Basler Beobachter hat geschrieben: 26.01.2026, 11:23
1) Noch ist die USA eine Demokratie mit einem demokratisch gewählten Präsidenten, auch wenn sich dieser als rüpelhafter Autokrat entpuppt. Im November 2028 werden die nächsten Präsidentschaftswahlen stattfinden. Entweder demokratisch oder so wie in Russland, Nordkorea oder China. Erst dann wissen wir, ob die USA eine Demokratie bleiben oder nicht. Ich schliesse beide Varianten nicht aus.
Was zeichnet denn für dich eine Demokratie aus?
Für mich ist dafür nicht nur eine demokratische Präsidentschaftswahl entscheidend.
Gewaltentrennung ist für mich ein elementarer Punkt. Die ist in den USA aus meiner Sicht nicht mehr gegeben. Gerichte werden ignoriert.
Die andere Säule, Legislative, wird von Trump regelmässig eingeschüchtert. Republikaner müssen Konsequenzen fürchten, wenn sie sich gegen Trump äussern.
Pressefreiheit. War in den USA gar nicht mal so gut wie man dachte. Das war sogar noch bevor Trump sie angegriffen hat. Ich bin gespannt auf den nächsten Index und den Absturz der USA.
Einhaltung der Verfassung, ist nicht mehr gegeben. ICE Agents verhaften maskiert und unidentifizierbar (illegal) ohne Durchsuchungsbefehl oder Haftbefehl (illegal) Menschen und schieben diese ohne Prozess irgendwohin ab. Ist selbst für illegale Migranten nicht erlaubt, schon gar nicht mit amerikanischen Staatsbürgern.
2) Im Gegensatz zu MAGA in den USA kann eine AfD in D nur in einer Koalition mitregieren, das sie weit davon ist, bundesweit eine eigene Mehrheit zu erlangen.
18,3%
37,4%
33,1%
43,9%
Das waren die Wahlergebnisse der NSDAP. Wir alle wissen wie es geendet hat. Von daher teile ich deine Zuversicht nicht ganz. Wer garantiert uns denn, dass niemand eine Koalition mit der AfD eingeht? Wenn es hart auf hart kommt, es also um Macht geht?
ABER, am ganzen muss man eines sagen:
42% finden immer noch gut, was Trump macht. Obwohl er schalten und walten kann wie er möchte und das grosse Thema Epstein nicht wie von MAGA gewünscht veröffentlicht hat.
Auch in Deutschland wollen über 30% die AfD wählen, obwohl bekannt ist für welche Politik sie steht.
Insofern muss man sagen, es ist nicht einfach Zufall. Es ist nicht einfach unglücklich passiert. Es ist nicht einfach unwissentlich passiert. Man weiss es ganz genau und ein grosser Block der Bevölkerung möchte es ganz genauso.