Aficionado hat geschrieben: 06.08.2025, 14:59
Faniella Diwani hat geschrieben: 06.08.2025, 14:32
Aficionado hat geschrieben: 06.08.2025, 14:07
Da könntest du dich bei unseren Höseler noch täuschen. Keine Lohnerhöhungen mehr, noch höhere Produktivität (Lean), Arbeitszeit erhöhen, etc.. Irgend etwas wir denen schon einfallen.
Auch wir werden nicht ungeschoren davonkommen. Friss oder stirb.
Trump schenkt ihnen eine Begründung für alles was sie so oder so schon machen. Nochmals: 80% der Exporte sind nicht betroffen. Wieviel von den 20% welche in die USA gehen fallen weg? 30%? Das wären dann immer noch 13.333% die wir in die USA exportieren. Was würde es uns kosten die 6.666% zu retten? Gratis retten wir die nicht.
Einfach mal Milchbüchlein raus und rechnen. Ich denke Trump ein "FUCK YOU" an Trump wäre billiger.
Arbeitsplätze verlieren wir auch wenn wir unsere Firmen in den USA produzieren lassen. Die Frage ist welches Loose-Loose für uns billiger kommt.
Wenn du im höheren Arbeitsalter bist und dein Arbeitgeber sich die letzten 10 Jahre voll auf den Amimarkt konzentriert hat, da Wachstum nur noch dort möglich ist, machst Du dir schon Sorgen. Es werden auch permanent neue Leute von Palermo bis Vilnius mit PhD eingestellt. Die arbeiten vermutlich günstiger als ich. Aber immerhin leben die dann hier und haben die gleichen Lebenskosten. Aber es gibt auch immer mehr Elsässer mit Job im tiefen Aargau. Siehe Route Frick-Aarau.
Ist so. Aber um nochmals das Milchbüchlein zu bemühen. Nimm eine Schweizer KMU. Z.B. die welche die Kaffeemaschinen für Starbucks produziert. Selbst wenn die nur für Starbucks produzieren gehen icht mehr als 50% in die USA (Anzahl Filialen). Meinst du ernsthaft es rechnet sich für deses KMU einen zweiten Produktionsstandort in den USA aufzubauen? Und die ganzen Zulieferketten in die USA so zu organisieren das sie wirklich nicht mehr unter die Zölle fallen?
Das CH-KMU macht sich eine andere Überlegung: Starbucks hat mit ihnen ein Klumpenrisiko. Da ist alles auf die Maschinen dieses Herstellers ausgerichtet. Zweiter Hersteller heisst für Starbucks auch die ganzen Ersatzteile auf 2 Schienen zu fahren, die ganzen Prozesse un den Filialen auf verschiedene Machinentypen auszurichten (Dokumentation, Schulung, Ausbildung der MA, Möglichkeit die MA in verschiedenen Filialen einzusetzen, etc.) Ich schätze mal "39% Zölle" ist für Starbucks immer noch billiger als alles was sie sich aufhalsen wenn sie dieses Klumpenrisiko beseitigen.
Und wenn du in der Pharma arbeitest: Hast du mitgeschnitten was heute vom Hirnwurm wegen den mRNA-Impfstoffen beschlossen wurde? Schneidest du mit wie in den USA mit Hochschulen und Forschung umgegangen wird? Forschung in die USA zu verlagern ist Selbstmord. Produktion? Ja, kann man. Aber woher kommen die Rohstoffe? (Zölle ahoi,) Was kosten die Mitarbeitenden? Kriegt man überhaupt qualifizierte MA? Auch da sehe ich nur Loose-Loose wenn man rübergeht. Sollen die Amis halt wie angedroht 250% bezahlen.