der Beitrag von @Teigaff bringt auf den Punkt, was für jeden Fussballklub der absolute Super-GAU ist: Nicht die Wut der Fans ist das Gefährlichste, sondern die schleichende Gleichgültigkeit. Wenn langjährige Stadiongänger nach Jahrzehnten nicht mehr fluchen, sondern einfach stumm nach Hause gehen oder sich überlegen, lieber an die Birs zu sitzen, dann brennt die Hütte lichterloh. Wut zeigt noch Leidenschaft. Gleichgültigkeit ist der langsame Tod einer Fankultur.

Hesch du denn s Gfühl unseri Fankultur liggt im Stärbe? :rolleyes: 

Ja, ja träum ruhig weiter! Früher kam von der Kurve Gift und Galle, niemand getraute sich davor dem Max zu machen! Und heute kommt jeder nach einem Goal vor die Kurve und lacht die Kurve aus! Und was macht die Kurve? Sie trällern munter Oh rot und blau weiter…Unfassbar! Und was ihr jetzt alle schreibt: Es ist mir Scheissegal, Danke!

Zeno
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Re: Quo vadis FC Basel? Ein düsterer Ausblick auf nächste Saison

Beitrag von Zeno »

numeläse hat geschrieben: 21.09.2026, 18:41 Der Beitrag von @Teigaff bringt auf den Punkt, was für jeden Fussballklub der absolute Super-GAU ist: Nicht die Wut der Fans ist das Gefährlichste, sondern die schleichende Gleichgültigkeit. Wenn langjährige Stadiongänger nach Jahrzehnten nicht mehr fluchen, sondern einfach stumm nach Hause gehen oder sich überlegen, lieber an die Birs zu sitzen, dann brennt die Hütte lichterloh. Wut zeigt noch Leidenschaft. Gleichgültigkeit ist der langsame Tod einer Fankultur.

Genau in die Richtung geht es leider...ertappe mich ab und zu selbst dabei. Wobei Niederlagen mich noch immer Nerven. Gleichgültig ist ev etwas harte Bezeichnung...aber DD muss sich definitiv was einfallen lassen. Und nein, keine Bravo Style Heftli od Podcast od weiss der Geier was..auf dem Platz MUSS es schleunigst rocken. Sonst nimmt das Beschriebene Szenario definitiv Überhand und dann hat DD ein Riesenproblem.

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Kurtinator
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Re: Quo vadis FC Basel? Ein düsterer Ausblick auf nächste Saison

Beitrag von Kurtinator »

Mariastein hat geschrieben: 22.09.2026, 22:06
Kurtinator hat geschrieben: 22.09.2026, 15:33
numeläse hat geschrieben: 21.09.2026, 18:41 Der Beitrag von @Teigaff bringt auf den Punkt, was für jeden Fussballklub der absolute Super-GAU ist: Nicht die Wut der Fans ist das Gefährlichste, sondern die schleichende Gleichgültigkeit. Wenn langjährige Stadiongänger nach Jahrzehnten nicht mehr fluchen, sondern einfach stumm nach Hause gehen oder sich überlegen, lieber an die Birs zu sitzen, dann brennt die Hütte lichterloh. Wut zeigt noch Leidenschaft. Gleichgültigkeit ist der langsame Tod einer Fankultur.

Hesch du denn s Gfühl unseri Fankultur liggt im Stärbe? :rolleyes: 

Ja, ja träum ruhig weiter! Früher kam von der Kurve Gift und Galle, niemand getraute sich davor dem Max zu machen! Und heute kommt jeder nach einem Goal vor die Kurve und lacht die Kurve aus! Und was macht die Kurve? Sie trällern munter Oh rot und blau weiter…Unfassbar! Und was ihr jetzt alle schreibt: Es ist mir Scheissegal, Danke!

Das isch nid mini Frog gsi.

Und ich bi lang gnueg drby um mir e ziemli guets Bild z mache was unseri Fankultur ahgoht.
Falcão hat geschrieben: "Tradition ist nicht die Anbetung von Asche, es ist die Weitergabe des Feuers!"

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Schambbediss
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Re: Quo vadis FC Basel? Ein düsterer Ausblick auf nächste Saison

Beitrag von Schambbediss »

Kurtinator hat geschrieben: 22.09.2026, 22:56
Mariastein hat geschrieben: 22.09.2026, 22:06
Kurtinator hat geschrieben: 22.09.2026, 15:33

Hesch du denn s Gfühl unseri Fankultur liggt im Stärbe? :rolleyes: 

Ja, ja träum ruhig weiter! Früher kam von der Kurve Gift und Galle, niemand getraute sich davor dem Max zu machen! Und heute kommt jeder nach einem Goal vor die Kurve und lacht die Kurve aus! Und was macht die Kurve? Sie trällern munter Oh rot und blau weiter…Unfassbar! Und was ihr jetzt alle schreibt: Es ist mir Scheissegal, Danke!

Das isch nid mini Frog gsi.

Und ich bi lang gnueg drby um mir e ziemli guets Bild z mache was unseri Fankultur ahgoht.

I dängg är maint: d'kurve muess wieder gfürchteter wärde... asozialer... meh drägg!
Wenn me am singe isch und dr gegner het e eggball vor dr kurve denn muess halt mol kurz s'lied unterbroche wärde und e pfiff- und buuhkonzärt cho wo sich gwäsche het!
Wenn e gegner vor dr kurve bim goaljubel chunnt dr max go mache denn mien bächer fliege und lüt am haag rüttle und zwar eso, dass sich die vrpisse vo dödd... halt wilder als es jetzt isch. Au wenn unseri über mehreri mätch e schissdrägg zämmeschutte... ruhig mol die millionäre wüsse (seh und höre) loh was me vo so uffdritt haltet.
Aber ebe, denn chömme wieder gegefroge wie: "jo und was söll das positivs bringe?"
I glaub amigs gohts aifach au drum sine emotione freye lauf z'loh... will anderi möglichkaite hesch als fan halt nid wirklig als das.
Immer nur so nid-laischtige aifach mit dr fuscht im sagg (wenn die überhaupt vorhande isch) hiiz'näh isch halt scho bitz... "soft". :confused:

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Kurtinator
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Re: Quo vadis FC Basel? Ein düsterer Ausblick auf nächste Saison

Beitrag von Kurtinator »

Schambbediss hat geschrieben: 22.09.2026, 23:47
Kurtinator hat geschrieben: 22.09.2026, 22:56
Mariastein hat geschrieben: 22.09.2026, 22:06

Ja, ja träum ruhig weiter! Früher kam von der Kurve Gift und Galle, niemand getraute sich davor dem Max zu machen! Und heute kommt jeder nach einem Goal vor die Kurve und lacht die Kurve aus! Und was macht die Kurve? Sie trällern munter Oh rot und blau weiter…Unfassbar! Und was ihr jetzt alle schreibt: Es ist mir Scheissegal, Danke!

Das isch nid mini Frog gsi.

Und ich bi lang gnueg drby um mir e ziemli guets Bild z mache was unseri Fankultur ahgoht.

I dängg är maint: d'kurve muess wieder gfürchteter wärde... asozialer... meh drägg!
Wenn me am singe isch und dr gegner het e eggball vor dr kurve denn muess halt mol kurz s'lied unterbroche wärde und e pfiff- und buuhkonzärt cho wo sich gwäsche het!
Wenn e gegner vor dr kurve bim goaljubel chunnt dr max go mache denn mien bächer fliege und lüt am haag rüttle und zwar eso, dass sich die vrpisse vo dödd... halt wilder als es jetzt isch. Au wenn unseri über mehreri mätch e schissdrägg zämmeschutte... ruhig mol die millionäre wüsse (seh und höre) loh was me vo so uffdritt haltet.
Aber ebe, denn chömme wieder gegefroge wie: "jo und was söll das positivs bringe?"
I glaub amigs gohts aifach au drum sine emotione freye lauf z'loh... will anderi möglichkaite hesch als fan halt nid wirklig als das.
Immer nur so nid-laischtige aifach mit dr fuscht im sagg (wenn die überhaupt vorhande isch) hiiz'näh isch halt scho bitz... "soft". :confused:
Ha`s scho vrstande uff was är hett welle use. Trotzdäm beantwortets mini Frog nid. Fankultur isch so viel meh als "asi" z due wenn dr Gegner e Eckball hett oder mir e Scheiss schutte. 
 
Falcão hat geschrieben: "Tradition ist nicht die Anbetung von Asche, es ist die Weitergabe des Feuers!"

SissachC6
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Re: Quo vadis FC Basel? Ein düsterer Ausblick auf nächste Saison

Beitrag von SissachC6 »

Kurtinator hat geschrieben: 23.09.2026, 06:50
Schambbediss hat geschrieben: 22.09.2026, 23:47
Kurtinator hat geschrieben: 22.09.2026, 22:56

Das isch nid mini Frog gsi.

Und ich bi lang gnueg drby um mir e ziemli guets Bild z mache was unseri Fankultur ahgoht.

I dängg är maint: d'kurve muess wieder gfürchteter wärde... asozialer... meh drägg!
Wenn me am singe isch und dr gegner het e eggball vor dr kurve denn muess halt mol kurz s'lied unterbroche wärde und e pfiff- und buuhkonzärt cho wo sich gwäsche het!
Wenn e gegner vor dr kurve bim goaljubel chunnt dr max go mache denn mien bächer fliege und lüt am haag rüttle und zwar eso, dass sich die vrpisse vo dödd... halt wilder als es jetzt isch. Au wenn unseri über mehreri mätch e schissdrägg zämmeschutte... ruhig mol die millionäre wüsse (seh und höre) loh was me vo so uffdritt haltet.
Aber ebe, denn chömme wieder gegefroge wie: "jo und was söll das positivs bringe?"
I glaub amigs gohts aifach au drum sine emotione freye lauf z'loh... will anderi möglichkaite hesch als fan halt nid wirklig als das.
Immer nur so nid-laischtige aifach mit dr fuscht im sagg (wenn die überhaupt vorhande isch) hiiz'näh isch halt scho bitz... "soft". :confused:
Ha`s scho vrstande uff was är hett welle use. Trotzdäm beantwortets mini Frog nid. Fankultur isch so viel meh als "asi" z due wenn dr Gegner e Eckball hett oder mir e Scheiss schutte. 


Natürlich isch Fankultur viel mehr als Asi syy. 
Aber im eigene Stadion de Gegner s fürchte lerne und dr eigene mannschaft füür unterem arsch z mache, ghört genau so dr zue. 

Usswärtsfahrer
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Re: Quo vadis FC Basel? Ein düsterer Ausblick auf nächste Saison

Beitrag von Usswärtsfahrer »

Ja, die Kurve ist aktuell das Problem :o

Versteh diese Boomer-Argumente auch nur begrenzt. Gerade auswärts ist da ordentlich Lautstärke in letzter Zeit, z.B. Sanches in Bern oder Di Giusto in Luzern haben bei ihren Eckbällen ordentlich ihr Fett abgekriegt. Und wenn die Kurve die Mannschaft auspfeift und wegschickt nach dem Match, sollte das schon ein Signal sein. Aber hört man wohl alles nicht am TV oder wenn man schon vor Schlusspfiff aus dem Stadion geht.

Felipe
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Re: Quo vadis FC Basel? Ein düsterer Ausblick auf nächste Saison

Beitrag von Felipe »

Jetzt müsst ihr stark sein - Böni wechselt zum FCB:

https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 74457.html

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Goldust
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Re: Quo vadis FC Basel? Ein düsterer Ausblick auf nächste Saison

Beitrag von Goldust »

Kurtinator hat geschrieben: 23.09.2026, 06:50
Schambbediss hat geschrieben: 22.09.2026, 23:47
Kurtinator hat geschrieben: 22.09.2026, 22:56

Das isch nid mini Frog gsi.

Und ich bi lang gnueg drby um mir e ziemli guets Bild z mache was unseri Fankultur ahgoht.

I dängg är maint: d'kurve muess wieder gfürchteter wärde... asozialer... meh drägg!
Wenn me am singe isch und dr gegner het e eggball vor dr kurve denn muess halt mol kurz s'lied unterbroche wärde und e pfiff- und buuhkonzärt cho wo sich gwäsche het!
Wenn e gegner vor dr kurve bim goaljubel chunnt dr max go mache denn mien bächer fliege und lüt am haag rüttle und zwar eso, dass sich die vrpisse vo dödd... halt wilder als es jetzt isch. Au wenn unseri über mehreri mätch e schissdrägg zämmeschutte... ruhig mol die millionäre wüsse (seh und höre) loh was me vo so uffdritt haltet.
Aber ebe, denn chömme wieder gegefroge wie: "jo und was söll das positivs bringe?"
I glaub amigs gohts aifach au drum sine emotione freye lauf z'loh... will anderi möglichkaite hesch als fan halt nid wirklig als das.
Immer nur so nid-laischtige aifach mit dr fuscht im sagg (wenn die überhaupt vorhande isch) hiiz'näh isch halt scho bitz... "soft". :confused:
Ha`s scho vrstande uff was är hett welle use. Trotzdäm beantwortets mini Frog nid. Fankultur isch so viel meh als "asi" z due wenn dr Gegner e Eckball hett oder mir e Scheiss schutte. 


do stimmi völlig zue. i glaub, me verwäggslet do fankultur mit stimmig im stadion. i glaub, fankultur in basel isch schwizwiit unerreicht. gseht me au jetzt wider mit dr rotblaue gass. oder au dr saal, mit soviel kultur, diskussione, konzärt, fahnedäg... was me do anebringt, findi SENSATIONELL! 

d stimmig im stadion isch nur e teil vo dr fankultur. aber do hani scho au dr idrugg, es isch scho giftiger gsi. gege gülle isch scho sehr, sehr wenig ko. kei gift, kei galle, kei passion. stuur s liedguet abeträllere und tschüss. 

Fcb foreve
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Re: Quo vadis FC Basel? Ein düsterer Ausblick auf nächste Saison

Beitrag von Fcb foreve »

Find ich persönlich jetzt nicht so schlecht, hat David Degen meistens daselbe vorgeworfen wie das forum hier.




Felipe hat geschrieben: 23.09.2026, 13:12 Jetzt müsst ihr stark sein - Böni wechselt zum FCB:

https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 74457.html

tutti
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Re: Quo vadis FC Basel? Ein düsterer Ausblick auf nächste Saison

Beitrag von tutti »

Fcb foreve hat geschrieben: 23.09.2026, 14:02 Find ich persönlich jetzt nicht so schlecht, hat David Degen meistens daselbe vorgeworfen wie das forum hier.


 
Felipe hat geschrieben: 23.09.2026, 13:12 Jetzt müsst ihr stark sein - Böni wechselt zum FCB:

https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 74457.html
Ja, jetzt ist Böni auf der "anderen" Seite, nicht mehr in der Zeitung oder im Fernsehen am kritisieren, jetzt wird er kritisiert, wenn etwas nicht läuft oder muss sich damit aus einander setzen... mal schauen wie das wird... 
Und vielleicht war er schon immer ein FCB-Fan (und durfte es ja nicht zeigen) und nun endlich ist er bei seinem Herzens Verein...  ;) :D

 

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imoht_1893
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Re: Quo vadis FC Basel? Ein düsterer Ausblick auf nächste Saison

Beitrag von imoht_1893 »

Was denkt ihr wie viel wird ein Böni verdienen bei uns? Das werden doch sicherlich um die 300k sein? Dieses Geld hätte man viel lieber in den Lohn von Dome oder einem Trainer gesteckt.

Unser FCB macht einfach keine Freude mehr.

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Schambbediss
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Re: Quo vadis FC Basel? Ein düsterer Ausblick auf nächste Saison

Beitrag von Schambbediss »

imoht_1893 hat geschrieben: 24.09.2026, 16:50 Was denkt ihr wie viel wird ein Böni verdienen bei uns? Das werden doch sicherlich um die 300k sein? Dieses Geld hätte man viel lieber in den Lohn von Dome oder einem Trainer gesteckt.

Unser FCB macht einfach keine Freude mehr.

KI meint, dass er bei BLUE SPORT um die 150'000.- bis 200'000.-/Jahr verdient haben könnte.

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Leowin
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Re: Quo vadis FC Basel? Ein düsterer Ausblick auf nächste Saison

Beitrag von Leowin »

Schambbediss hat geschrieben: 24.09.2026, 17:00
imoht_1893 hat geschrieben: 24.09.2026, 16:50 Was denkt ihr wie viel wird ein Böni verdienen bei uns? Das werden doch sicherlich um die 300k sein? Dieses Geld hätte man viel lieber in den Lohn von Dome oder einem Trainer gesteckt.

Unser FCB macht einfach keine Freude mehr.

KI meint, dass er bei BLUE SPORT um die 150'000.- bis 200'000.-/Jahr verdient haben könnte.
Meine eigene Intelligenz meint es könnte auch mehr oder weniger gewesen sein.

Usswärtsfahrer
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Re: Quo vadis FC Basel? Ein düsterer Ausblick auf nächste Saison

Beitrag von Usswärtsfahrer »

imoht_1893 hat geschrieben: 24.09.2026, 16:50 Was denkt ihr wie viel wird ein Böni verdienen bei uns? Das werden doch sicherlich um die 300k sein? Dieses Geld hätte man viel lieber in den Lohn von Dome oder einem Trainer gesteckt.

Unser FCB macht einfach keine Freude mehr.

Auch wenn ich Böni für die falsche Besetzung halte: die offensichtliche Schaffung eines Kommunikation-Chefpostens erscheint mir richtig. Alleine die ganzen peinlichen Oneliner von Lichtsteiner dürfen so einer Abteilung nicht passieren: vielleicht mal in der Hitze des Gefechts nach einem Spiel, aber sicher niemals in abgedruckten Interviews ("diese Mannschaft ist nicht zum gewinnen gemacht" :o), die wohl sogar noch zum Gegenchecken vorab an den Verein geschickt werden.

Idealerweise werden gegen aussen kommunizierte Inhalte neu auch definiert und dann mit den exponierten Figuren wie Präsi, Sportchef und Trainer besprochen. Ob die sich daran halten oder nicht, ist gerade bei DD eine andere Sache. Aber immerhin würd das mal gemacht werden, ich bin überzeugt, aktuell überlässt man die einfach sich selbst, so wie die teils rüberkommen ("Ende August kommt ein zweiter Stürmer" :rolleyes: ). Und das kanns echt nicht sein in einem FC Basel.

Sprich: wenns so rauskommt, wie ich vermute, sind die 150k für diese Besetzung mE nicht am falschen Ort investiert.

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imoht_1893
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Re: Quo vadis FC Basel? Ein düsterer Ausblick auf nächste Saison

Beitrag von imoht_1893 »

Schambbediss hat geschrieben: 24.09.2026, 17:00
imoht_1893 hat geschrieben: 24.09.2026, 16:50 Was denkt ihr wie viel wird ein Böni verdienen bei uns? Das werden doch sicherlich um die 300k sein? Dieses Geld hätte man viel lieber in den Lohn von Dome oder einem Trainer gesteckt.

Unser FCB macht einfach keine Freude mehr.

KI meint, dass er bei BLUE SPORT um die 150'000.- bis 200'000.-/Jahr verdient haben könnte.

Also wen er bei Blue als Chefredaktor nur 150k verdient hat hat er sich ja komplett ausnutzen lassen.

numeläse
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Re: Quo vadis FC Basel? Ein düsterer Ausblick auf nächste Saison

Beitrag von numeläse »

@Kurtinator: Nein, die Basler Fankultur stirbt ganz sicher nicht. Was ihr abseits vom Rasen auf die Beine stellt mit den Choreos, der Rotblauen Gass oder den Diskussionen im Saal, sucht in der Schweiz nach wie vor seinesgleichen. Aber @Mariastein und @Goldust sprechen eine echte Wunde an: Die Giftigkeit im Joggeli ist spürbar abhandengekommen. Wenn das sture Runtersingen von Liedern wichtiger wird als dem Gegner bei gegnerischen Ecken die Hölle heisszumachen, verliert das Stadion seine alte Wucht.
Dass Degen jetzt mit Andreas Böni den Chefredaktor von Blue Sport als neuen Kommunikationschef und Managing Director holt, setzt der ganzen Szenerie die nächste Krone auf. Sportlich brennt die Hütte, aber man leistet sich einen medialen Hochkaräter für die PR-Schadensbegrenzung. Es mag sein, wie @Usswärtsfahrer schreibt, dass professionelle Medienarbeit beim FCB dringend nötig ist. Nur wird auch ein Böni am Ende nicht verhindern können, dass DD bei der nächsten Krise wieder unbedacht poltert. Ein teures Trostpflaster für ein Problem, das eigentlich auf dem Rasen gelöst werden müsste.

Lalo86
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Re: Quo vadis FC Basel? Ein düsterer Ausblick auf nächste Saison

Beitrag von Lalo86 »

numeläse hat geschrieben: 29.09.2026, 18:34 Die Giftigkeit im Joggeli ist spürbar abhandengekommen. Wenn das sture Runtersingen von Liedern wichtiger wird als dem Gegner bei gegnerischen Ecken die Hölle heisszumachen, verliert das Stadion seine alte Wucht.

Bin seit 95 im Joggeli und man merkt schon, dass die Kurve sich verändert hat, was aber auch nicht verwerflich ist.

Jetzt natürluch viel mehr weibliche Fans dabei und allgemein ist der Altersschnitt gesunken, so dünkt es mich. Das Merchandising ist auf einem anderen Level und die Kiddies möchten dazugehören und man kauft sich Shirts und Jacken. Das ist alles schön und gut, aber eben…der Fokus ist abhanden gekommen.

Früher waren die Lieder primitiver und einfacher, aber ich fand sie geil. Der Torwart wurde immer beleidigt, es wurde bei gegenerischem Ballbesitz gepfiffen. Die Leute hatten wahrscheinlich auch mehr Promille und wären für die aktuellen Lieder nicht geeignet.

Finde es einfach komisch, wenn man 1-2 hinten liegt und die Kurve schweigt oder singt „chum i zeig dr wos abgoht“…als ob man einfach beweisen möchte, dass man die besten Lieder hat und kreativ ist.

Leute, wir haben die beste Kurve in der CH und europäisch müssen wir uns nicht verstecken, aber das Joggeli ist seit Jahren keine Festung mehr. Auswärts immer top.

Trotzdem ein grosses Dankeschön an die harte Arbeit und den Einsatz für den FcB

Usswärtsfahrer
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Re: Quo vadis FC Basel? Ein düsterer Ausblick auf nächste Saison

Beitrag von Usswärtsfahrer »

numeläse hat geschrieben: 29.09.2026, 18:34 Die Giftigkeit im Joggeli ist spürbar abhandengekommen. Wenn das sture Runtersingen von Liedern wichtiger wird als dem Gegner bei gegnerischen Ecken die Hölle heisszumachen, verliert das Stadion seine alte Wucht.

Ich kann die Aussage nur zum Teil nachvollziehen. Ich seh den Punkt, dass die Lieder manchmal zu wenig spielbezogen daherkommen, das grosse Aber: spielt der tatsächliche Text für die Spieler eine Rolle, wie viele können tatsächlich Schweizerdeutsch. Ich vermisse aber auch das eine andere Lied tbh.

Den anderen Punkt kann ich aus meiner Warte schlecht beurteilen,einerseits ist bei uns auf dem Balkon bei Ecken o.ä. fast immer gut Lautstärke und meist auch sehr spielbezogen. Und andererseits vor allem auswärts gehts auch "inhaltlich" gut zur Sache, alleine schon nur bei den Aufstellungen der Heimteams oder bei Abstössen des gegnerischen Goalies. Auch immer in ordentlich Lautstärke und Mitmachquote. Bei Ecken auch, Sanches letztes Mal in Bern oder Di Giusto in Luzern haben da jedes Mal stark ihre Fett abbekommen. Und das ist eher die Regel als die Ausnahme. Von daher: klar ists anders als vor 20+ Jahren, aber jetzt hier so zu tun, als fahre die Kurve einen Schmusekurs am Matchverlauf vorbei, stimmt mE einfach nicht.

Mariastein
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Re: Quo vadis FC Basel? Ein düsterer Ausblick auf nächste Saison

Beitrag von Mariastein »

Usswärtsfahrer hat geschrieben: 29.09.2026, 21:32
numeläse hat geschrieben: 29.09.2026, 18:34 Die Giftigkeit im Joggeli ist spürbar abhandengekommen. Wenn das sture Runtersingen von Liedern wichtiger wird als dem Gegner bei gegnerischen Ecken die Hölle heisszumachen, verliert das Stadion seine alte Wucht.

Ich kann die Aussage nur zum Teil nachvollziehen. Ich seh den Punkt, dass die Lieder manchmal zu wenig spielbezogen daherkommen, das grosse Aber: spielt der tatsächliche Text für die Spieler eine Rolle, wie viele können tatsächlich Schweizerdeutsch. Ich vermisse aber auch das eine andere Lied tbh.

Den anderen Punkt kann ich aus meiner Warte schlecht beurteilen,einerseits ist bei uns auf dem Balkon bei Ecken o.ä. fast immer gut Lautstärke und meist auch sehr spielbezogen. Und andererseits vor allem auswärts gehts auch "inhaltlich" gut zur Sache, alleine schon nur bei den Aufstellungen der Heimteams oder bei Abstössen des gegnerischen Goalies. Auch immer in ordentlich Lautstärke und Mitmachquote. Bei Ecken auch, Sanches letztes Mal in Bern oder Di Giusto in Luzern haben da jedes Mal stark ihre Fett abbekommen. Und das ist eher die Regel als die Ausnahme. Von daher: klar ists anders als vor 20+ Jahren, aber jetzt hier so zu tun, als fahre die Kurve einen Schmusekurs am Matchverlauf vorbei, stimmt mE einfach nicht.

Man merkt, dass du die Kurve vor 20-30 Jahren nicht kennst!

Usswärtsfahrer
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Re: Quo vadis FC Basel? Ein düsterer Ausblick auf nächste Saison

Beitrag von Usswärtsfahrer »

Wie immer von dir toller Beitrag zur Diskussion :o

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Schambbediss
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Re: Quo vadis FC Basel? Ein düsterer Ausblick auf nächste Saison

Beitrag von Schambbediss »

Mariastein hat geschrieben: 29.09.2026, 21:38
Usswärtsfahrer hat geschrieben: 29.09.2026, 21:32
numeläse hat geschrieben: 29.09.2026, 18:34 Die Giftigkeit im Joggeli ist spürbar abhandengekommen. Wenn das sture Runtersingen von Liedern wichtiger wird als dem Gegner bei gegnerischen Ecken die Hölle heisszumachen, verliert das Stadion seine alte Wucht.

Ich kann die Aussage nur zum Teil nachvollziehen. Ich seh den Punkt, dass die Lieder manchmal zu wenig spielbezogen daherkommen, das grosse Aber: spielt der tatsächliche Text für die Spieler eine Rolle, wie viele können tatsächlich Schweizerdeutsch. Ich vermisse aber auch das eine andere Lied tbh.

Den anderen Punkt kann ich aus meiner Warte schlecht beurteilen,einerseits ist bei uns auf dem Balkon bei Ecken o.ä. fast immer gut Lautstärke und meist auch sehr spielbezogen. Und andererseits vor allem auswärts gehts auch "inhaltlich" gut zur Sache, alleine schon nur bei den Aufstellungen der Heimteams oder bei Abstössen des gegnerischen Goalies. Auch immer in ordentlich Lautstärke und Mitmachquote. Bei Ecken auch, Sanches letztes Mal in Bern oder Di Giusto in Luzern haben da jedes Mal stark ihre Fett abbekommen. Und das ist eher die Regel als die Ausnahme. Von daher: klar ists anders als vor 20+ Jahren, aber jetzt hier so zu tun, als fahre die Kurve einen Schmusekurs am Matchverlauf vorbei, stimmt mE einfach nicht.

Man merkt, dass du die Kurve vor 20-30 Jahren nicht kennst!

Schaut euch nur mal wieder den Szene Basel 1 DVD an. Das war schon noch wilder, asozialer und krawalliger als heute.

Tentakel
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Re: Quo vadis FC Basel? Ein düsterer Ausblick auf nächste Saison

Beitrag von Tentakel »

"WILLKOMMEN IN DER HÖLLE"  

Und fascht dr Haag abgrisse bi jedem Pfiff vom Schiri ^^
Die Beurteilung erfolgt regelkonform, beinhaltet jedoch eine subjektive Einschätzung

El Pibe - Valderrama
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Re: Quo vadis FC Basel? Ein düsterer Ausblick auf nächste Saison

Beitrag von El Pibe - Valderrama »

Schambbediss hat geschrieben: 29.09.2026, 22:46
Mariastein hat geschrieben: 29.09.2026, 21:38
Usswärtsfahrer hat geschrieben: 29.09.2026, 21:32

Ich kann die Aussage nur zum Teil nachvollziehen. Ich seh den Punkt, dass die Lieder manchmal zu wenig spielbezogen daherkommen, das grosse Aber: spielt der tatsächliche Text für die Spieler eine Rolle, wie viele können tatsächlich Schweizerdeutsch. Ich vermisse aber auch das eine andere Lied tbh.

Den anderen Punkt kann ich aus meiner Warte schlecht beurteilen,einerseits ist bei uns auf dem Balkon bei Ecken o.ä. fast immer gut Lautstärke und meist auch sehr spielbezogen. Und andererseits vor allem auswärts gehts auch "inhaltlich" gut zur Sache, alleine schon nur bei den Aufstellungen der Heimteams oder bei Abstössen des gegnerischen Goalies. Auch immer in ordentlich Lautstärke und Mitmachquote. Bei Ecken auch, Sanches letztes Mal in Bern oder Di Giusto in Luzern haben da jedes Mal stark ihre Fett abbekommen. Und das ist eher die Regel als die Ausnahme. Von daher: klar ists anders als vor 20+ Jahren, aber jetzt hier so zu tun, als fahre die Kurve einen Schmusekurs am Matchverlauf vorbei, stimmt mE einfach nicht.

Man merkt, dass du die Kurve vor 20-30 Jahren nicht kennst!

Schaut euch nur mal wieder den Szene Basel 1 DVD an. Das war schon noch wilder, asozialer und krawalliger als heute.

Das ist klar so. Das hat aber auch mit der aktuellen Generation im Allgemeinen zu tun, die gewissermassen durch Social Media diszipliniert wurde. Diese Generation lebt gesünder, achtet stärker darauf, auf der moralisch richtigen Seite zu stehen, und versucht, den Dingen einen tieferen Sinn zu geben. Und ja: Verglichen mit damals ist sie sicher deutlich braver – und wenn man gemein sein will, vielleicht auch langweiliger. Dafür ist sie deutlich besser in der breiten Bevölkerung akzeptiert.

Für die meisten der Kurve vor 20–30 Jahren war „FCB fahren“ dagegen ein aufregendes Abenteuer – weitgehend ohne grosse Polizeibegleitung und ohne Handykameras, die alles dokumentierten. Aus heutiger Sicht muss man allerdings auch sagen: Es war teilweise extrem asozial, und es ging durchaus darum, echte Rebellen zu sein und sich da ohne Konsequenzen auszuleben.

Was damals passiert ist, würde heute wochenlange Zeitungsberichte auslösen. Damals war es teilweise nicht einmal eine Randnotiz wert.

Da war beispielsweise ein plündernder Basler Mob, der ohne Polizeibegleitung durch die Zürcher Bahnhofstrasse zog und sich unter lauten „Shopping, Shopping“-Rufen völlig schamlos in Edelboutiquen bediente. Oder man zündete aus Langeweile in Zürcher Trams Pyros, bis ein Tram ausbrannte.

Nach Meisterschaftsgewinnen gab es übelste Souvenirjagden, bei denen ganze Stadien verwüstet wurden . Unmittelbar danach wurden aus Langeweile ganze Zugabteile demoliert und teilweise versucht, sie abzubrennen (Thun)

Bei Auswärtsfahrten suchte man sich mangels Gegnern teilweise einfach neue Gegner. Ausländische Banden etwa in Luzern oder Schaffhausen, Linksextreme – inklusive Schlachten rund um die Reithalle bzw Sturm der Reithalle in Bern oder Schlachten mit besetzten Häuser in Zürich –, Raver beim Streetparade-Spiel oder halt die Polizei in Zürich, deren Posten nahe dem Hauptbahnhof mit Pyros angegriffen wurde.

Und dann gab es die Auswärtsfahrten lange vor den Extrazügen, als man noch mit Cars unterwegs war. Irgendwann war niemand mehr bereit, solche Cars zur Verfügung zu stellen, weil die Zwischenfälle einfach zu gravierend waren. Dazu gehörten über das Mikrofon verbreitete Aufforderungen, Raststätten zu plündern – etwa La Gruyère –, die komplette Zerstörungswut gegenüber dem Inventar der Busse und Aufforderungen an die Busfahrer, sie „bitte, bitte in den Tod zu fahren“.

Und solches Zeug passierte einfach jedes Wochenende. Die ganz normalen Schlägereien mit gegnerischen Fans sind da noch gar nicht eingerechnet. Ebenso wenig die regelmässigen Pyros, die aufs Spielfeld flogen – etwa in Luzern – oder die gezielt in gegnerische Blöcke geschossenen Stylos, beispielsweise in Lugano, Mailand oder Turin.

In der Zeit der Regelzüge (vor Aufkommen der Extrazüge), flogen an jeder Haltestelle x Bierflaschen auf die wartenden Passagiere, ganz Kreative haben in Kondome uriniert nur um an Haltestellen Wasserbomben zu haben. Jede Frau die einigermassen aussah wurde als Nymphomanin besungen (eine kleine Nymphomanin…) oder man man wollte direkt von ihr den rektalen Verkehr (wir wollen den Analverkehr)

Auch bei den Fangesängen war die Hemmschwelle eine andere. St. Galler waren pauschal „inzuchtgeschädigt“ („Eure Eltern sind Geschwister“), Zürcher pauschal Junkies („Platzspitz-Kanacken“), und jeder gegnerische Spieler war mindestens ein Arschloch, wenn nicht gleich ein Hurensohn. „World Trade Center“ war ein Partylied, und von Luzern wollte man eine spezielle U-Bahn bauen.

Wenn man das alles mit dem heutigen Kurve vergleicht, muss man deshalb schon sagen: Die Kurve von damals war in vielerlei Hinsicht eine völlig andere Welt. Sie war wilder, unkontrollierter und deutlich konfrontativer – aber eben auch deutlich weniger gesellschaftlich akzeptiert. Vieles davon würde heute schlicht nicht mehr funktionieren, weil jede Aktion sofort gefilmt, geteilt und öffentlich diskutiert würde.

schnischnaschneider
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Re: Quo vadis FC Basel? Ein düsterer Ausblick auf nächste Saison

Beitrag von schnischnaschneider »

El Pibe - Valderrama hat geschrieben: 30.09.2026, 00:38 Vieles davon würde heute schlicht nicht mehr funktionieren, weil jede Aktion sofort gefilmt, geteilt und öffentlich diskutiert würde.

Das ist der mit Abstand wichtigste Punkt. Wenn du mit dem neusten iPhone im C5/6 hockst, kannst du mit Zoom locker scharfe Aufnahmen der Gesichter am Zaun machen. Die Konsequenz und Akzeptanz von „Handys aus dem Block“ ist eine Wohltat aber auch kein Allerheilmittel.
Das zieht sich durch viele Aspekte der Gesellschaft, dass aufgrund der omnipräsenten Kameras alles performativer wurde und „weniger echt“.
Kann man übrigens auch über die Torjubel sagen. Das ist doch kein Ausdruck von Freude, sondern reine Selbstdarstellung, wenn ich zum Kameramann renne um 3 Posen zu machen. Der Jubel von Rodriguez in der Nati gestern war wahre Freude. Gibt dann halt einfach kein tolles Bild für Insta. Gut so.

Usswärtsfahrer
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Re: Quo vadis FC Basel? Ein düsterer Ausblick auf nächste Saison

Beitrag von Usswärtsfahrer »

El Pibe - Valderrama hat geschrieben: 30.09.2026, 00:38 Vieles davon würde heute schlicht nicht mehr funktionieren, weil jede Aktion sofort gefilmt, geteilt und öffentlich diskutiert würde.

:thumbsup: danke für den Post, wesentlich besser als die ganzen peinlichen Boomerposts von wegen früher war besser weil krasser. Du bringst es exakt auf den Punkt.

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Kurtinator
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Re: Quo vadis FC Basel? Ein düsterer Ausblick auf nächste Saison

Beitrag von Kurtinator »

El Pibe - Valderrama hat geschrieben: 30.09.2026, 00:38
Danke für diesen differenzierenden Post. 
 
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Milos42
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Re: Quo vadis FC Basel? Ein düsterer Ausblick auf nächste Saison

Beitrag von Milos42 »

El Pibe - Valderrama hat geschrieben: 30.09.2026, 00:38
Schambbediss hat geschrieben: 29.09.2026, 22:46
Mariastein hat geschrieben: 29.09.2026, 21:38

Man merkt, dass du die Kurve vor 20-30 Jahren nicht kennst!

Schaut euch nur mal wieder den Szene Basel 1 DVD an. Das war schon noch wilder, asozialer und krawalliger als heute.

Das ist klar so. Das hat aber auch mit der aktuellen Generation im Allgemeinen zu tun, die gewissermassen durch Social Media diszipliniert wurde. Diese Generation lebt gesünder, achtet stärker darauf, auf der moralisch richtigen Seite zu stehen, und versucht, den Dingen einen tieferen Sinn zu geben. Und ja: Verglichen mit damals ist sie sicher deutlich braver – und wenn man gemein sein will, vielleicht auch langweiliger. Dafür ist sie deutlich besser in der breiten Bevölkerung akzeptiert.

Für die meisten der Kurve vor 20–30 Jahren war „FCB fahren“ dagegen ein aufregendes Abenteuer – weitgehend ohne grosse Polizeibegleitung und ohne Handykameras, die alles dokumentierten. Aus heutiger Sicht muss man allerdings auch sagen: Es war teilweise extrem asozial, und es ging durchaus darum, echte Rebellen zu sein und sich da ohne Konsequenzen auszuleben.

Was damals passiert ist, würde heute wochenlange Zeitungsberichte auslösen. Damals war es teilweise nicht einmal eine Randnotiz wert.

Da war beispielsweise ein plündernder Basler Mob, der ohne Polizeibegleitung durch die Zürcher Bahnhofstrasse zog und sich unter lauten „Shopping, Shopping“-Rufen völlig schamlos in Edelboutiquen bediente. Oder man zündete aus Langeweile in Zürcher Trams Pyros, bis ein Tram ausbrannte.

Nach Meisterschaftsgewinnen gab es übelste Souvenirjagden, bei denen ganze Stadien verwüstet wurden . Unmittelbar danach wurden aus Langeweile ganze Zugabteile demoliert und teilweise versucht, sie abzubrennen (Thun)

Bei Auswärtsfahrten suchte man sich mangels Gegnern teilweise einfach neue Gegner. Ausländische Banden etwa in Luzern oder Schaffhausen, Linksextreme – inklusive Schlachten rund um die Reithalle bzw Sturm der Reithalle in Bern oder Schlachten mit besetzten Häuser in Zürich –, Raver beim Streetparade-Spiel oder halt die Polizei in Zürich, deren Posten nahe dem Hauptbahnhof mit Pyros angegriffen wurde.

Und dann gab es die Auswärtsfahrten lange vor den Extrazügen, als man noch mit Cars unterwegs war. Irgendwann war niemand mehr bereit, solche Cars zur Verfügung zu stellen, weil die Zwischenfälle einfach zu gravierend waren. Dazu gehörten über das Mikrofon verbreitete Aufforderungen, Raststätten zu plündern – etwa La Gruyère –, die komplette Zerstörungswut gegenüber dem Inventar der Busse und Aufforderungen an die Busfahrer, sie „bitte, bitte in den Tod zu fahren“.

Und solches Zeug passierte einfach jedes Wochenende. Die ganz normalen Schlägereien mit gegnerischen Fans sind da noch gar nicht eingerechnet. Ebenso wenig die regelmässigen Pyros, die aufs Spielfeld flogen – etwa in Luzern – oder die gezielt in gegnerische Blöcke geschossenen Stylos, beispielsweise in Lugano, Mailand oder Turin.

In der Zeit der Regelzüge (vor Aufkommen der Extrazüge), flogen an jeder Haltestelle x Bierflaschen auf die wartenden Passagiere, ganz Kreative haben in Kondome uriniert nur um an Haltestellen Wasserbomben zu haben. Jede Frau die einigermassen aussah wurde als Nymphomanin besungen (eine kleine Nymphomanin…) oder man man wollte direkt von ihr den rektalen Verkehr (wir wollen den Analverkehr)

Auch bei den Fangesängen war die Hemmschwelle eine andere. St. Galler waren pauschal „inzuchtgeschädigt“ („Eure Eltern sind Geschwister“), Zürcher pauschal Junkies („Platzspitz-Kanacken“), und jeder gegnerische Spieler war mindestens ein Arschloch, wenn nicht gleich ein Hurensohn. „World Trade Center“ war ein Partylied, und von Luzern wollte man eine spezielle U-Bahn bauen.

Wenn man das alles mit dem heutigen Kurve vergleicht, muss man deshalb schon sagen: Die Kurve von damals war in vielerlei Hinsicht eine völlig andere Welt. Sie war wilder, unkontrollierter und deutlich konfrontativer – aber eben auch deutlich weniger gesellschaftlich akzeptiert. Vieles davon würde heute schlicht nicht mehr funktionieren, weil jede Aktion sofort gefilmt, geteilt und öffentlich diskutiert würde.

Ist das die gute alte Zeit von der alle hier drinnen immer sprechen?🫣

Costanzo Girl
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Re: Quo vadis FC Basel? Ein düsterer Ausblick auf nächste Saison

Beitrag von Costanzo Girl »

Ja, das war sie

Brunold81
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Re: Quo vadis FC Basel? Ein düsterer Ausblick auf nächste Saison

Beitrag von Brunold81 »

El Pibe - Valderrama hat geschrieben: 30.09.2026, 00:38
Schambbediss hat geschrieben: 29.09.2026, 22:46
Mariastein hat geschrieben: 29.09.2026, 21:38

Man merkt, dass du die Kurve vor 20-30 Jahren nicht kennst!

Schaut euch nur mal wieder den Szene Basel 1 DVD an. Das war schon noch wilder, asozialer und krawalliger als heute.

Das ist klar so. Das hat aber auch mit der aktuellen Generation im Allgemeinen zu tun, die gewissermassen durch Social Media diszipliniert wurde. Diese Generation lebt gesünder, achtet stärker darauf, auf der moralisch richtigen Seite zu stehen, und versucht, den Dingen einen tieferen Sinn zu geben. Und ja: Verglichen mit damals ist sie sicher deutlich braver – und wenn man gemein sein will, vielleicht auch langweiliger. Dafür ist sie deutlich besser in der breiten Bevölkerung akzeptiert.

Für die meisten der Kurve vor 20–30 Jahren war „FCB fahren“ dagegen ein aufregendes Abenteuer – weitgehend ohne grosse Polizeibegleitung und ohne Handykameras, die alles dokumentierten. Aus heutiger Sicht muss man allerdings auch sagen: Es war teilweise extrem asozial, und es ging durchaus darum, echte Rebellen zu sein und sich da ohne Konsequenzen auszuleben.

Was damals passiert ist, würde heute wochenlange Zeitungsberichte auslösen. Damals war es teilweise nicht einmal eine Randnotiz wert.

Da war beispielsweise ein plündernder Basler Mob, der ohne Polizeibegleitung durch die Zürcher Bahnhofstrasse zog und sich unter lauten „Shopping, Shopping“-Rufen völlig schamlos in Edelboutiquen bediente. Oder man zündete aus Langeweile in Zürcher Trams Pyros, bis ein Tram ausbrannte.

Nach Meisterschaftsgewinnen gab es übelste Souvenirjagden, bei denen ganze Stadien verwüstet wurden . Unmittelbar danach wurden aus Langeweile ganze Zugabteile demoliert und teilweise versucht, sie abzubrennen (Thun)

Bei Auswärtsfahrten suchte man sich mangels Gegnern teilweise einfach neue Gegner. Ausländische Banden etwa in Luzern oder Schaffhausen, Linksextreme – inklusive Schlachten rund um die Reithalle bzw Sturm der Reithalle in Bern oder Schlachten mit besetzten Häuser in Zürich –, Raver beim Streetparade-Spiel oder halt die Polizei in Zürich, deren Posten nahe dem Hauptbahnhof mit Pyros angegriffen wurde.

Und dann gab es die Auswärtsfahrten lange vor den Extrazügen, als man noch mit Cars unterwegs war. Irgendwann war niemand mehr bereit, solche Cars zur Verfügung zu stellen, weil die Zwischenfälle einfach zu gravierend waren. Dazu gehörten über das Mikrofon verbreitete Aufforderungen, Raststätten zu plündern – etwa La Gruyère –, die komplette Zerstörungswut gegenüber dem Inventar der Busse und Aufforderungen an die Busfahrer, sie „bitte, bitte in den Tod zu fahren“.

Und solches Zeug passierte einfach jedes Wochenende. Die ganz normalen Schlägereien mit gegnerischen Fans sind da noch gar nicht eingerechnet. Ebenso wenig die regelmässigen Pyros, die aufs Spielfeld flogen – etwa in Luzern – oder die gezielt in gegnerische Blöcke geschossenen Stylos, beispielsweise in Lugano, Mailand oder Turin.

In der Zeit der Regelzüge (vor Aufkommen der Extrazüge), flogen an jeder Haltestelle x Bierflaschen auf die wartenden Passagiere, ganz Kreative haben in Kondome uriniert nur um an Haltestellen Wasserbomben zu haben. Jede Frau die einigermassen aussah wurde als Nymphomanin besungen (eine kleine Nymphomanin…) oder man man wollte direkt von ihr den rektalen Verkehr (wir wollen den Analverkehr)

Auch bei den Fangesängen war die Hemmschwelle eine andere. St. Galler waren pauschal „inzuchtgeschädigt“ („Eure Eltern sind Geschwister“), Zürcher pauschal Junkies („Platzspitz-Kanacken“), und jeder gegnerische Spieler war mindestens ein Arschloch, wenn nicht gleich ein Hurensohn. „World Trade Center“ war ein Partylied, und von Luzern wollte man eine spezielle U-Bahn bauen.

Wenn man das alles mit dem heutigen Kurve vergleicht, muss man deshalb schon sagen: Die Kurve von damals war in vielerlei Hinsicht eine völlig andere Welt. Sie war wilder, unkontrollierter und deutlich konfrontativer – aber eben auch deutlich weniger gesellschaftlich akzeptiert. Vieles davon würde heute schlicht nicht mehr funktionieren, weil jede Aktion sofort gefilmt, geteilt und öffentlich diskutiert würde.

Was viele auch vergessen, ist, dass vor ca. 20 Jahren noch andere Menschen den Ton in der Kurve angaben. Die Kurve war nicht wirklich unpolitisch, wie jetzt, und ich würde mal behaupten, dass man jetzt eher mehr Leute drin hat, die eine höhere Bildung haben, was auch immer das heissen mag, oder auch grössere Angst, das ganze Leben, welches man sich aufgebaut hat, für kleine Delikte zu riskieren.

hier noch ein kleiner Bericht aus 2007
https://www.srf.ch/play/tv/10-vor-10/vi ... bb31d49b81

Etwa 10 Jahre später stimmte auf einer Auswärtsfahrt mal eine Gruppe das „U-Bahn Lied“ an und die wurden dann kurze Zeit später aus der Kurve, sagen wir mal, geworfen!

Heute fällt die Muttenzerkurve vermehrt mit brillanten Choreos auf, oder halt familienfreundliche Veranstaltungen, wie letztes Wochenende, bei welchen so ziemlich jede Person willkommen ist. Das dürfte natürlich nicht allen gefallen und man wünscht sich die Verhältnisse von früher zurück, aber obwohl es manchmal lustig war, ist es heute einfach nicht mehr wirklich möglich.

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