traurig aber wahr

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Taratonga
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Re: traurig aber wahr

Beitrag von Taratonga »

Somnium hat geschrieben: 08.06.2026, 11:29 Die „Schimpftirade“ gilt den strunzdummen Fussgängern, nicht der Rettung.

https://ibb.co/Jw4Df6JH (1/3)

Okay, håtte ich selber draufkormmem können😉

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Basilou
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Re: traurig aber wahr

Beitrag von Basilou »

Somnium hat geschrieben: 08.06.2026, 11:18 Für Fotos! Für fuckin Fotos!!!
Die Fotos sind ja letztlich nur Mittel zum Zweck. Eigentlich müsste es heissen "für eine kleine Dosis Aufmerksamkeit, ein paar Klicks und Likes auf Social Media". :mad:

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Taratonga
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Re: traurig aber wahr

Beitrag von Taratonga »

Und wieder trifft es die Ärmsten. 2 massive Erdbeben in Venezuela, wo man sowie nichts hat. Keine mediz. Versorgung, keine Logistik, keine Medikamente, nichts. Tragisch. Ärtze haben das Land eh alle verlassen, weil sir nicht fūr einen Monatslohn von 50!! Euro arbeiten wollen.

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footbâle
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Re: traurig aber wahr

Beitrag von footbâle »

Taratonga hat geschrieben: 25.06.2026, 12:06 Und wieder trifft es die Ärmsten. 2 massive Erdbeben in Venezuela, wo man sowie nichts hat. Keine mediz. Versorgung, keine Logistik, keine Medikamente, nichts. Tragisch. Ärtze haben das Land eh alle verlassen, weil sir nicht fūr einen Monatslohn von 50!! Euro arbeiten wollen.
Absolute Tragödie, was die Menschen dort erleben müssen. 
Man kann was tun: Medienmitteilung zur Nothilfe in Venezuela | SRK
Spenden dauert 3 Minuten und geht ganz einfach mit TWINT. Auch kleine Spenden helfen.

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Taratonga
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Re: traurig aber wahr

Beitrag von Taratonga »

Warum wird in sämtlichen Medien kaum berichtet, bzw informiert und wenn dann muss man runterscrollen und unter "Nachrichten aus aller Welt" kommt an 20. Stelle dann mal ein Artikel...

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Somnium
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Re: traurig aber wahr

Beitrag von Somnium »

@Taratonga

Ist auf der anderen Seite der Erde, andere Zeitzone und wenn alles zerstört…zuerst muss man sich da mal ein Bild machen, eine Gesamtschau quasi. Finde die Berichterstattung der Medien bis jetzt der Sitation angemessen.


SRF:

https://ibb.co/sJpLbNmY


TXT:

https://ibb.co/wrhT9KNc
https://ibb.co/bgK0rm74
https://ibb.co/gxZJvXT
https://ibb.co/wF6ZVjFR
https://ibb.co/cKpLNmbz


Spiegel:

https://ibb.co/pv1xbn1m
https://ibb.co/L2VDBC3
https://ibb.co/C5b2QhfM


BaZ:

https://ibb.co/DgRh4w2N


Die BaZ war übrigens als erstes mit der Meldung vom Beben am Start. Stunden vor SpOn, SRF, TXT und auch ORF!


ORF:

https://ibb.co/DgRh4w2N
„Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich bin Punk."

An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur die schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern. (Erich Kästner)

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Somnium
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Re: traurig aber wahr

Beitrag von Somnium »

Trump verspricht Hilfe…

https://ibb.co/9MRYXs9
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Re: traurig aber wahr

Beitrag von SubComandante »

Somnium hat geschrieben: 25.06.2026, 19:47 Trump verspricht Hilfe…

https://ibb.co/9MRYXs9
Er schickt ICE-Agenten für die öffentliche Sicherheit?

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Somnium
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Re: traurig aber wahr

Beitrag von Somnium »

Angebot und Nachfrage oder so…:

https://ibb.co/99CX5HHK
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Re: traurig aber wahr

Beitrag von BaslerBasilisk »

wie stösst man auf solche teletext nachrichten? Sucht man da gezielt danach?
 
#Erfolg isch nit alles im Läbe
#bi Sunneshiin und Räge

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Somnium
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Re: traurig aber wahr

Beitrag von Somnium »

Seiten 171-175 (Vermischtes) wenigstens einmal täglich durchswipen.

Quasi unerschöpfliches Schatzkästchen…:

https://ibb.co/Pvtg9Swj

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Somnium
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Re: traurig aber wahr

Beitrag von Somnium »

Venezuela: Gesundheitssystem ist kollabiert!

https://www.srf.ch/news/international/e ... usgeblutet (Abo-frei!)
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Re: traurig aber wahr

Beitrag von Taratonga »

Somnium hat geschrieben: 26.06.2026, 16:35 Venezuela: Gesundheitssystem ist kollabiert!

https://www.srf.ch/news/international/e ... usgeblutet (Abo-frei!)

30 Mio Einwohner und 4 funktionierende OP-Säle!! Das kann man sich gar nicht vorstellen...😪😪


Gemäss der offiziellen Statistik gibt es 221 Spitäler in Venezuela. In diesen sind maximal vier wirklich funktionsfähige Operationssäle vorhande

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Somnium
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Re: traurig aber wahr

Beitrag von Somnium »

Dann zu allem anderen „Stress“ auch noch sowas…

https://ibb.co/mVK6ZF0h (TXT)

Hab ich irgendwie Nulltoleranz für, liebe bedauernde SBB…
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Aficionado
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Re: traurig aber wahr

Beitrag von Aficionado »

Tja, Wasserkraft. Wen interessieren schon die Fische ausser den paar Anglern? Die haben eh keine Lobby.
Sollen doch alle Fische verrecken. Einfach keine Fischbesätze mehr. Bringt eh nichts.

Elduderinho86
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Re: traurig aber wahr

Beitrag von Elduderinho86 »

Aficionado hat geschrieben: 05.08.2026, 08:41 Tja, Wasserkraft. Wen interessieren schon die Fische ausser den paar Anglern? Die haben eh keine Lobby.
Sollen doch alle Fische verrecken. Einfach keine Fischbesätze mehr. Bringt eh nichts.

Das Thema wird in naher Zukunft noch ganz gross aufkommen, denn die Thematik hält der Bund noch so gut es geht von den Medien fern:

CSCS (Lugano): Das Centro Svizzero di Calcolo Scientifico nutzt das rund 6 °C kalte Wasser aus 45 Metern Tiefe des Luganersees zur direkten Kühlung des nationalen Supercomputers.

Rechenzentrum Stollen (Luzern): Dieses Rechenzentrum wird von der ewl energie wasser luzern betrieben und nutzt Seewasser aus dem Vierwaldstättersee zur Kühlung sowie die Server-Abwärme zum Heizen von umliegenden Gebäuden

Zürich / Genf: Verschiedene Betreiber nutzen Flusswasser (wie aus der Limmat oder der Rhone) oder Seewasser in Kombination mit Fernkältenetzen (wie CoolCity in Zürich), um die Recheninfrastruktur im Sommer mit «Free Cooling» zu kühlen.

Und was das genutzte Wasser, welches zurück in See oder Fluss gegeben wird, mit der Umwelt anstellt, muss man glaube ich auch niemanden erklären bzw. möchte man lieber noch niemandem erklären.

Anmerkung: das sind nur mal 4 Beispiele die bereits in der Schweiz aktiv sind. Es gibt noch mehr... 
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Aficionado
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Re: traurig aber wahr

Beitrag von Aficionado »

Fische sieht man halt i. d. R. nicht und es sind keine jööö-Tiere. Streicheln sollte man sie nicht.

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Bierathlet
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Re: traurig aber wahr

Beitrag von Bierathlet »

Elduderinho86 hat geschrieben: 05.08.2026, 08:54
Aficionado hat geschrieben: 05.08.2026, 08:41 Tja, Wasserkraft. Wen interessieren schon die Fische ausser den paar Anglern? Die haben eh keine Lobby.
Sollen doch alle Fische verrecken. Einfach keine Fischbesätze mehr. Bringt eh nichts.

Das Thema wird in naher Zukunft noch ganz gross aufkommen, denn die Thematik hält der Bund noch so gut es geht von den Medien fern:

CSCS (Lugano): Das Centro Svizzero di Calcolo Scientifico nutzt das rund 6 °C kalte Wasser aus 45 Metern Tiefe des Luganersees zur direkten Kühlung des nationalen Supercomputers.

Rechenzentrum Stollen (Luzern): Dieses Rechenzentrum wird von der ewl energie wasser luzern betrieben und nutzt Seewasser aus dem Vierwaldstättersee zur Kühlung sowie die Server-Abwärme zum Heizen von umliegenden Gebäuden

Zürich / Genf: Verschiedene Betreiber nutzen Flusswasser (wie aus der Limmat oder der Rhone) oder Seewasser in Kombination mit Fernkältenetzen (wie CoolCity in Zürich), um die Recheninfrastruktur im Sommer mit «Free Cooling» zu kühlen.

Und was das genutzte Wasser, welches zurück in See oder Fluss gegeben wird, mit der Umwelt anstellt, muss man glaube ich auch niemanden erklären bzw. möchte man lieber noch niemandem erklären.

Anmerkung: das sind nur mal 4 Beispiele die bereits in der Schweiz aktiv sind. Es gibt noch mehr... 

Wie genau hält der Bund die Thematik von den Medien fern?

In Basel wird der Rhein schon lange zur Kühlung eingesetzt, sofern die Flusstemperatur nicht bereits 25 Grad beträgt.

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Re: traurig aber wahr

Beitrag von Aficionado »

Du hast überall Wasserkraftwerke im Rhein der 1.Generation aber trotzdem wurde der Atlantische Lachs wiederangesiedelt. :rolleyes:

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Wasserturm
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Re: traurig aber wahr

Beitrag von Wasserturm »

Elduderinho86 hat geschrieben: 05.08.2026, 08:54
Aficionado hat geschrieben: 05.08.2026, 08:41 Tja, Wasserkraft. Wen interessieren schon die Fische ausser den paar Anglern? Die haben eh keine Lobby.
Sollen doch alle Fische verrecken. Einfach keine Fischbesätze mehr. Bringt eh nichts.


Rechenzentrum Stollen (Luzern): Dieses Rechenzentrum wird von der ewl energie wasser luzern betrieben und nutzt Seewasser aus dem Vierwaldstättersee zur Kühlung sowie die Server-Abwärme zum Heizen von umliegenden Gebäuden

Und was das genutzte Wasser, welches zurück in See oder Fluss gegeben wird, mit der Umwelt anstellt, muss man glaube ich auch niemanden erklären bzw. möchte man lieber noch niemandem erklären.

Anmerkung: das sind nur mal 4 Beispiele die bereits in der Schweiz aktiv sind. Es gibt noch mehr... 
Nun ja. Nerdmodus on. Hab jetzt mal meine Kaffeepause geopfert für die Antwort.  :D
Falls es dich interessiert, ich war da relativ tief drin im Projekt. Der Gedankengang ist nicht falsch, allerdings wird bei diesen Projekten bereits im Konzessionsverfahren sehr Vieles untersucht. z.B. wird da zuvor eine fundierte Umweltverträglichkeitsanalyse erstellt und anschliessend von unabhängiger Stelle (Kanton oder Bund) geprüft. Dann folgen Auflagen.
Wenn wir etwas ganz sicher nicht haben in der Schweiz, sind es zu wenige Umweltauflagen bei der Planung.  ;)

In besagtem Projekt bzw. Projekten wurden mehrere Untersuchungen und Modellierungen erstellt, welche das Potential zur Wärmeentnahme im Vierwaldstättersee untersuchen und die Auswirkungen auf die Gewässerökologie (aufgrund von Strömungsmodellierungen, Thermodynamischen Modellen, Biologischem Know-How, etc. etc.) beschreiben. So geschehen für alle Seewasserfassungen der ewl (und auch aller anderen Betreiber von Wärmenetzen an Schweizer Seen/Flüssen) Die Auswirkungen sind gem. diesen Untersuchungen nicht messbar, ausser gerade im direkten Projektumkreis von einigen Dutzend Metern. Und auch da hält sich die Auswirkung aufgrund der massiv grösseren Masse an Umgebungswasser in einem sehr geringen Rahmen. 

Beim spezifischen Projekt: Die Kühlung des Rechenzentrums wird im grösseren Verbund See-Energie Luzern betrieben. Die Abwärme wird direkt ins Anergienetz gespeist. Daraus wird dann in Quartierzentralen mittels Wärmepumpen Heisswasser für lokale Fernwärmenetze erstellt. Wasserfassung im Seebecken auf einer Tiefe von rund 40 m, Rückgabe beim KKL. Im Sommer wird mangels Wärmeempfängern wärmeres Wasser zurückgespeist als angesogen wurde, im Winter kälteres Wasser.
Das Wasser hat am Seegrund ganzjährig eine Temperatur von 4-5°C und wird entweder wieder einige Dutzend Meter entfernt von der Entnahmestelle oder in diesem Fall direkt in den Reussauslauf zurückgeleitet. Maximales Delta der Wassertemperatur von Eintritt bis Austritt ca. 4-5 Kelvin. Das zurückgeleitete Wasser hat eine maximale Temperatur von rund 9-10°C und wird aufgrund der Fliessgeschwindigkeit schnell durchmischt. Einfluss global: nicht messbar. Einfluss sehr lokal: Einspeisung von kaltem Wasser, das gefiltert wurde und weniger Schwebstoffe aufweist. Im Sommer ist das jetzt nicht wahnsinnig tragisch, wenn die Sonne den See sowieso massiv und grossflächig aufheizt.

Auch beim Projekt in Horw werden keine Auswirkungen erwartet, wo Entnahme und Rückgabe in grosser Tiefe geschehen. Durch gezielte Vermischung des Rückgabewassers mit dem Umgebungswasser (spezielle Auslauföffnungen, etc) und die vorhandenen Seeströmungen befindet sich der Teil mit messbarer Temperaturveränderung (>0.1°C) unterhalb der Vegetationsgrenze des Sees.

Das allergrösste Problem für all diese Netze und in den Seen generell wird in den nächsten Jahren übrigens die Quagga-Muschel und natürlich die generelle Aufwärmung. Sowie in den Fliessgewässern die Verbauungen, welche mühsam rückgebaut werden müssen. 
 
:cool:  1960 | 1989 | 1992 | 2021  :cool:

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Re: traurig aber wahr

Beitrag von Aficionado »

Wasserturm hat geschrieben: 05.08.2026, 10:42
Elduderinho86 hat geschrieben: 05.08.2026, 08:54
Aficionado hat geschrieben: 05.08.2026, 08:41 Tja, Wasserkraft. Wen interessieren schon die Fische ausser den paar Anglern? Die haben eh keine Lobby.
Sollen doch alle Fische verrecken. Einfach keine Fischbesätze mehr. Bringt eh nichts.


Rechenzentrum Stollen (Luzern): Dieses Rechenzentrum wird von der ewl energie wasser luzern betrieben und nutzt Seewasser aus dem Vierwaldstättersee zur Kühlung sowie die Server-Abwärme zum Heizen von umliegenden Gebäuden

Und was das genutzte Wasser, welches zurück in See oder Fluss gegeben wird, mit der Umwelt anstellt, muss man glaube ich auch niemanden erklären bzw. möchte man lieber noch niemandem erklären.

Anmerkung: das sind nur mal 4 Beispiele die bereits in der Schweiz aktiv sind. Es gibt noch mehr... 
Nun ja. Nerdmodus on. Hab jetzt mal meine Kaffeepause geopfert für die Antwort.  :D
Falls es dich interessiert, ich war da relativ tief drin im Projekt. Der Gedankengang ist nicht falsch, allerdings wird bei diesen Projekten bereits im Konzessionsverfahren sehr Vieles untersucht. z.B. wird da zuvor eine fundierte Umweltverträglichkeitsanalyse erstellt und anschliessend von unabhängiger Stelle (Kanton oder Bund) geprüft. Dann folgen Auflagen.
Wenn wir etwas ganz sicher nicht haben in der Schweiz, sind es zu wenige Umweltauflagen bei der Planung.  ;)

In besagtem Projekt bzw. Projekten wurden mehrere Untersuchungen und Modellierungen erstellt, welche das Potential zur Wärmeentnahme im Vierwaldstättersee untersuchen und die Auswirkungen auf die Gewässerökologie (aufgrund von Strömungsmodellierungen, Thermodynamischen Modellen, Biologischem Know-How, etc. etc.) beschreiben. So geschehen für alle Seewasserfassungen der ewl (und auch aller anderen Betreiber von Wärmenetzen an Schweizer Seen/Flüssen) Die Auswirkungen sind gem. diesen Untersuchungen nicht messbar, ausser gerade im direkten Projektumkreis von einigen Dutzend Metern. Und auch da hält sich die Auswirkung aufgrund der massiv grösseren Masse an Umgebungswasser in einem sehr geringen Rahmen. 

Beim spezifischen Projekt: Die Kühlung des Rechenzentrums wird im grösseren Verbund See-Energie Luzern betrieben. Die Abwärme wird direkt ins Anergienetz gespeist. Daraus wird dann in Quartierzentralen mittels Wärmepumpen Heisswasser für lokale Fernwärmenetze erstellt. Wasserfassung im Seebecken auf einer Tiefe von rund 40 m, Rückgabe beim KKL. Im Sommer wird mangels Wärmeempfängern wärmeres Wasser zurückgespeist als angesogen wurde, im Winter kälteres Wasser.
Das Wasser hat am Seegrund ganzjährig eine Temperatur von 4-5°C und wird entweder wieder einige Dutzend Meter entfernt von der Entnahmestelle oder in diesem Fall direkt in den Reussauslauf zurückgeleitet. Maximales Delta der Wassertemperatur von Eintritt bis Austritt ca. 4-5 Kelvin. Das zurückgeleitete Wasser hat eine maximale Temperatur von rund 9-10°C und wird aufgrund der Fliessgeschwindigkeit schnell durchmischt. Einfluss global: nicht messbar. Einfluss sehr lokal: Einspeisung von kaltem Wasser, das gefiltert wurde und weniger Schwebstoffe aufweist. Im Sommer ist das jetzt nicht wahnsinnig tragisch, wenn die Sonne den See sowieso massiv und grossflächig aufheizt.

Auch beim Projekt in Horw werden keine Auswirkungen erwartet, wo Entnahme und Rückgabe in grosser Tiefe geschehen. Durch gezielte Vermischung des Rückgabewassers mit dem Umgebungswasser (spezielle Auslauföffnungen, etc) und die vorhandenen Seeströmungen befindet sich der Teil mit messbarer Temperaturveränderung (>0.1°C) unterhalb der Vegetationsgrenze des Sees.

Das allergrösste Problem für all diese Netze und in den Seen generell wird in den nächsten Jahren übrigens die Quagga-Muschel und natürlich die generelle Aufwärmung. Sowie in den Fliessgewässern die Verbauungen, welche mühsam rückgebaut werden müssen. 
 

Danke dir für die Stellungnahme.
Ja, die mussten mit Baggern den Bodensee ausbaggern, da der See zu flach wurde an einigen Stellen wegen den Muscheln! Jetzt in der Trockenheit spielen die auch keine Rolle mehr.
Der Bodensee ist kaputt. Quaggamuscheln, Fischsterben, viele PFAS.

Und wer hat die Quaggamuscheln importiert mit ihren schicken Spielzeugen?

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SubComandante
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Re: traurig aber wahr

Beitrag von SubComandante »

Danke für die Ausführungen @Wasserturm.

Habe im beruflichen Leben auch schon einige Rechenzentren von innen gesehen und auch schon die Panik, wenn eines der beiden Kühlungskreisläufe ausfällt (beim 2. heisst es: sofort alles runterfahren lassen). Habe schon gelesen von einem RZ in Schweden, wo die Abwärme als Fernwärme für die umliegenden Ortschaften verwendet wird, was vorbildlich ist. Nebst dem unsäglichen Lärm (wenn ich an die alten SUN Türme denke...) wird es bei der Rückseite einer Rackwand ziemlich warm.

Darum ein grosses + wegen der Fernwärme, die genutzt wird.

Das Gegenteil davon sind die ganzen neuen RZs, die in den USA gebaut werden. Für den AI Boom, der sich nicht lohnen wird. Schalldämpfung ist da egal. Man baut es gerne auch in Texas, was bezüglich des heissen Gebiets schon grenzwertig ist. Strom einspeissen? Man lässt die Gasanlage 24/7 grad vor Ort laufen. Kein Wunder gibt es dort langsam Widerstand.

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