KKS kann man das falsche Einschätzen der Situation vorwerfen, "Draht zu Donnie gefunden", "im Grunde eine Vereinbarung vorhanden"usw. Als Bundesrätin hat sie da nicht gerade Realitätssinn bewiesen und im Nachhinein wirkt ihre Kommunikation nur lächerlich.ExtraMuros hat geschrieben: 02.08.2025, 16:12Tsunami hat geschrieben: 01.08.2025, 18:54 Interessant, wie jetzt alle meinen zu wissen, was zu tun wäre. Richtig ist, dass man es nicht wissen kann. Denn, wenn dem so wäre, müsste man wissen, wie Trump tickt. Und das kann niemand wissen, ich glaube, das weiss nicht mal er selbst.
Und morgen tickt er dann wieder 180° anders. Und übermorgen grad nochmals, etc.
Korrekt. Der Approach war richtig. Wenn das Gegenüber frei dreht kann man halt manchmal nichts machen. Ich finds ja interessant, dass ausgerechnet jene, die Donnie bei jeder Gelegenheit als verrückt bezeichnen, es nun KKS anlasten wollen, dass der Abschluss der Verhandlungen nicht geklappt hat.
Verhandelt wird ein solches Abkommen auch nicht von der Bundesrätin selbst, sondern von Fachpersonal aus EDA und SECO. Ersteres ist in Bundesbern nicht gerade als bürgerliche Bastion bekannt, insofern taugt die Sache nur bedingt für das von manchen hier vorgetragene Gefeixe über die Niederlage der SVP bzw. FDP. Sowieso, spezieller Zeitpunkt für Schadenfreude.
Auch interessant, dass man von Linker Seite das Ganze mit dem EU-Dossier zu verknüpfen versucht. Eines sowas von klar: Hätte Von der Leyen (ohne grosse Rücksprache mit Bern, versteht sich) für uns mitverhandelt, würden die selben Leute ob des abgeschlossenen Knebeldeals Zeter und Mordio schreien. Tiefer Bücken als Brüssel geht ja fast nicht. Und das gerade in Bereichen, die die Linken besonders schmerzen, z.B. die Kaufverpflichtung von US Öl und Frackinggas, oder Rüstungsgütern. Der Deal ist so schlecht, dass sich die Kommission seit 5 Tagen nicht traut den EU-Mitgliedsstaaten die genauen Details mitzuteilen.
Edit. Die EU hat auch östliche Mitglieder, welche sich vor Putin fürchten. Da war beim EU-UD Abkommen nicht nur der Handel von Bedeutung, sondern auch die Sicherheitslage.