Adrian Leon Barišić
Re: Adrian Leon Barišić
Wer hätte gedacht, dass Barisics Ausfall so wenig ins Gewicht fällt. Kann es trotzdem kaum erwarten, bis der Abwehrboss zurückkommt.
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Neuseeländer
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Re: Adrian Leon Barišić
Die Frage ist, ob es gut wäre, die IV zu ändern, welche im Moment sehr stabil ist? Wenn dann, würde ich ihn wohl für Adjetey bringen. Tendiere im Moment aber darauf, es so zu belassen (es sei denn, es kommt ein mieses Spiel eines der im Moment stark aufspielenden IVs)gifty hat geschrieben: 14.04.2025, 04:37 Wer hätte gedacht, dass Barisics Ausfall so wenig ins Gewicht fällt. Kann es trotzdem kaum erwarten, bis der Abwehrboss zurückkommt.
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Usswärtsfahrer
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Re: Adrian Leon Barišić
Neuseeländer hat geschrieben: 14.04.2025, 08:27 Die Frage ist, ob es gut wäre, die IV zu ändern, welche im Moment sehr stabil ist? Wenn dann, würde ich ihn wohl für Adjetey bringen. Tendiere im Moment aber darauf, es so zu belassen (es sei denn, es kommt ein mieses Spiel eines der im Moment stark aufspielenden IVs)
Ging mir auch noch durch den Kopf: Barisic ist eigentlich viel zu gut für die Bank - andersrum ist die IV mit Vouilloz und Adjetey so stabil wie noch nie diese Saison. Ich würde es fürs Erste dabei belassen: die nächsten Sperren werden bald kommen (e: Vouilloz 2, Adjetey 1 gelbe zur Zeit) - und nächste Saison wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit wesentlich mehr Spielzeit für alle geben.
Re: Adrian Leon Barišić
Usswärtsfahrer hat geschrieben: 14.04.2025, 09:30Neuseeländer hat geschrieben: 14.04.2025, 08:27 Die Frage ist, ob es gut wäre, die IV zu ändern, welche im Moment sehr stabil ist? Wenn dann, würde ich ihn wohl für Adjetey bringen. Tendiere im Moment aber darauf, es so zu belassen (es sei denn, es kommt ein mieses Spiel eines der im Moment stark aufspielenden IVs)
Ging mir auch noch durch den Kopf: Barisic ist eigentlich viel zu gut für die Bank - andersrum ist die IV mit Vouilloz und Adjetey so stabil wie noch nie diese Saison. Ich würde es fürs Erste dabei belassen: die nächsten Sperren werden bald kommen (e: Vouilloz 2, Adjetey 1 gelbe zur Zeit) - und nächste Saison wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit wesentlich mehr Spielzeit für alle geben.
Je nach Gegner könnte man auch Adjetey auf Rechts bringen? Einfach die etwas defensivere Variante. Seine 1. Spiele, mir kommt da Luzern auswärts damals in den Sinn, spielte er auf der Position. Und in dem Spiel gefiel er mir da sehr gut.
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Neuseeländer
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Re: Adrian Leon Barišić
Stimmt, sei erstes Spiel von Beginn an, hat er als RV absolviert, war dazumals sehr überrascht von seiner Leistung. Sehe diese Option aber bloss als Notlösung bei Ausfällen. Mendez und auch Rüegg, wenn er den Fit ist, spielen den RV Part zu gut, als dass da ohne Zwang gewechselt werden müsste. Auch würden Automatismen verloren gehen.Zeno hat geschrieben: 14.04.2025, 09:56Usswärtsfahrer hat geschrieben: 14.04.2025, 09:30Neuseeländer hat geschrieben: 14.04.2025, 08:27 Die Frage ist, ob es gut wäre, die IV zu ändern, welche im Moment sehr stabil ist? Wenn dann, würde ich ihn wohl für Adjetey bringen. Tendiere im Moment aber darauf, es so zu belassen (es sei denn, es kommt ein mieses Spiel eines der im Moment stark aufspielenden IVs)
Ging mir auch noch durch den Kopf: Barisic ist eigentlich viel zu gut für die Bank - andersrum ist die IV mit Vouilloz und Adjetey so stabil wie noch nie diese Saison. Ich würde es fürs Erste dabei belassen: die nächsten Sperren werden bald kommen (e: Vouilloz 2, Adjetey 1 gelbe zur Zeit) - und nächste Saison wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit wesentlich mehr Spielzeit für alle geben.
Je nach Gegner könnte man auch Adjetey auf Rechts bringen? Einfach die etwas defensivere Variante. Seine 1. Spiele, mir kommt da Luzern auswärts damals in den Sinn, spielte er auf der Position. Und in dem Spiel gefiel er mir da sehr gut.
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imoht_1893
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Re: Adrian Leon Barišić
Sorry aber Adjetey als RV zu bringen ist etwas vom dümmsten das ich seit langem gehört habe. Klar er hat sein Debut als RV gegen Luzern gemacht. Aber dies war in einer Phase wo der FCB spielerisch kein Bein vors andere gebracht hat und wir haben dort den Bus parkiert. Dann kannst du Adjetey als RV bringen. Aber Adjetey wird nicht einmal über die Mittellinie laufen oder gar die Seite rauf rennen. Offensiv wäre die rechte Seite inexistent. Kommt dazu dass Mendes meiner Meinung nach einfach stark ist. Jetzt so etwas zu experimentieren wäre Selbstmord.Neuseeländer hat geschrieben: 14.04.2025, 10:36Stimmt, sei erstes Spiel von Beginn an, hat er als RV absolviert, war dazumals sehr überrascht von seiner Leistung. Sehe diese Option aber bloss als Notlösung bei Ausfällen. Mendez und auch Rüegg, wenn er den Fit ist, spielen den RV Part zu gut, als dass da ohne Zwang gewechselt werden müsste. Auch würden Automatismen verloren gehen.Zeno hat geschrieben: 14.04.2025, 09:56Usswärtsfahrer hat geschrieben: 14.04.2025, 09:30
Ging mir auch noch durch den Kopf: Barisic ist eigentlich viel zu gut für die Bank - andersrum ist die IV mit Vouilloz und Adjetey so stabil wie noch nie diese Saison. Ich würde es fürs Erste dabei belassen: die nächsten Sperren werden bald kommen (e: Vouilloz 2, Adjetey 1 gelbe zur Zeit) - und nächste Saison wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit wesentlich mehr Spielzeit für alle geben.
Je nach Gegner könnte man auch Adjetey auf Rechts bringen? Einfach die etwas defensivere Variante. Seine 1. Spiele, mir kommt da Luzern auswärts damals in den Sinn, spielte er auf der Position. Und in dem Spiel gefiel er mir da sehr gut.
Re: Adrian Leon Barišić
Neuseeländer hat geschrieben: 14.04.2025, 08:27Die Frage ist, ob es gut wäre, die IV zu ändern, welche im Moment sehr stabil ist? Wenn dann, würde ich ihn wohl für Adjetey bringen. Tendiere im Moment aber darauf, es so zu belassen (es sei denn, es kommt ein mieses Spiel eines der im Moment stark aufspielenden IVs)gifty hat geschrieben: 14.04.2025, 04:37 Wer hätte gedacht, dass Barisics Ausfall so wenig ins Gewicht fällt. Kann es trotzdem kaum erwarten, bis der Abwehrboss zurückkommt.
Never change a winning team. Adjetey und Vouilloz haben es sich verdient, vorerst weiterhin zu spielen.
Re: Adrian Leon Barišić
Interview aus der BaZ
Adrian Barisic, müssen wir uns mit dem Gespräch beeilen, weil sie nächstens den Club wechseln?
Adrian Barisic: Nein, danach sieht es momentan nicht aus.
Doch Momente sind flüchtig …
Ich weiss auch, dass sich das rasch ändern kann. Aber es müsste schon ein sehr gutes Angebot kommen. Denn ich fühle mich wohl in Basel, bin inzwischen etwas heimisch geworden. Und die Perspektive, mit dem FCB Europa League oder gar Champions League zu spielen, ist enorm reizvoll.
Hat sich seit dem letzten Sommer etwas verändert? Damals hiess es, dass Sie gehen wollen.
Es wurde so dargestellt, als würde ich gehen wollen. Aber ich habe sogar auf meinem Instagram gepostet, dass das nicht stimmt. Nach dem achten Platz in der letzten Saison war es mein Ziel zu bleiben, um zu zeigen, dass wir eigentlich eine richtig starke Mannschaft sind. Auch wenn ich in meinen kühnsten Träumen nicht gedacht hätte, dass wir ein Jahr später gleich das Double holen. Und dann noch das erste seit acht Jahren.
Sie sprechen es an, Sie haben mit dem FCB das Double gewonnen. Auch wenn Sie am Ende der Saison aufgrund Ihrer Verletzung nicht mehr oft mittun konnten.
Vor meiner Verletzung stand ich in 28 Ligaspielen 27-mal in der Startelf, und wir hatten uns an die Tabellenspitze gespielt. Und dann, als es gerade am meisten Spass gemacht hätte, habe ich mich bei der bosnischen Nationalmannschaft verletzt, mir einen Muskelfaserriss zugezogen.
Wie haben Sie dann die letzten Wochen der Saison erlebt?
Zuerst war ich frustriert. Dann setzte nicht nur ein körperlicher, sondern auch ein mentaler Heilungsprozess ein. Ich erfreute mich an der Mannschaft. Und ich realisierte gegen Ende, dass ich bis zu meiner Verletzung in 27 von 28 Partien gespielt und so einen schönen Beitrag zum Double geleistet hatte. Am Ende der Saison fühlte ich mich wirklich glücklich.
Kurz vor Ende der Saison wären Sie wieder einsatzbereit gewesen. Dennoch schafften Sie es nicht mehr in die Startelf. Haben Sie das verstanden?
Die Rückkehr nach einem Muskelfaserriss ist ein langwieriger Prozess. Man ist zwar wieder im Aufgebot, kann im ersten Spiel aber nur 15 Minuten spielen, im zweiten 45 Minuten und so weiter. In dieser Phase der Saison habe ich verstanden, dass wir nicht die Gelegenheit hatten, um mich nach diesem Muster aufzubauen. Natürlich will ich so viel wie möglich spielen. Aber es wäre respektlos von mir, zu sagen, dass Nicolas Vouilloz und Jonas Adjetey es nicht genauso verdient hatten. Sie haben in dieser Zeit viele gute Spiele gemacht, und ein grosser Teil des Doubles ist auch ihnen zu verdanken.
Müssen Sie sich nun Ihren Platz zurückerobern?
Ich hatte auch vorher nicht das Gefühl, dass etwas garantiert ist. Aber in dieser Vorbereitung ist der Gedanke schon präsenter, dass ich um meinen Platz in der Startelf kämpfen muss. Dieselben Gedanken werden sich aber auch Vouilloz und Adjetey machen, obwohl sie zuletzt immer spielten. Da wir einen neuen Trainer haben, muss sich sowieso jeder Spieler neu beweisen. Ausser vielleicht Xherdan Shaqiri. (lacht)
Der vormalige Trainer ist nun bei ZSKA Moskau. Vom Balkan kommend, unterscheidet sich Ihr kultureller Hintergrund von jenem von uns Schweizern. Was halten Sie von Fabio Celestinis Entscheidung?
Das ist schwer zu beantworten. Ich weiss nicht, ob sein Wunsch finanzieller Natur war. ZSKA Moskau ist ein grosser Verein. Dennoch befindet sich dieses Land nach wie vor im Krieg. Ich habe selbst ein paar Freunde, die in Russland spielen. Ich sehe, wie sie denken. Jeder trifft seine eigenen Entscheidungen. Ich urteile nicht darüber. Celestini hat uns und auch mir selbst sehr geholfen. Deswegen wünsche ich ihm viel Glück, egal wo er hingeht.
Was erzählen Ihre Freunde von Russland?
Sie erzählen, dass sie zwar von ein paar Sanktionen betroffen sind, aber das Leben noch immer ziemlich normal sei. Besonders in Moskau, das eine gut geschützte Stadt ist. Natürlich kann es sein, dass an gewissen Tagen keine Flugzeuge fliegen. Aber in Bezug auf die russische Liga sagen sie, dass diese immer noch wahnsinnig gut organisiert sei. Das hat mir Ivan Basic erzählt, ein Mitspieler aus der Nationalmannschaft. Er ist ein junger Spieler mit Jahrgang 2002 und spielte bis zu diesem Sommer in Russland.
Jahrgang 2002 ist für Sie ein junger Spieler – doch was sind dann Sie, der Sie nur ein Jahr älter sind?
Ja, ich weiss schon, mein Jahrgang ist 2001. Aber wenn ich mir jemanden ansehe mit Jahrgang 2002 oder 2003, dann wirkt er einfach viel jünger auf mich, als ich mich selbst wahrnehme.
Warum?
Ich lebe allein, seitdem ich 16 bin. Ich wechselte damals zu Osijek, das acht Stunden Autofahrt von Split entfernt liegt, wo ich aufgewachsen bin. Das lässt einen definitiv früh reifen. Meine Eltern waren zudem grossartig. Sie haben mir beigebracht, wie ich allein zurechtkomme, wie ich mich zu verhalten und zu sprechen habe und wie ich anderen gegenüber respektvoll bin. Das allererste Mal weg von ihnen war ich zudem bereits mit 13 Jahren, als ich für ein Jahr in der Akademie von Dinamo Zagreb spielte. Allerdings lebte damals auch meine Schwester in Zagreb, die dort studierte.
War das manchmal auch schwierig für Sie?
Das erste Jahr in Osijek war vielleicht das schwierigste in meinem Leben, weil ich starkes Heimweh hatte. Meine ganze Familie und meine Freunde waren sehr weit weg von mir. Aber nachdem ich dieses erste Jahr überstanden hatte, wurde es einfacher. In Basel war es ähnlich. Im zweiten Jahr habe ich viele Freundschaften geschlossen.
Haben Sie in Osijek auch eine schulische Ausbildung absolviert?
Ich habe dort eine Sprachschule besucht und einen Gymnasial-Abschluss gemacht. Das war meiner Mutter auch sehr wichtig.
Sie waren also ein guter Schüler?
Ich hatte in der Schule immer gute Noten. In Kroatien ist das Notensystem etwas anders, da ist die Fünf die beste Note. Mein Schnitt lag damals immer bei einer Fünf.
Sie hätten also studieren können.
Ich habe tatsächlich einmal einen Kurs an einer Wirtschaftsschule begonnen. Aber das war schwer mit meiner Karriere zu vereinbaren, zumal ich während meiner Zeit in Osijek für sechs Monate nach Italien zu Frosinone ausgeliehen wurde. Danach ging alles sehr schnell, nach einem Jahr folgte der Wechsel nach Basel. Da war ein Studium einfach nicht möglich. Für die Zukunft kann ich mir aber vorstellen, vielleicht etwas im Bereich Sportmanagement zu machen.
Das klingt so, als würden Sie nicht nur an der Playstation sitzen, sondern ab und an die Bekanntschaft mit Büchern machen …
Ja, ich lese wirklich gerne. Das Lesen ist seit meiner Kindheit eine Leidenschaft. Ich habe einen E-Book-Reader, auf den mir meine Schwester ständig Bücher schickt. Aber es darf auch einmal eine Netflix-Serie oder ein Film sein.
Lesen Sie auch klassische Literatur?
Kaum. Im Moment lese ich viel Science-Fiction, aber auch Bücher über Politik und Wirtschaft. Zudem informiere ich mich ständig über das Weltgeschehen.
Haben Sie ein Lieblingsbuch?
Ich bin mit Harry Potter aufgewachsen. Diese Bücher habe ich bestimmt drei- oder viermal gelesen, erst vor zwei, drei Monaten wieder. Es erinnert mich an meine Kindheit.
Glauben Sie, dass dieser Mix aus Ausbildung, dem frühen Verlassen des Elternhauses und den ganzen Erfahrungen Sie zu dem gestandenen, scheinbar 30-jährigen Abwehrchef und Menschen machen, obwohl Sie erst 24 sind?
Ich denke, das alles zusammen prägt einen Menschen. Und das hilft mir auch auf dem Platz: Ist man als Mensch reif, ist man es auch als Fussballer. Man kann Situationen besser einschätzen und auch besser führen. Gerade in der Abwehr ist das wichtig.
Können Sie auch mal kindisch sein?
Kindisch bin ich wohl selten. Aber ich komme problemlos damit klar, wenn sich andere so benehmen. Marin Soticek ist mein Zimmerkollege. Er ist sehr lustig und manchmal ein bisschen kindisch. Wenn ich mit ihm zusammen bin, mache ich da gerne mit.
Soticek ist Kroate. Logisch, teilen Sie mit ihm das Zimmer.
Klar. Ich bin selbst halber Kroate und dort aufgewachsen. Meine Mutter kommt aus Bosnien. Ich liebe beide Länder. Dass ich für das Land meiner Mutter spiele, liegt daran, dass ich schon seit der U17 für Bosnien auflief. Da war es für mich selbstverständlich, dort auch bei den Profis weiterzumachen.
Gab es nie den Moment, wo Sie zwischen einer Profikarriere im Fussball und einer akademischen Laufbahn schwankten?
Nein, nie. Schule fiel mir einfach leicht. Ich konnte zuhören, mir ein paar Stunden etwas merken und am nächsten Tag den Test schreiben. Aber Fussball war schon immer meine grosse Liebe. Für mich stand nie wirklich zur Debatte, was ich mache.
Und wie sahen das Ihre Eltern?
Mit meiner Mutter hatte ich vereinbart: Sollte ich mit 20 keinen Profivertrag haben, würde ich Medizin oder Pharmazie studieren. Aber Fussball war immer Plan A – und ich war mit 20 ja dann auch Profi. Und jetzt bin ich beim FCB.
Adrian Barisic, müssen wir uns mit dem Gespräch beeilen, weil sie nächstens den Club wechseln?
Adrian Barisic: Nein, danach sieht es momentan nicht aus.
Doch Momente sind flüchtig …
Ich weiss auch, dass sich das rasch ändern kann. Aber es müsste schon ein sehr gutes Angebot kommen. Denn ich fühle mich wohl in Basel, bin inzwischen etwas heimisch geworden. Und die Perspektive, mit dem FCB Europa League oder gar Champions League zu spielen, ist enorm reizvoll.
Hat sich seit dem letzten Sommer etwas verändert? Damals hiess es, dass Sie gehen wollen.
Es wurde so dargestellt, als würde ich gehen wollen. Aber ich habe sogar auf meinem Instagram gepostet, dass das nicht stimmt. Nach dem achten Platz in der letzten Saison war es mein Ziel zu bleiben, um zu zeigen, dass wir eigentlich eine richtig starke Mannschaft sind. Auch wenn ich in meinen kühnsten Träumen nicht gedacht hätte, dass wir ein Jahr später gleich das Double holen. Und dann noch das erste seit acht Jahren.
Sie sprechen es an, Sie haben mit dem FCB das Double gewonnen. Auch wenn Sie am Ende der Saison aufgrund Ihrer Verletzung nicht mehr oft mittun konnten.
Vor meiner Verletzung stand ich in 28 Ligaspielen 27-mal in der Startelf, und wir hatten uns an die Tabellenspitze gespielt. Und dann, als es gerade am meisten Spass gemacht hätte, habe ich mich bei der bosnischen Nationalmannschaft verletzt, mir einen Muskelfaserriss zugezogen.
Wie haben Sie dann die letzten Wochen der Saison erlebt?
Zuerst war ich frustriert. Dann setzte nicht nur ein körperlicher, sondern auch ein mentaler Heilungsprozess ein. Ich erfreute mich an der Mannschaft. Und ich realisierte gegen Ende, dass ich bis zu meiner Verletzung in 27 von 28 Partien gespielt und so einen schönen Beitrag zum Double geleistet hatte. Am Ende der Saison fühlte ich mich wirklich glücklich.
Kurz vor Ende der Saison wären Sie wieder einsatzbereit gewesen. Dennoch schafften Sie es nicht mehr in die Startelf. Haben Sie das verstanden?
Die Rückkehr nach einem Muskelfaserriss ist ein langwieriger Prozess. Man ist zwar wieder im Aufgebot, kann im ersten Spiel aber nur 15 Minuten spielen, im zweiten 45 Minuten und so weiter. In dieser Phase der Saison habe ich verstanden, dass wir nicht die Gelegenheit hatten, um mich nach diesem Muster aufzubauen. Natürlich will ich so viel wie möglich spielen. Aber es wäre respektlos von mir, zu sagen, dass Nicolas Vouilloz und Jonas Adjetey es nicht genauso verdient hatten. Sie haben in dieser Zeit viele gute Spiele gemacht, und ein grosser Teil des Doubles ist auch ihnen zu verdanken.
Müssen Sie sich nun Ihren Platz zurückerobern?
Ich hatte auch vorher nicht das Gefühl, dass etwas garantiert ist. Aber in dieser Vorbereitung ist der Gedanke schon präsenter, dass ich um meinen Platz in der Startelf kämpfen muss. Dieselben Gedanken werden sich aber auch Vouilloz und Adjetey machen, obwohl sie zuletzt immer spielten. Da wir einen neuen Trainer haben, muss sich sowieso jeder Spieler neu beweisen. Ausser vielleicht Xherdan Shaqiri. (lacht)
Der vormalige Trainer ist nun bei ZSKA Moskau. Vom Balkan kommend, unterscheidet sich Ihr kultureller Hintergrund von jenem von uns Schweizern. Was halten Sie von Fabio Celestinis Entscheidung?
Das ist schwer zu beantworten. Ich weiss nicht, ob sein Wunsch finanzieller Natur war. ZSKA Moskau ist ein grosser Verein. Dennoch befindet sich dieses Land nach wie vor im Krieg. Ich habe selbst ein paar Freunde, die in Russland spielen. Ich sehe, wie sie denken. Jeder trifft seine eigenen Entscheidungen. Ich urteile nicht darüber. Celestini hat uns und auch mir selbst sehr geholfen. Deswegen wünsche ich ihm viel Glück, egal wo er hingeht.
Was erzählen Ihre Freunde von Russland?
Sie erzählen, dass sie zwar von ein paar Sanktionen betroffen sind, aber das Leben noch immer ziemlich normal sei. Besonders in Moskau, das eine gut geschützte Stadt ist. Natürlich kann es sein, dass an gewissen Tagen keine Flugzeuge fliegen. Aber in Bezug auf die russische Liga sagen sie, dass diese immer noch wahnsinnig gut organisiert sei. Das hat mir Ivan Basic erzählt, ein Mitspieler aus der Nationalmannschaft. Er ist ein junger Spieler mit Jahrgang 2002 und spielte bis zu diesem Sommer in Russland.
Jahrgang 2002 ist für Sie ein junger Spieler – doch was sind dann Sie, der Sie nur ein Jahr älter sind?
Ja, ich weiss schon, mein Jahrgang ist 2001. Aber wenn ich mir jemanden ansehe mit Jahrgang 2002 oder 2003, dann wirkt er einfach viel jünger auf mich, als ich mich selbst wahrnehme.
Warum?
Ich lebe allein, seitdem ich 16 bin. Ich wechselte damals zu Osijek, das acht Stunden Autofahrt von Split entfernt liegt, wo ich aufgewachsen bin. Das lässt einen definitiv früh reifen. Meine Eltern waren zudem grossartig. Sie haben mir beigebracht, wie ich allein zurechtkomme, wie ich mich zu verhalten und zu sprechen habe und wie ich anderen gegenüber respektvoll bin. Das allererste Mal weg von ihnen war ich zudem bereits mit 13 Jahren, als ich für ein Jahr in der Akademie von Dinamo Zagreb spielte. Allerdings lebte damals auch meine Schwester in Zagreb, die dort studierte.
War das manchmal auch schwierig für Sie?
Das erste Jahr in Osijek war vielleicht das schwierigste in meinem Leben, weil ich starkes Heimweh hatte. Meine ganze Familie und meine Freunde waren sehr weit weg von mir. Aber nachdem ich dieses erste Jahr überstanden hatte, wurde es einfacher. In Basel war es ähnlich. Im zweiten Jahr habe ich viele Freundschaften geschlossen.
Haben Sie in Osijek auch eine schulische Ausbildung absolviert?
Ich habe dort eine Sprachschule besucht und einen Gymnasial-Abschluss gemacht. Das war meiner Mutter auch sehr wichtig.
Sie waren also ein guter Schüler?
Ich hatte in der Schule immer gute Noten. In Kroatien ist das Notensystem etwas anders, da ist die Fünf die beste Note. Mein Schnitt lag damals immer bei einer Fünf.
Sie hätten also studieren können.
Ich habe tatsächlich einmal einen Kurs an einer Wirtschaftsschule begonnen. Aber das war schwer mit meiner Karriere zu vereinbaren, zumal ich während meiner Zeit in Osijek für sechs Monate nach Italien zu Frosinone ausgeliehen wurde. Danach ging alles sehr schnell, nach einem Jahr folgte der Wechsel nach Basel. Da war ein Studium einfach nicht möglich. Für die Zukunft kann ich mir aber vorstellen, vielleicht etwas im Bereich Sportmanagement zu machen.
Das klingt so, als würden Sie nicht nur an der Playstation sitzen, sondern ab und an die Bekanntschaft mit Büchern machen …
Ja, ich lese wirklich gerne. Das Lesen ist seit meiner Kindheit eine Leidenschaft. Ich habe einen E-Book-Reader, auf den mir meine Schwester ständig Bücher schickt. Aber es darf auch einmal eine Netflix-Serie oder ein Film sein.
Lesen Sie auch klassische Literatur?
Kaum. Im Moment lese ich viel Science-Fiction, aber auch Bücher über Politik und Wirtschaft. Zudem informiere ich mich ständig über das Weltgeschehen.
Haben Sie ein Lieblingsbuch?
Ich bin mit Harry Potter aufgewachsen. Diese Bücher habe ich bestimmt drei- oder viermal gelesen, erst vor zwei, drei Monaten wieder. Es erinnert mich an meine Kindheit.
Glauben Sie, dass dieser Mix aus Ausbildung, dem frühen Verlassen des Elternhauses und den ganzen Erfahrungen Sie zu dem gestandenen, scheinbar 30-jährigen Abwehrchef und Menschen machen, obwohl Sie erst 24 sind?
Ich denke, das alles zusammen prägt einen Menschen. Und das hilft mir auch auf dem Platz: Ist man als Mensch reif, ist man es auch als Fussballer. Man kann Situationen besser einschätzen und auch besser führen. Gerade in der Abwehr ist das wichtig.
Können Sie auch mal kindisch sein?
Kindisch bin ich wohl selten. Aber ich komme problemlos damit klar, wenn sich andere so benehmen. Marin Soticek ist mein Zimmerkollege. Er ist sehr lustig und manchmal ein bisschen kindisch. Wenn ich mit ihm zusammen bin, mache ich da gerne mit.
Soticek ist Kroate. Logisch, teilen Sie mit ihm das Zimmer.
Klar. Ich bin selbst halber Kroate und dort aufgewachsen. Meine Mutter kommt aus Bosnien. Ich liebe beide Länder. Dass ich für das Land meiner Mutter spiele, liegt daran, dass ich schon seit der U17 für Bosnien auflief. Da war es für mich selbstverständlich, dort auch bei den Profis weiterzumachen.
Gab es nie den Moment, wo Sie zwischen einer Profikarriere im Fussball und einer akademischen Laufbahn schwankten?
Nein, nie. Schule fiel mir einfach leicht. Ich konnte zuhören, mir ein paar Stunden etwas merken und am nächsten Tag den Test schreiben. Aber Fussball war schon immer meine grosse Liebe. Für mich stand nie wirklich zur Debatte, was ich mache.
Und wie sahen das Ihre Eltern?
Mit meiner Mutter hatte ich vereinbart: Sollte ich mit 20 keinen Profivertrag haben, würde ich Medizin oder Pharmazie studieren. Aber Fussball war immer Plan A – und ich war mit 20 ja dann auch Profi. Und jetzt bin ich beim FCB.
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littlesnow
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Re: Adrian Leon Barišić
Hoffe, nichts Schlimmeres... https://x.com/BosniaNTBall/status/19878 ... 78253?s=20
Re: Adrian Leon Barišić
littlesnow hat geschrieben: 10.11.2025, 19:17 Hoffe, nichts Schlimmeres... https://x.com/BosniaNTBall/status/19878 ... 78253?s=20
Gute Besserung und schnelle Genesung!
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RotBlausBluet
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Re: Adrian Leon Barišić
Für die interessierte Interview us dr BZ:
https://www.bzbasel.ch/fc-basel-adrian ... ld.4089338
«Es gibt fast keinen Tag, an dem ich nicht lese»: Nicht nur sein Hobby unterscheidet Adrian Barisic von anderen Fussballern
Vor den Heimspielen in der Europa League trifft diese Zeitung jeweils einen Spieler des FC Basel an einem Ort, den er sich selbst aussucht. In einem Lesesessel spricht Adrian Barisic über sein spezielles Hobby, seinen Karriereweg und die aktuelle Situation beim FCB.
Jakob Weber
11.12.2025, 05.00 Uhr
Dass ein Fussballer ein Buch und einen Comic mit zum Interview bringt, ist eine Seltenheit. Wie sind Sie eine Leseratte geworden?
Adrian Barisic: Durch meine ältere Schwester Anna. Immer, wenn ich in ihr Zimmer kam, hatte sie ein Buch in der Hand. Und da wir beide uns in vielen Belangen sehr ähnlich sind, begann auch ich irgendwann zu lesen. Ich habe mit Comics angefangen. Dann kam Harry Potter, den ich wie viele andere auch verschlungen und seither mehrmals alle sieben Bände gelesen habe. Zuletzt Anfang dieses Jahres. Wenn wir uns an Weihnachten treffen, schaue ich mit meiner Schwester auch wieder die Filme. Alle acht.
Sie haben Ihren Lieblingscomic dabei. Zagor. Worum geht es da?
Um einen Jungen, der in Amerika zwischen Einheimischen und Settlern vermittelt. Zwischen den beiden Kulturen gibt es naturgemäss viele Konflikte. Zagor versucht mit seinen Freunden, diese zu lösen. Meine Lieblingsfigur ist Chico, ein fester Mexikaner, der mit Zagor befreundet ist und ständig Spässe macht.
Und das Buch Lancelot von Giles Kristian?
Ich brauche Abwechslung beim Lesen. Nur Comics, nur Krimis oder nur Romane langweilen mich auf Dauer. Lancelot ist ein Beispiel für ein zweites Genre, das ich neben Fantasy gerne lese: historische Fiktion. Lancelot ist eine Neuerzählung der Artus-Legende. Er kämpfte an der Seite von König Artus. Ich mag Bücher, die sich an historischen Geschichten orientieren. Ich will wissen, wie die Welt funktioniert und welche Entwicklungen die Gesellschaft und unterschiedliche Kulturen genommen haben.
Wann lesen Sie?
Es gibt fast keinen Tag, an dem ich nicht lese. Wenn ich nach dem Training nach Hause komme und runterkommen will, am Abend oder auch auf Reisen. Ich fliege nicht gerne. Da gibt mir der Fokus auf meinen Kindle Sicherheit.
Wie viele Bücher lesen Sie pro Jahr?
Schwer zu sagen. Mein Kindle ist auf jeden Fall immer bei mir und es dürften schon mehr als 20 sein.
Haben Sie jemals ein angefangenes Buch nicht fertig gelesen?
Nein, ich versuche mich durchzukämpfen, auch wenn mir mal eine Geschichte nicht gefällt. Aber es passiert schon hin und wieder, dass ich zwei Seiten lese und die Gedanken währenddessen abschweifen. Zuletzt war das bei einer Geschichte über die Entwicklung der Menschheit der Fall. Mich interessieren eher Politik, die Veränderungen von Demokratien, Kriege oder wichtige Persönlichkeiten. Doch in dem Buch ging es eher um Ackerbau – auch ein interessantes Thema – aber für mich nicht wirklich fesselnd.
Wird in der FCB-Kabine gelesen?
Nein, eher nicht. Ich wohne zwar in der ehemaligen Wohnung von Riccardo Calafiori, der angeblich auch hin und wieder ein Buch in der Hand hatte. Doch bis auf die Bibel von Flavius Daniliuc, die er immer dabei hat, ist mir in meiner FCB-Zeit noch kein Buch aufgefallen. Die meisten schauen auf Auswärtsreisen lieber Filme oder gamen.
Sie nicht.
Doch, doch. Aber ich brauche Abwechslung. Binge-Watching ist aber gar nicht mein Ding. Ich schaue lieber eine Episode einer Serie und greife dann wieder zu einem Buch.
Lesen Sie auch Zeitungen?
Am Handy. Vor allem via X. Dort folge ich einigen News-Portalen und bekomme so die Nachrichten, die mich interessieren. Das sind vorwiegend Berichte aus Wirtschaft und Politik. Dass mir der Algorithmus vor allem die Dinge vorschlägt, die ich sehen will, ist mir bewusst.
Lesen Sie auch Berichte über Ihre Leistungen?
Kaum. Wenn ich schlecht spiele, hauen alle drauf. Wenn ich gut spiele, bin ich ein Verteidigungsmonster. Ich versuche, die Realität zu sehen, und die liegt meist in der Mitte. Darum tausche ich mich lieber mit Familie oder Freunden über meine Leistungen aus, statt in den Medien zu stöbern.
Mit wem tauschen Sie sich über Ihre gelesenen Bücher aus?
Mit meiner Schwester, die den gleichen Kindle-Account nutzt wie ich. Beim FCB diskutierte ich früher viel mit Arnau Comas, der Politik und Wirtschaft auch eng verfolgte und sich gut auskannte.
Adrian Barisic kam am 19. Juli 2001 in Stuttgart als drittes Kind einer heute sechsköpfigen Familie zur Welt. Seine Mutter war in den 90er-Jahren aus Bosnien nach Deutschland geflohen, arbeitete dort als Krankenschwester und verliebte sich in einen Patienten. Papa Barisic, ein in Deutschland lebender Kroate, war aufgrund einer Rückenverletzung, die sich der Hobby-Goalie beim Fussballspielen zugezogen hatte, im Spital. Nach Ende des Kriegs – Adrian war zu diesem Zeitpunkt anderthalb Jahre alt – zog die Familie auf Wunsch der Mutter zurück nach Split, wo auch die Grossmutter von Barisic lebte. Dort wuchs Adrian auf.
Wie war Ihre Jugend in Split?
Grossartig, einfach nur grossartig. Wir waren viel draussen. Split hat wundervolle Natur rundherum mit dem Meer und den Hügeln im Hinterland. Und natürlich habe ich auch sehr viel Fussball gespielt.
Sie spielten in der Jugend für Hajduk Split, Dinamo Zagreb, RNK Split und NK Osijek. Warum wechselten Sie so oft den Klub?
Nach Zagreb wechselte ich, weil sie sich wirklich um mich bemüht hatten und das für mich damals der logische nächste Schritt war. Doch mit 13 Jahren alleine in Zagreb zu leben, war dann auf Dauer doch nicht so schön. Darum bin ich ein Jahr später zurück zur Familie und zum RNK Split, der damals ein gutes Konzept hatte. Dort war ich Captain und entwickelte mich prächtig. Leider ging dem Klub das Geld aus und so landete ich in Osijek, wo mir der Schritt in den Erwachsenenfussball gelang.
Barisic sass auf der Tribüne, als der FC Basel mit Trainer Ciriaco Sforza im September 2020 2:1 in Osijek gewann und in der Conference-League-Qualifikation eine Runde überstand. Zum Ende jener Saison feierte der damals 19-Jährige sein Profi-Debüt. Damit gewann Barisic einen speziellen Deal mit seiner Mutter. Ihr versprach er, auf eine akademische Karriere zu setzen, wenn er bis 21 nicht vom Fussball leben könnte. Doch als Profi in der höchsten kroatischen Liga, wo Osijek zu diesem Zeitpunkt immer oben mitspielte, konnte Barisic das. Im Januar 2022 machte er den nächsten Schritt. Er liess sich zu Frosinone in die Serie B nach Italien ausleihen.
Warum wollten sie sich ausleihen lassen?
Damals war mit Nenad Bjelica ein Trainer in Osijek, der nicht unbedingt auf junge Spieler setzte. Mit der bosnischen U21 machte ich ein tolles Spiel gegen Italien und bekam kurz darauf ein Angebot von Frosinone. Ich dachte mir: Wo kann ich als Verteidiger besser lernen als in Italien?
Nach zwölf Spielen lief die Leihe aus.
Frosinone hatte zwar eine Kaufoption. Doch die Kaufpflicht verfiel, weil wir den Aufstieg in den Playoffs nicht schafften. Als Serie-B-Klub war die geforderte Ablöse von über zwei Millionen Euro zu hoch. Ich habe in der kurzen Zeit allerdings viel gelernt, fühlte mich wohl und wäre auch gerne geblieben. Aber so spielte ich im Anschluss eine Saison als Stammspieler in Osijek und feierte dort auch mein Europacup-Debüt.
Nach der Saison wurde Barisic erstmals in die bosnische A-Nationalelf berufen. Seit der U18 spielte er in den Nachwuchsteams des Heimatlandes seiner Mutter. «Bosnien hat sich einfach als Erstes gemeldet und ich sah nie einen Grund für einen Wechsel, da ich dem Land sehr verbunden bin», sagt Barisic, der auch für Deutschland oder Kroatien spielen könnte. 15 Länderspiele hat er mittlerweile gemacht. Unter Trainer Sergej Barbarez spielte Bosnien in der höchsten Liga der Nations League und scheiterte in der WM-Qualifikation nur hauchdünn an Österreich. Die Finalissima in Wien verpasste Barisic Mitte November wegen einer leichten Verletzung am rechten Sprunggelenk. So litt er zuhause und in Begleitung seines serbischen Teamkollegen Andrej Bacanin vor dem TV mit.
Welche Chancen hat Bosnien in den Playoffs? Erst geht es gegen Wales. Im Falle eines Sieges dann auch noch gegen Italien oder Nordirland.
Die Chance auf die WM-Teilnahme ist zwar nicht mehr so gut wie vor dem Finalspiel gegen Österreich. Aber sie ist intakt. Wir haben ein gutes Team. Ich würde nicht sagen, dass wir Favorit sind. Aber wir haben durchaus Qualitäten, um uns durchzusetzen.
Welche wären das?
Die Teamchemie. Wir sind alle im ähnlichen Alter Mitte 20, lachen viel, spielen auf Reisen auch viel Uno und sind auch auf dem Platz eine Einheit. Zudem haben wir unterdessen auch eine Taktik gefunden, die funktioniert.
Oft verteidigen Sie neben Nikola Katic, der in Basel durch sein Renkontre mit Taulant Xhaka bestens bekannt ist.
Ich weiss. Als ich hier ankam, hiess es, Tauli kann nicht spielen, weil er acht Spiele gesperrt wurde. Da habe ich natürlich nachgeschaut, was vorgefallen ist. Ich habe auch mit Katic über diese Szene gesprochen. Er sagt, er habe mit Taulant Xhaka Frieden geschlossen. Tauli und Katic sind ganz ähnliche Typen. Auf dem Platz sind sie Krieger, aber sonst eigentlich ganz lieb.
Einer, der nicht Mitte 20 ist, ist Edin Dzeko. Wie ist es, an seiner Seite zu spielen?
Der Mann ist unglaublich. Ich habe mit ihm gegen viele Top-Innenverteidiger gespielt. Und keiner hat es geschafft, ihn vom Ball zu trennen, wenn er mit dem Rücken zum Tor angespielt wird. Aber noch beeindruckender ist es, dass er jeden Menschen gleich behandelt. Egal, ob du Premier League spielst oder aus der kasachischen Liga kommst, Edin hat immer ein offenes Ohr für seine Mitspieler.
Wird bei der bosnischen Nationalmannschaft gelesen?
Nein, ich glaube nicht. Auch da bin ich wohl der Einzige.
Nach seinem Länderspieldebüt gegen Portugal erreichte Barisic im Juni 2023 ein Anruf von Heiko Vogel. Der damalige FCB-Sportdirektor wollte den Verteidiger verpflichten. Zu diesem Zeitpunkt hatte Barisic auch mit Red Bull Salzburg, Stoke City und einem Klub aus Saudi Arabien gesprochen. Doch nach dem Videocall mit Vogel war Barisic überzeugt. Auch weil der FCB ihm schon am Folgetag das Vertragsangebot machte. Bis zum Abschluss des Deals, der Basel drei Millionen Franken gekostet haben soll, dauerte es allerdings noch bis Mitte August, weil Osijek Barisic erst nach dem Ausscheiden aus der Conference-League-Qualifikation ziehen liess.
Warum wollten Sie zum FC Basel?
Weil der Klub bekannt ist, jungen Spielern eine Chance zu geben und mir das Gefühl gab, dass man mich unbedingt will und auf mich setzt. Ich hatte Angst, dass ich mich in meinen letzten Spielen für Osijek noch verletzen könnte. Doch zum Glück passierte nichts.
Ausser einem Cut auf der Stirn, der auch im Vorstellungsvideo nicht zu kaschieren war.
(Lacht) Ja, ich sah wirklich aus wie ein ganz gefährlicher Verteidiger. Die Verletzung zog ich mir in meinem letzten Spiel am Donnerstag gegen Adanaspor zu. Dort spielte ich noch 90 Minuten, am Freitag wurde ich dann in Basel vorgestellt.
Ihre Anfangszeit war wild. Wähnten Sie sich zwischendurch als Tabellenletzter und mit drei Trainern in den ersten drei Monaten im falschen Film?
Ich weiss noch, wie ich mit Djordje Jovanovic beim Mittagessen sass und wir uns sagten: Unsere Situation ist vergleichbar mit der, wenn Real Madrid plötzlich um den Abstieg spielen würde.
Auch privat war der Start in Basel für Sie nicht einfach.
Der Anfang war schwer. Erst wohnte ich 40 Tage im Hotel, dann alleine in meiner Wohnung in Rheinfelden. Im ersten halben Jahr hatte ich abseits der FCB-Kabine niemanden, um über die Erfahrungen und die sportliche Krise zu sprechen.
Wie lernt man als bekannter Fussballer in einer fremden Stadt Freunde kennen?
Unser Teambetreuer Bashkim Selmani hat mich mal zum Essen mit einem seiner Freunde mitgenommen. Wir hatten tolle Gespräche und so bin ich dann in dessen Clique aufgenommen worden. Nachdem ich die erste Freundschaft geschlossen hatte, ging es schnell. Heute habe ich viele Freunde. Viele stammen aus der Balkanregion und geben mir das, was ich hier in der Schweiz am Anfang vermisst habe.
Was vermissen Sie?
Der offene, spontane Umgang untereinander, den ich aus meiner Heimat gewohnt bin. In Split ist es vielleicht auch ein bisschen extrem. Dort arbeiten die Leute nicht so hart, sie geniessen auch gerne das Leben. Wobei es in Basel ja auch sehr viele Menschen aus dem Balkan gibt. Zu Marin Soticek sagte ich einmal, dass wir nicht einfach so auf der Strasse auf Kroatisch über Leute sprechen können, da uns vielleicht jemand verstehen könnte.
Mit Fabio Celestini bekam der Klub die Kurve. Aber den Double-Sieg in der kommenden Saison hätten Sie wohl auch nicht erwartet.
Ich spürte schon in der Rückrunde, dass etwas zusammenwächst und wir wieder Erfolg haben können. Darum war für mich auch klar, dass ich den Klub im Sommer nicht verlassen will. Meine Geschichte mit dem FC Basel durfte nicht in der Abstiegsrunde enden. Als es Gerüchte gab, dass ich den Verein verlassen will, habe ich diese direkt öffentlich verneint.
Sie blieben, Xherdan Shaqiri kam. Den haben Sie noch nicht als Grund für den Double-Sieg genannt.
Shaq hat das richtige Mindset mit in die Kabine gebracht. Als er direkt davon sprach, Titel gewinnen zu wollen, dachte ich: «Langsam, langsam: Als Klub haben wir doch nur die Top 6 als Ziel herausgegeben.» Aber genau diese Anspruchshaltung auf und neben dem Platz war wichtig für die Entwicklung des Teams.
In der Endphase der Saison, als der FCB alle Spiele gewann, waren Sie nur noch Ersatz. Fühlen Sie sich dennoch als Meister?
Sicher. Ich stand zuvor in 27 von 28 Spielen auf dem Platz und Jonas Adjetey und Nicolas Vouilloz sind auch sehr gute Verteidiger. Als ich mich verletzte, spielte sich das Team mit ihnen in einen Flow. Da hätte ich als Trainer auch nicht gross gewechselt.
In dieser Saison erkämpfte sich Adrian Barisic unter dem neuen Trainer Ludovic Magnin seinen Stammplatz zunächst wieder zurück. Zuletzt erhielt aber wieder Jonas Adjetey den Vorzug. Mit Flavius Daniliuc, Vouilloz, Adjetey und bald auch wieder dem genesenen Finn van Breemen herrscht in der FCB-Verteidigung ein Überangebot.
Wurde in der Basler Innenverteidigung in dieser Saison zu viel rotiert?
Nein. Für mich ist es gut, zu wissen, wie die Kollegen spielen. Da hilft die Praxis in verschiedenen Konstellationen. Die Saison ist lang, wir haben viele Spiele und man weiss nie, was noch passieren wird. Aber es stimmt schon, dass ein eingespieltes Duo auch seine Vorteile hat. Da geht es um Kleinigkeiten in der Abstimmung, die den Unterschied ausmachen können.
Magnin hat Sie in den letzten Spielen aus der Startelf genommen. Warum?
Es geht um unterschiedliche Profile, die gegen bestimmte Gegner besser passen. Ich wähnte mich eigentlich in guter Form und ich wäre nicht Profi, wenn mich die Versetzung auf die Bank nicht frustrieren würde. Aber die Entscheidung, vorerst auf Jonas und Flavius zu setzen, motiviert mich, besonders gut zu trainieren, um mir so meinen Platz zurückzuerkämpfen. Unser Job als Spieler ist es nicht, mit der Entscheidung des Trainers zu hadern, sondern auch in einer Ersatzrolle dem Team bestmöglich zu helfen und bereit zu sein, wenn du wieder gefragt bist. Wer weiss, vielleicht spiele ich schon gegen Aston Villa wieder.
Wie lautet Ihre Analyse von der Ersatzbank aus zum Last-Minute-Sieg in Winterthur?
Jeder Sieg in dieser Liga muss hart erkämpft werden. Auch gegen Winterthur gewinnst du nicht einfach so. Ich war beeindruckt, wie Winterthur gespielt hat. So gut waren sie in dieser Saison noch nie und so selbstbewusst sind sie auch noch nicht aufgetreten. Das Spiel lief nicht für uns, aber wir konnten dagegenhalten und haben am Ende gezeigt, dass wir das bessere Team sind und eine gute Moral haben. Der Sieg bringt uns ein bisschen Ruhe und Selbstvertrauen. Wir sind auf dem richtigen Weg.
Trotz zweier Siege waren die letzten beiden Spiele nicht gut. Warum harzt es Ihrer Meinung nach beim FCB?
Für viele ist die Situation neu, alle drei Tage zu spielen. Und auch, wenn wir uns dessen bewusst sind und dagegen ankämpfen, ist es doch menschlich, dass man kurz nach einem Europacupspiel in der heimischen Liga gegen einen topmotivierten Gegner Probleme bekommen kann. Auch vergangene Saison war es lange eng, ehe wir mit einer Siegesserie davongezogen sind. Das Team ist mehrheitlich zusammengeblieben und ich bin sicher, dass der Knopf irgendwann aufgehen wird und wir dann wieder Sieg an Sieg reihen werden. Es fehlt nicht viel.
Auch in der Europa League fehlte oft nicht viel. Wie fällt Ihr Fazit nach fünf von acht Runden aus?
Wir konnten in jedem Spiel mithalten, obwohl wir auswärts in Lyon, Freiburg und Genk auf gute Gegner getroffen sind. Bei allen drei Niederlagen wäre auch mehr dringelegen. Aber das Spiel gegen Stuttgart hätten wir auch verlieren können. Vergangene Saison haben zehn Punkte und ein nicht allzu schlechtes Torverhältnis gereicht. Wir sollten aber auf Nummer sicher gehen und möglichst zwei der letzten drei Spiele gewinnen.
Mit Aston Villa wartet zunächst der härteste Brocken.
Ich freue mich auf das Spiel. Die Premier League ist die beste Liga der Welt. Alle schauen zu ihr auf. Ich bin hochmotiviert, da ich noch nie gegen ein englisches Team gespielt habe. Und ich bin gespannt, ob wir den Favoriten ärgern können.
Waren Sie jemals in England, um Ferien zu machen oder ein Spiel zu schauen?
Nein, obwohl mir alle sagen, wie toll London ist. Aber das werde ich noch nachholen.
Angebote aus England hatten Sie auch nicht?
Das schon, aber nur aus der Championship.
Warum haben Sie nach dem Double-Sieg im vergangenen Sommer nicht bereits den nächsten Schritt gewagt und den FCB verlassen?
Weil wir gemeinsam mit dem Klub entschieden haben, dass die Erfahrung, Europa League zu spielen, im Moment das Beste für meine Karriere ist. Damit ich den FCB verlasse, braucht es schon ein besonderes Angebot. Mein Ziel ist es, irgendwann in einer Top-Liga zu spielen. Zur Bundesliga habe ich eine spezielle Beziehung, weil mein Vater Bayern-Fan und viele Freunde und Familienmitglieder Stuttgart-Fans sind. Spanien mag ich, weil ich da schon oft in den Ferien war. Und Italien habe ich ebenfalls bereits durch meine Zeit bei Frosinone schätzen gelernt. Wir werden sehen, wohin mich mein Weg führt.
Werden Sie nach der Karriere eigentlich Autor, Buchkritiker oder Professor?
(Lacht) Ich denke, dass ich dem Fussball-Business in irgendeiner Form erhalten bleiben werde, da ich diese Gefühle und das Adrenalin nirgendwo sonst bekommen kann. Auch nicht beim Lesen. Das wird wohl auch nach der Karriere eher dem Ausgleich dienen.
(Sorry wege dr fählende formatierig, bim usekopiere us dr mobile app übernimmts nix wenn ichs in d taptalk app kopier do fürs forum. Und in dere Taptalk app hetts au nit soviel formatieriegsoptione
)
https://www.bzbasel.ch/fc-basel-adrian ... ld.4089338
«Es gibt fast keinen Tag, an dem ich nicht lese»: Nicht nur sein Hobby unterscheidet Adrian Barisic von anderen Fussballern
Vor den Heimspielen in der Europa League trifft diese Zeitung jeweils einen Spieler des FC Basel an einem Ort, den er sich selbst aussucht. In einem Lesesessel spricht Adrian Barisic über sein spezielles Hobby, seinen Karriereweg und die aktuelle Situation beim FCB.
Jakob Weber
11.12.2025, 05.00 Uhr
Dass ein Fussballer ein Buch und einen Comic mit zum Interview bringt, ist eine Seltenheit. Wie sind Sie eine Leseratte geworden?
Adrian Barisic: Durch meine ältere Schwester Anna. Immer, wenn ich in ihr Zimmer kam, hatte sie ein Buch in der Hand. Und da wir beide uns in vielen Belangen sehr ähnlich sind, begann auch ich irgendwann zu lesen. Ich habe mit Comics angefangen. Dann kam Harry Potter, den ich wie viele andere auch verschlungen und seither mehrmals alle sieben Bände gelesen habe. Zuletzt Anfang dieses Jahres. Wenn wir uns an Weihnachten treffen, schaue ich mit meiner Schwester auch wieder die Filme. Alle acht.
Sie haben Ihren Lieblingscomic dabei. Zagor. Worum geht es da?
Um einen Jungen, der in Amerika zwischen Einheimischen und Settlern vermittelt. Zwischen den beiden Kulturen gibt es naturgemäss viele Konflikte. Zagor versucht mit seinen Freunden, diese zu lösen. Meine Lieblingsfigur ist Chico, ein fester Mexikaner, der mit Zagor befreundet ist und ständig Spässe macht.
Und das Buch Lancelot von Giles Kristian?
Ich brauche Abwechslung beim Lesen. Nur Comics, nur Krimis oder nur Romane langweilen mich auf Dauer. Lancelot ist ein Beispiel für ein zweites Genre, das ich neben Fantasy gerne lese: historische Fiktion. Lancelot ist eine Neuerzählung der Artus-Legende. Er kämpfte an der Seite von König Artus. Ich mag Bücher, die sich an historischen Geschichten orientieren. Ich will wissen, wie die Welt funktioniert und welche Entwicklungen die Gesellschaft und unterschiedliche Kulturen genommen haben.
Wann lesen Sie?
Es gibt fast keinen Tag, an dem ich nicht lese. Wenn ich nach dem Training nach Hause komme und runterkommen will, am Abend oder auch auf Reisen. Ich fliege nicht gerne. Da gibt mir der Fokus auf meinen Kindle Sicherheit.
Wie viele Bücher lesen Sie pro Jahr?
Schwer zu sagen. Mein Kindle ist auf jeden Fall immer bei mir und es dürften schon mehr als 20 sein.
Haben Sie jemals ein angefangenes Buch nicht fertig gelesen?
Nein, ich versuche mich durchzukämpfen, auch wenn mir mal eine Geschichte nicht gefällt. Aber es passiert schon hin und wieder, dass ich zwei Seiten lese und die Gedanken währenddessen abschweifen. Zuletzt war das bei einer Geschichte über die Entwicklung der Menschheit der Fall. Mich interessieren eher Politik, die Veränderungen von Demokratien, Kriege oder wichtige Persönlichkeiten. Doch in dem Buch ging es eher um Ackerbau – auch ein interessantes Thema – aber für mich nicht wirklich fesselnd.
Wird in der FCB-Kabine gelesen?
Nein, eher nicht. Ich wohne zwar in der ehemaligen Wohnung von Riccardo Calafiori, der angeblich auch hin und wieder ein Buch in der Hand hatte. Doch bis auf die Bibel von Flavius Daniliuc, die er immer dabei hat, ist mir in meiner FCB-Zeit noch kein Buch aufgefallen. Die meisten schauen auf Auswärtsreisen lieber Filme oder gamen.
Sie nicht.
Doch, doch. Aber ich brauche Abwechslung. Binge-Watching ist aber gar nicht mein Ding. Ich schaue lieber eine Episode einer Serie und greife dann wieder zu einem Buch.
Lesen Sie auch Zeitungen?
Am Handy. Vor allem via X. Dort folge ich einigen News-Portalen und bekomme so die Nachrichten, die mich interessieren. Das sind vorwiegend Berichte aus Wirtschaft und Politik. Dass mir der Algorithmus vor allem die Dinge vorschlägt, die ich sehen will, ist mir bewusst.
Lesen Sie auch Berichte über Ihre Leistungen?
Kaum. Wenn ich schlecht spiele, hauen alle drauf. Wenn ich gut spiele, bin ich ein Verteidigungsmonster. Ich versuche, die Realität zu sehen, und die liegt meist in der Mitte. Darum tausche ich mich lieber mit Familie oder Freunden über meine Leistungen aus, statt in den Medien zu stöbern.
Mit wem tauschen Sie sich über Ihre gelesenen Bücher aus?
Mit meiner Schwester, die den gleichen Kindle-Account nutzt wie ich. Beim FCB diskutierte ich früher viel mit Arnau Comas, der Politik und Wirtschaft auch eng verfolgte und sich gut auskannte.
Adrian Barisic kam am 19. Juli 2001 in Stuttgart als drittes Kind einer heute sechsköpfigen Familie zur Welt. Seine Mutter war in den 90er-Jahren aus Bosnien nach Deutschland geflohen, arbeitete dort als Krankenschwester und verliebte sich in einen Patienten. Papa Barisic, ein in Deutschland lebender Kroate, war aufgrund einer Rückenverletzung, die sich der Hobby-Goalie beim Fussballspielen zugezogen hatte, im Spital. Nach Ende des Kriegs – Adrian war zu diesem Zeitpunkt anderthalb Jahre alt – zog die Familie auf Wunsch der Mutter zurück nach Split, wo auch die Grossmutter von Barisic lebte. Dort wuchs Adrian auf.
Wie war Ihre Jugend in Split?
Grossartig, einfach nur grossartig. Wir waren viel draussen. Split hat wundervolle Natur rundherum mit dem Meer und den Hügeln im Hinterland. Und natürlich habe ich auch sehr viel Fussball gespielt.
Sie spielten in der Jugend für Hajduk Split, Dinamo Zagreb, RNK Split und NK Osijek. Warum wechselten Sie so oft den Klub?
Nach Zagreb wechselte ich, weil sie sich wirklich um mich bemüht hatten und das für mich damals der logische nächste Schritt war. Doch mit 13 Jahren alleine in Zagreb zu leben, war dann auf Dauer doch nicht so schön. Darum bin ich ein Jahr später zurück zur Familie und zum RNK Split, der damals ein gutes Konzept hatte. Dort war ich Captain und entwickelte mich prächtig. Leider ging dem Klub das Geld aus und so landete ich in Osijek, wo mir der Schritt in den Erwachsenenfussball gelang.
Barisic sass auf der Tribüne, als der FC Basel mit Trainer Ciriaco Sforza im September 2020 2:1 in Osijek gewann und in der Conference-League-Qualifikation eine Runde überstand. Zum Ende jener Saison feierte der damals 19-Jährige sein Profi-Debüt. Damit gewann Barisic einen speziellen Deal mit seiner Mutter. Ihr versprach er, auf eine akademische Karriere zu setzen, wenn er bis 21 nicht vom Fussball leben könnte. Doch als Profi in der höchsten kroatischen Liga, wo Osijek zu diesem Zeitpunkt immer oben mitspielte, konnte Barisic das. Im Januar 2022 machte er den nächsten Schritt. Er liess sich zu Frosinone in die Serie B nach Italien ausleihen.
Warum wollten sie sich ausleihen lassen?
Damals war mit Nenad Bjelica ein Trainer in Osijek, der nicht unbedingt auf junge Spieler setzte. Mit der bosnischen U21 machte ich ein tolles Spiel gegen Italien und bekam kurz darauf ein Angebot von Frosinone. Ich dachte mir: Wo kann ich als Verteidiger besser lernen als in Italien?
Nach zwölf Spielen lief die Leihe aus.
Frosinone hatte zwar eine Kaufoption. Doch die Kaufpflicht verfiel, weil wir den Aufstieg in den Playoffs nicht schafften. Als Serie-B-Klub war die geforderte Ablöse von über zwei Millionen Euro zu hoch. Ich habe in der kurzen Zeit allerdings viel gelernt, fühlte mich wohl und wäre auch gerne geblieben. Aber so spielte ich im Anschluss eine Saison als Stammspieler in Osijek und feierte dort auch mein Europacup-Debüt.
Nach der Saison wurde Barisic erstmals in die bosnische A-Nationalelf berufen. Seit der U18 spielte er in den Nachwuchsteams des Heimatlandes seiner Mutter. «Bosnien hat sich einfach als Erstes gemeldet und ich sah nie einen Grund für einen Wechsel, da ich dem Land sehr verbunden bin», sagt Barisic, der auch für Deutschland oder Kroatien spielen könnte. 15 Länderspiele hat er mittlerweile gemacht. Unter Trainer Sergej Barbarez spielte Bosnien in der höchsten Liga der Nations League und scheiterte in der WM-Qualifikation nur hauchdünn an Österreich. Die Finalissima in Wien verpasste Barisic Mitte November wegen einer leichten Verletzung am rechten Sprunggelenk. So litt er zuhause und in Begleitung seines serbischen Teamkollegen Andrej Bacanin vor dem TV mit.
Welche Chancen hat Bosnien in den Playoffs? Erst geht es gegen Wales. Im Falle eines Sieges dann auch noch gegen Italien oder Nordirland.
Die Chance auf die WM-Teilnahme ist zwar nicht mehr so gut wie vor dem Finalspiel gegen Österreich. Aber sie ist intakt. Wir haben ein gutes Team. Ich würde nicht sagen, dass wir Favorit sind. Aber wir haben durchaus Qualitäten, um uns durchzusetzen.
Welche wären das?
Die Teamchemie. Wir sind alle im ähnlichen Alter Mitte 20, lachen viel, spielen auf Reisen auch viel Uno und sind auch auf dem Platz eine Einheit. Zudem haben wir unterdessen auch eine Taktik gefunden, die funktioniert.
Oft verteidigen Sie neben Nikola Katic, der in Basel durch sein Renkontre mit Taulant Xhaka bestens bekannt ist.
Ich weiss. Als ich hier ankam, hiess es, Tauli kann nicht spielen, weil er acht Spiele gesperrt wurde. Da habe ich natürlich nachgeschaut, was vorgefallen ist. Ich habe auch mit Katic über diese Szene gesprochen. Er sagt, er habe mit Taulant Xhaka Frieden geschlossen. Tauli und Katic sind ganz ähnliche Typen. Auf dem Platz sind sie Krieger, aber sonst eigentlich ganz lieb.
Einer, der nicht Mitte 20 ist, ist Edin Dzeko. Wie ist es, an seiner Seite zu spielen?
Der Mann ist unglaublich. Ich habe mit ihm gegen viele Top-Innenverteidiger gespielt. Und keiner hat es geschafft, ihn vom Ball zu trennen, wenn er mit dem Rücken zum Tor angespielt wird. Aber noch beeindruckender ist es, dass er jeden Menschen gleich behandelt. Egal, ob du Premier League spielst oder aus der kasachischen Liga kommst, Edin hat immer ein offenes Ohr für seine Mitspieler.
Wird bei der bosnischen Nationalmannschaft gelesen?
Nein, ich glaube nicht. Auch da bin ich wohl der Einzige.
Nach seinem Länderspieldebüt gegen Portugal erreichte Barisic im Juni 2023 ein Anruf von Heiko Vogel. Der damalige FCB-Sportdirektor wollte den Verteidiger verpflichten. Zu diesem Zeitpunkt hatte Barisic auch mit Red Bull Salzburg, Stoke City und einem Klub aus Saudi Arabien gesprochen. Doch nach dem Videocall mit Vogel war Barisic überzeugt. Auch weil der FCB ihm schon am Folgetag das Vertragsangebot machte. Bis zum Abschluss des Deals, der Basel drei Millionen Franken gekostet haben soll, dauerte es allerdings noch bis Mitte August, weil Osijek Barisic erst nach dem Ausscheiden aus der Conference-League-Qualifikation ziehen liess.
Warum wollten Sie zum FC Basel?
Weil der Klub bekannt ist, jungen Spielern eine Chance zu geben und mir das Gefühl gab, dass man mich unbedingt will und auf mich setzt. Ich hatte Angst, dass ich mich in meinen letzten Spielen für Osijek noch verletzen könnte. Doch zum Glück passierte nichts.
Ausser einem Cut auf der Stirn, der auch im Vorstellungsvideo nicht zu kaschieren war.
(Lacht) Ja, ich sah wirklich aus wie ein ganz gefährlicher Verteidiger. Die Verletzung zog ich mir in meinem letzten Spiel am Donnerstag gegen Adanaspor zu. Dort spielte ich noch 90 Minuten, am Freitag wurde ich dann in Basel vorgestellt.
Ihre Anfangszeit war wild. Wähnten Sie sich zwischendurch als Tabellenletzter und mit drei Trainern in den ersten drei Monaten im falschen Film?
Ich weiss noch, wie ich mit Djordje Jovanovic beim Mittagessen sass und wir uns sagten: Unsere Situation ist vergleichbar mit der, wenn Real Madrid plötzlich um den Abstieg spielen würde.
Auch privat war der Start in Basel für Sie nicht einfach.
Der Anfang war schwer. Erst wohnte ich 40 Tage im Hotel, dann alleine in meiner Wohnung in Rheinfelden. Im ersten halben Jahr hatte ich abseits der FCB-Kabine niemanden, um über die Erfahrungen und die sportliche Krise zu sprechen.
Wie lernt man als bekannter Fussballer in einer fremden Stadt Freunde kennen?
Unser Teambetreuer Bashkim Selmani hat mich mal zum Essen mit einem seiner Freunde mitgenommen. Wir hatten tolle Gespräche und so bin ich dann in dessen Clique aufgenommen worden. Nachdem ich die erste Freundschaft geschlossen hatte, ging es schnell. Heute habe ich viele Freunde. Viele stammen aus der Balkanregion und geben mir das, was ich hier in der Schweiz am Anfang vermisst habe.
Was vermissen Sie?
Der offene, spontane Umgang untereinander, den ich aus meiner Heimat gewohnt bin. In Split ist es vielleicht auch ein bisschen extrem. Dort arbeiten die Leute nicht so hart, sie geniessen auch gerne das Leben. Wobei es in Basel ja auch sehr viele Menschen aus dem Balkan gibt. Zu Marin Soticek sagte ich einmal, dass wir nicht einfach so auf der Strasse auf Kroatisch über Leute sprechen können, da uns vielleicht jemand verstehen könnte.
Mit Fabio Celestini bekam der Klub die Kurve. Aber den Double-Sieg in der kommenden Saison hätten Sie wohl auch nicht erwartet.
Ich spürte schon in der Rückrunde, dass etwas zusammenwächst und wir wieder Erfolg haben können. Darum war für mich auch klar, dass ich den Klub im Sommer nicht verlassen will. Meine Geschichte mit dem FC Basel durfte nicht in der Abstiegsrunde enden. Als es Gerüchte gab, dass ich den Verein verlassen will, habe ich diese direkt öffentlich verneint.
Sie blieben, Xherdan Shaqiri kam. Den haben Sie noch nicht als Grund für den Double-Sieg genannt.
Shaq hat das richtige Mindset mit in die Kabine gebracht. Als er direkt davon sprach, Titel gewinnen zu wollen, dachte ich: «Langsam, langsam: Als Klub haben wir doch nur die Top 6 als Ziel herausgegeben.» Aber genau diese Anspruchshaltung auf und neben dem Platz war wichtig für die Entwicklung des Teams.
In der Endphase der Saison, als der FCB alle Spiele gewann, waren Sie nur noch Ersatz. Fühlen Sie sich dennoch als Meister?
Sicher. Ich stand zuvor in 27 von 28 Spielen auf dem Platz und Jonas Adjetey und Nicolas Vouilloz sind auch sehr gute Verteidiger. Als ich mich verletzte, spielte sich das Team mit ihnen in einen Flow. Da hätte ich als Trainer auch nicht gross gewechselt.
In dieser Saison erkämpfte sich Adrian Barisic unter dem neuen Trainer Ludovic Magnin seinen Stammplatz zunächst wieder zurück. Zuletzt erhielt aber wieder Jonas Adjetey den Vorzug. Mit Flavius Daniliuc, Vouilloz, Adjetey und bald auch wieder dem genesenen Finn van Breemen herrscht in der FCB-Verteidigung ein Überangebot.
Wurde in der Basler Innenverteidigung in dieser Saison zu viel rotiert?
Nein. Für mich ist es gut, zu wissen, wie die Kollegen spielen. Da hilft die Praxis in verschiedenen Konstellationen. Die Saison ist lang, wir haben viele Spiele und man weiss nie, was noch passieren wird. Aber es stimmt schon, dass ein eingespieltes Duo auch seine Vorteile hat. Da geht es um Kleinigkeiten in der Abstimmung, die den Unterschied ausmachen können.
Magnin hat Sie in den letzten Spielen aus der Startelf genommen. Warum?
Es geht um unterschiedliche Profile, die gegen bestimmte Gegner besser passen. Ich wähnte mich eigentlich in guter Form und ich wäre nicht Profi, wenn mich die Versetzung auf die Bank nicht frustrieren würde. Aber die Entscheidung, vorerst auf Jonas und Flavius zu setzen, motiviert mich, besonders gut zu trainieren, um mir so meinen Platz zurückzuerkämpfen. Unser Job als Spieler ist es nicht, mit der Entscheidung des Trainers zu hadern, sondern auch in einer Ersatzrolle dem Team bestmöglich zu helfen und bereit zu sein, wenn du wieder gefragt bist. Wer weiss, vielleicht spiele ich schon gegen Aston Villa wieder.
Wie lautet Ihre Analyse von der Ersatzbank aus zum Last-Minute-Sieg in Winterthur?
Jeder Sieg in dieser Liga muss hart erkämpft werden. Auch gegen Winterthur gewinnst du nicht einfach so. Ich war beeindruckt, wie Winterthur gespielt hat. So gut waren sie in dieser Saison noch nie und so selbstbewusst sind sie auch noch nicht aufgetreten. Das Spiel lief nicht für uns, aber wir konnten dagegenhalten und haben am Ende gezeigt, dass wir das bessere Team sind und eine gute Moral haben. Der Sieg bringt uns ein bisschen Ruhe und Selbstvertrauen. Wir sind auf dem richtigen Weg.
Trotz zweier Siege waren die letzten beiden Spiele nicht gut. Warum harzt es Ihrer Meinung nach beim FCB?
Für viele ist die Situation neu, alle drei Tage zu spielen. Und auch, wenn wir uns dessen bewusst sind und dagegen ankämpfen, ist es doch menschlich, dass man kurz nach einem Europacupspiel in der heimischen Liga gegen einen topmotivierten Gegner Probleme bekommen kann. Auch vergangene Saison war es lange eng, ehe wir mit einer Siegesserie davongezogen sind. Das Team ist mehrheitlich zusammengeblieben und ich bin sicher, dass der Knopf irgendwann aufgehen wird und wir dann wieder Sieg an Sieg reihen werden. Es fehlt nicht viel.
Auch in der Europa League fehlte oft nicht viel. Wie fällt Ihr Fazit nach fünf von acht Runden aus?
Wir konnten in jedem Spiel mithalten, obwohl wir auswärts in Lyon, Freiburg und Genk auf gute Gegner getroffen sind. Bei allen drei Niederlagen wäre auch mehr dringelegen. Aber das Spiel gegen Stuttgart hätten wir auch verlieren können. Vergangene Saison haben zehn Punkte und ein nicht allzu schlechtes Torverhältnis gereicht. Wir sollten aber auf Nummer sicher gehen und möglichst zwei der letzten drei Spiele gewinnen.
Mit Aston Villa wartet zunächst der härteste Brocken.
Ich freue mich auf das Spiel. Die Premier League ist die beste Liga der Welt. Alle schauen zu ihr auf. Ich bin hochmotiviert, da ich noch nie gegen ein englisches Team gespielt habe. Und ich bin gespannt, ob wir den Favoriten ärgern können.
Waren Sie jemals in England, um Ferien zu machen oder ein Spiel zu schauen?
Nein, obwohl mir alle sagen, wie toll London ist. Aber das werde ich noch nachholen.
Angebote aus England hatten Sie auch nicht?
Das schon, aber nur aus der Championship.
Warum haben Sie nach dem Double-Sieg im vergangenen Sommer nicht bereits den nächsten Schritt gewagt und den FCB verlassen?
Weil wir gemeinsam mit dem Klub entschieden haben, dass die Erfahrung, Europa League zu spielen, im Moment das Beste für meine Karriere ist. Damit ich den FCB verlasse, braucht es schon ein besonderes Angebot. Mein Ziel ist es, irgendwann in einer Top-Liga zu spielen. Zur Bundesliga habe ich eine spezielle Beziehung, weil mein Vater Bayern-Fan und viele Freunde und Familienmitglieder Stuttgart-Fans sind. Spanien mag ich, weil ich da schon oft in den Ferien war. Und Italien habe ich ebenfalls bereits durch meine Zeit bei Frosinone schätzen gelernt. Wir werden sehen, wohin mich mein Weg führt.
Werden Sie nach der Karriere eigentlich Autor, Buchkritiker oder Professor?
(Lacht) Ich denke, dass ich dem Fussball-Business in irgendeiner Form erhalten bleiben werde, da ich diese Gefühle und das Adrenalin nirgendwo sonst bekommen kann. Auch nicht beim Lesen. Das wird wohl auch nach der Karriere eher dem Ausgleich dienen.
(Sorry wege dr fählende formatierig, bim usekopiere us dr mobile app übernimmts nix wenn ichs in d taptalk app kopier do fürs forum. Und in dere Taptalk app hetts au nit soviel formatieriegsoptione
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Re: Adrian Leon Barišić
Guter Typ. Ich mag ihn.
Re: Adrian Leon Barišić
Scheint laut Medienberichten vor einem Transfer zum portugiesischen Club Braga zu stehen.
- Schambbediss
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Re: Adrian Leon Barišić
gifty hat geschrieben: 18.01.2026, 20:39 Scheint laut Medienberichten vor einem Transfer zum portugiesischen Club Braga zu stehen.
die haben 6 IV's...
Re: Adrian Leon Barišić
Schambbediss hat geschrieben: 18.01.2026, 20:42gifty hat geschrieben: 18.01.2026, 20:39 Scheint laut Medienberichten vor einem Transfer zum portugiesischen Club Braga zu stehen.
die haben 6 IV's...
Bald offenbar einen mehr. Der Transfer sei eine Leihe mit Kaufoption in Höhe von 3.5 Mio.
- Schambbediss
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Re: Adrian Leon Barišić
gifty hat geschrieben: 18.01.2026, 20:54Schambbediss hat geschrieben: 18.01.2026, 20:42gifty hat geschrieben: 18.01.2026, 20:39 Scheint laut Medienberichten vor einem Transfer zum portugiesischen Club Braga zu stehen.
die haben 6 IV's...
Bald offenbar einen mehr. Der Transfer sei eine Leihe mit Kaufoption in Höhe von 3.5 Mio.
kann den wechsel nicht ganz nachvollziehen, sorry.
Re: Adrian Leon Barišić
Alles gut.
Ich kann die Situation bei Braga 0 einordnen. Sehe nur, dass portugiesische Journis den Transfer als beinahe fix bezeichnen.
Re: Adrian Leon Barišić
Hat sich soeben vom FCB auf Insta verabschiedet.
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Re: Adrian Leon Barišić
Eigentlich au krass das en Spieler dass vor em FCB kommuniziert.
Alles gueti für sini Zukunft! Het mir immer gued gfalle
Edit: https://www.instagram.com/p/DTscfG8DHEF/?img_index=1
Alles gueti für sini Zukunft! Het mir immer gued gfalle
Edit: https://www.instagram.com/p/DTscfG8DHEF/?img_index=1
Re: Adrian Leon Barišić
scho nid grad aständig, das dä nid sini schnuure ka halte, bis dr club das offiziell kommuniziert het. s gältigsbedürfnis isch halt scho unändlig bi gwüssne.
henu. tschüss, dangge und fertig.
henu. tschüss, dangge und fertig.
- Schambbediss
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Re: Adrian Leon Barišić
ich dängg dä wird dödd nüd risse. sorry aber wenn do nid mol dr konkurränzkampf aanimmsch gege dr adjetey und dr daniliuc...
-
imoht_1893
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Re: Adrian Leon Barišić
Wechsel nun fix.
Danke für alles Bare! Du warst immer ein Krieger und hast alles für den FCB gegeben. Genau solche Spieler werden in Basel geliebt. Auch ein sehr schönes Abschiedsvideo mit netten Worten von ihm. Genau so sollten Abgänge über die Bühne gehen. Kein Böses Blut und Dankbarkeit auf beiden Seiten.
Alles Gute in Braga. Super Karriereschritt.
Danke für alles Bare! Du warst immer ein Krieger und hast alles für den FCB gegeben. Genau solche Spieler werden in Basel geliebt. Auch ein sehr schönes Abschiedsvideo mit netten Worten von ihm. Genau so sollten Abgänge über die Bühne gehen. Kein Böses Blut und Dankbarkeit auf beiden Seiten.
Alles Gute in Braga. Super Karriereschritt.
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Re: Adrian Leon Barišić
Schambbediss hat geschrieben: 19.01.2026, 19:51 ich dängg dä wird dödd nüd risse. sorry aber wenn do nid mol dr konkurränzkampf aanimmsch gege dr adjetey und dr daniliuc...
Ich verstehe ihn schon. War eigentlich das ganze 2025 dritter IV ohne das er per se schlechter ist als die vor ihm.
Die Situation mit den eingespielten Adjetey&Vujo hat er ja geschluckt und das spricht in meinen Augen klar für ihn. Jetzt wird ihm aufgrund des Spielsystems (hoch stehen) Adjetey aufgrund der Schnelligkeit vorgezogen. Wenn der Verein das Sytem ändert und du nicht mehr dazu passt, dann gehst du halt. Da kann man ihm nichts vorwerfen.
Re: Adrian Leon Barišić
Da war er richtig traurig und hat seinen Abgang einen Tag vorher selber verkündet.imoht_1893 hat geschrieben: 20.01.2026, 10:09 Wechsel nun fix.
Danke für alles Bare! Du warst immer ein Krieger und hast alles für den FCB gegeben. Genau solche Spieler werden in Basel geliebt. Auch ein sehr schönes Abschiedsvideo mit netten Worten von ihm. Genau so sollten Abgänge über die Bühne gehen. Kein Böses Blut und Dankbarkeit auf beiden Seiten.
Alles Gute in Braga. Super Karriereschritt.
Re: Adrian Leon Barišić
Schade, fand ihn mit Daniliuc ein gutes Duo.imoht_1893 hat geschrieben: 20.01.2026, 10:09 Wechsel nun fix.
Danke für alles Bare! Du warst immer ein Krieger und hast alles für den FCB gegeben. Genau solche Spieler werden in Basel geliebt. Auch ein sehr schönes Abschiedsvideo mit netten Worten von ihm. Genau so sollten Abgänge über die Bühne gehen. Kein Böses Blut und Dankbarkeit auf beiden Seiten.
Alles Gute in Braga. Super Karriereschritt.
Apropos Braga: vielleicht könnte man jetzt Gharbi als Gegen-Leihgeschäft aushandeln?
Re: Adrian Leon Barišić
Wirklich? Barisic abgeben?
Verstehe ich nicht ganz.
Verstehe ich nicht ganz.
Re: Adrian Leon Barišić
Schade, hat mir besser gefallen als Adjetey und im Duo mit Daniliuc (mit ein wenig Spielpraxis) das beste IV-Duo der Super League.
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NaSrI
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Re: Adrian Leon Barišić
Ich denke war nicht ganz freiwillig. Ein Spieler wie Barisic will spielen und war unglücklich. Aber so gibt es eine gute Lösung für beide.
Re: Adrian Leon Barišić
Ankunft:
„Ich wollte schon sehr gerne im Sommer kommen. Damals habe ich mit dem Trainer gesprochen, und jetzt habe ich erneut mit ihm geredet. Ich habe die Resultate immer verfolgt – die Europa League, die Meisterschaft, alles – und darauf gewartet, dass sich im Winter wieder eine Chance ergibt. Ich bin sehr glücklich, dass es geklappt hat, denn im Fussball ist es manchmal so: Wenn man glaubt und Geduld hat, passieren am Ende gute Dinge.“
Verein:
„Der SC Braga ist ein in Europa sehr bekannter Verein. Wenn man die letzten zehn Jahre anschaut, sieht man viele Spieler von Weltklasse, die hier gespielt haben. Das war für mich von Anfang an sehr reizvoll. Mein Spielstil ist aggressiv: Ich mag Zweikämpfe, in der Luft und am Boden, bin immer nahe beim Stürmer und setze ihn mit meiner Präsenz unter Druck. So spiele ich. Ich will mich weiterentwickeln und der Mannschaft helfen – nicht nur defensiv, sondern auch mit Toren. Ich habe einige Tore des Innenverteidigers Gustaf Lagerbielke gesehen, und wenn ich seine Anzahl erreichen kann, bin ich zufrieden.“
Entwicklung:
„Ich bin 24 Jahre alt und glaube, dass man mit dem Alter besser wird und dass Erfahrung Führung bringt. Ich habe mit Joe Mendes zusammengespielt, und als im letzten Sommer das Interesse des SC Braga aufkam, habe ich mit ihm über den Verein gesprochen. Wir hatten eine gute Beziehung, als wir zusammen in Basel waren.“
„Ich wollte schon sehr gerne im Sommer kommen. Damals habe ich mit dem Trainer gesprochen, und jetzt habe ich erneut mit ihm geredet. Ich habe die Resultate immer verfolgt – die Europa League, die Meisterschaft, alles – und darauf gewartet, dass sich im Winter wieder eine Chance ergibt. Ich bin sehr glücklich, dass es geklappt hat, denn im Fussball ist es manchmal so: Wenn man glaubt und Geduld hat, passieren am Ende gute Dinge.“
Verein:
„Der SC Braga ist ein in Europa sehr bekannter Verein. Wenn man die letzten zehn Jahre anschaut, sieht man viele Spieler von Weltklasse, die hier gespielt haben. Das war für mich von Anfang an sehr reizvoll. Mein Spielstil ist aggressiv: Ich mag Zweikämpfe, in der Luft und am Boden, bin immer nahe beim Stürmer und setze ihn mit meiner Präsenz unter Druck. So spiele ich. Ich will mich weiterentwickeln und der Mannschaft helfen – nicht nur defensiv, sondern auch mit Toren. Ich habe einige Tore des Innenverteidigers Gustaf Lagerbielke gesehen, und wenn ich seine Anzahl erreichen kann, bin ich zufrieden.“
Entwicklung:
„Ich bin 24 Jahre alt und glaube, dass man mit dem Alter besser wird und dass Erfahrung Führung bringt. Ich habe mit Joe Mendes zusammengespielt, und als im letzten Sommer das Interesse des SC Braga aufkam, habe ich mit ihm über den Verein gesprochen. Wir hatten eine gute Beziehung, als wir zusammen in Basel waren.“