Mode-Wähler!FCB Fan hat geschrieben:Irgendwie ists doch komisch, dass das Volk so viele SVP Vertreter ins Parlament wählt, deren Initiativen aber praktisch alle abgelehnt werden.![]()
[Politik: CH] Für demokratische Einbürgerungen
- König 1893
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jo das isch leider sogar realtiv guet, aber begriffe duenis au nid..sergipe hat geschrieben:Eine Stimmbeteiliung von NUR 45% zeigt auch, dass es viele nicht interessiert oder es ihnen eh Wurst ist, was dabei rauskommt.
NICHT MAL DIE HÄLFTE DER SCHWEIZ GEHT ABSTIMMEN!!
Mi Härz isch rot blau
Franco Costanzo 2006 - 2011
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Ich glaube manchmal, dass das teilweiseFCB Fan hat geschrieben:Irgendwie ists doch komisch, dass das Volk so viele SVP Vertreter ins Parlament wählt, deren Initiativen aber praktisch alle abgelehnt werden.![]()
verschiedene Leute sind. Die, die Parteien
wählen und die, die bei Sachthemen wählen
gehen. Ich auf jeden Fall habe lange keine
Parteien/Personen gewählt, die haben mich
einfach nicht interessiert.
Das liegt doch auch daran, dass die SVP eben nur 28 oder 29% hat. Das ist bei weitem keine Mehrheit im Land, auch wenn die SVPler am meisten ausrufen oder im Gespräch sind. Alle anderen sind sich nicht genau einig was für eine Partei sie unterstützen wollen, aber bei Sachfragen zeigt sich deutlich, dass die SVP weiterhin noch eine Minderheit darstellt und nicht wirklich die Volksmeinung vertritt.
@sergipe:
die wahlbeteiligung an diesem wochenende war überdurchschnittlich...und 50% finde ich "ok".
lieber gar nicht abstimmen als irgendwas, wenn man weder zeit noch lust hast, sich mit den themen auseinander zusetzen.
gerade abstimmungen sind zum teil sehr "anspruchsvoll" in den themen und einfach nicht das, wofür sich alle interessieren.
@sergipe:
die wahlbeteiligung an diesem wochenende war überdurchschnittlich...und 50% finde ich "ok".
lieber gar nicht abstimmen als irgendwas, wenn man weder zeit noch lust hast, sich mit den themen auseinander zusetzen.
gerade abstimmungen sind zum teil sehr "anspruchsvoll" in den themen und einfach nicht das, wofür sich alle interessieren.
Beckenpower hat geschrieben:Mir hän scho gwunne. Aber mir chönne no massiv gwünner.
- São Paulino
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Wirklich eine derbe Schlappe für die SVP. Das ganze Theater um Schlumpf war sicher auch nicht gerade dienlich.
Meines Erachtens ist es ein Problem, dass die Vorlagen
Meines Erachtens ist es ein Problem, dass die Vorlagen
- entweder zu krass formuliert sind bzw. zu krasse Massnahmen beinhalten
- oder zu viele wichtige Komponenten beinhalten, die man nicht alle unterstützen will.
"Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben." (A. Einstein)
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Man könnte meinen, jeder dahergekommene Ausländer kriegt den schweizer Pass sofort in den Arsch geschoben.São Paulino hat geschrieben:Ich persönlich bin ein weltoffener Mensch und sehr an fremden Kulturen interessiert. Nichtsdestotrotz erachte ich die ganzen Einbürgerungen zunehmend als problematisch für den sozialen Frieden in der Schweiz. Deshalb bin ich z.B. für eine Verschärfung der Vorschriften, was ordentliche Einbürgerungen anbelangt, aber was einem da von der SVP präsentiert wurde, konnte man einfach nicht annehmen...
Die meisten wissen wahrscheinlich nicht einmal, was es alles braucht um die schweizer Bürgerschaft zu erhalten.
Die Schweiz hat schon jetzt eins der restriktiveren Einbürgerungsgesetze und manche Leute wollen es noch verschärfen...unverständlich.
- Spirit of St. Jakob
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Mich hat eine Komponente des Resultates etwas erstaunt: Wieso lehnt die ganze Schweiz die Initiative mehr (meistens) oder minder (seltener) deutlich ab, nur der Kanton Schwyz nimmt sie an und zwar nicht etwa knapp, sondern wirklich deutlich. Was ist da gelaufen??? 
Eine Diskussion ist unmöglich mit jemandem, der vorgibt, die Wahrheit nicht zu suchen, sondern schon zu besitzen.
- São Paulino
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1) Das meine ich nicht.Admin hat geschrieben:Man könnte meinen, jeder dahergekommene Ausländer kriegt den schweizer Pass sofort in den Arsch geschoben.
Die meisten wissen wahrscheinlich nicht einmal, was es alles braucht um die schweizer Bürgerschaft zu erhalten.
Die Schweiz hat schon jetzt eins der restriktiveren Einbürgerungsgesetze und manche Leute wollen es noch verschärfen...unverständlich.
2) Die genauen Vorschriften sind - meines Wissens - je nach Gemeinde bzw. Kanton unterschiedlich geregelt, denn Bedingung für die "nationale Einbürgerung" ist ja der Erhalt des Bürgerrechts von Gemeinde und Kanton. Spielt aber hier auch keine Rolle.
3) In dieser Diskussion ist ein Vergleich mit dem Ausland ("eines der restriktiveren...") nicht angebracht. Hier geht es um rein nationale Interessen.
Ganz generell: Auch ich habe einen ausländischen Elternteil, trotzdem verstehe ich nicht, weshalb so viele* Ausländer sich zum Schweizer machen wollen. Für mich ist eine Staatsbürgerschaft nicht einfach etwas, das man sammelt (ja, ja, ich weiss, dass es nicht mehr als zwei sein können, but you know what I mean). Und vor allem: Wieso ist die Rate in den letzten 25 Jahren so stark angestiegen? Kommen auf einmal bei praktisch allen Ausländern schweizerische Heimatgefühle auf? Come on...
Schau, man muss nicht Ausländerhasser sein, um diese Meinung zu vertreten. Wer sich ernsthaft als Schweizer fühlt und sich hier integrieren will (mit allem Drum und Dran), der ist auch bei mir willkommen. Die Ausländer bereichern unser Leben hier auch, keine Frage. Ich bin einfach nicht dafür, dass sich Krethi und Plethi den roten Pass holen.
*1983 lag lag die Zahl der Einbürgerungen bei knapp über 9'000, 1991 noch bei 5'872. Letztes Jahr waren es über 45'000. (Alle Zahlen beziehen sich auf totale Einbürgerungen, Quelle: Bundesamt für Migration).
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Sehe ich auch so... aber darauf zielt die SVP ja.Admin hat geschrieben:Die meisten wissen wahrscheinlich nicht einmal, was es alles braucht um die schweizer Bürgerschaft zu erhalten.
z.B. der neue geplante Vorstoss, einen "C" Ausweis als Voraussetzung zu verlangen. Einen C Ausweis erhaelt man nach 5-10 Jahren, um Schweizer zu werden muss man in BS bereits 12 Jahre in der Schweiz leben. (inklusive ein paar Jahre ohne Unterbruch in BS)
Wer lebt 12 Jahre mit einer Aufenthaltsbewilligung, die jedes Jahr neu verlaengert werden muss, wenn das nicht noetig ist? Die Anforderungen fuer einen C Ausweis sind wohl kaum so hoch wie die fuer die Staatsbuergerschaft.
Nebenbei: Vorbestraft darf man fuer das Buergerrecht natuerlich auch nicht sein - und man darf nicht vom Staat abhaengig sein oder Schulden haben.
Dazu kommen Pruefungen in Deutsch, Schweizer Geschichte und Politik.
Glaube das sind dann alle Anforderungen?
Die Rate ist angestiegen, weil die noetige Aufenthaltszeit verlaengert wurde. Ist z.B. die Anzahl der Einwanderungen gestiegen, dauert es 12 Jahre, bis dieser Anstieg bei den Einbuergerungen ersichtlich wird.São Paulino hat geschrieben: Und vor allem: Wieso ist die Rate in den letzten 25 Jahren so stark angestiegen? Kommen auf einmal bei praktisch allen Ausländern schweizerische Heimatgefühle auf? Come on...
90er Jahre = Balkan Kriege, rechne 12 Jahre dazu und die vielen Einbuergerungen von Leuten aus dem Balkan erklaeren sich von selbst.
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sancho pancho
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Zusätzlich dürfte hinzukommen, dass man nicht automatisch Schweizer wird, wenn man in der Schweiz geboren wird. Viele Einbürgerungen der letzten Jahre dürften in der Schweiz geborene Kinder der ersten Gastarbeitergeneration (Italiener, Spanier, Portugiesen in den 50ern/60ern) sein, die jetzt volljährig wurden und sich überlegen, welchen Pass sie haben wollen.
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sancho pancho
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Aber von den 45'000 kannst du noch ca. 16'000 Erleichterte abziehen.São Paulino hat geschrieben:1)*1983 lag lag die Zahl der Einbürgerungen bei knapp über 9'000, 1991 noch bei 5'872. Letztes Jahr waren es über 45'000. (Alle Zahlen beziehen sich auf totale Einbürgerungen, Quelle: Bundesamt für Migration).
- São Paulino
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Ist natürlich eine Frage, auf die ich keine plausible Antwort geben kann, aber das wusstest du bereits. Oder soll ich jetzt irgendwelchen blöden Szenarien aufzählen, die nicht Stand halten? Von daher gibt's wohl keine sachlichen Gründe. Es gibt aber eben auch emotionale Themen.e Härzigs hat geschrieben:Was ändert sich denn in deinem Leben wenn "viele" Ausländer eingebürgert werden?
Ausserdem: Wenn du schon so argumentierst, dann frage ich zurück: Wieso öffnen dann nicht alle Länder ihre Einbürgerungspraktiken? Etwa gleich schlecht erklärbar wie deine Frage.
Ich mache nochmals klar: Ich bin nicht gegen Ausländer per se! Im Gegenteil ich bin sogar sehr interessiert an fremden Kulturen und Sprachen. Ich verstehe nur nicht, wieso so viele Leute Schweizer werden wollen, that's all.
Die Frage ist zwar beantwortet, aber eben nur "technisch". Mir geht es um die Motive der Einbürgerungswilligen; habe mich da wohl unklar ausgedrückt. Wer wagt eine Erklärung?Soriak hat geschrieben:Die Rate ist angestiegen, weil die noetige Aufenthaltszeit verlaengert wurde. Ist z.B. die Anzahl der Einwanderungen gestiegen, dauert es 12 Jahre, bis dieser Anstieg bei den Einbuergerungen ersichtlich wird.
"Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben." (A. Einstein)
- Dazugehörigkeit?São Paulino hat geschrieben:Mir geht es um die Motive der Einbürgerungswilligen; habe mich da wohl unklar ausgedrückt. Wer wagt eine Erklärung?
- Nicht nur Pflichten (Steuern und andere Abgaben) ohne mitzubestimmen (Stimmrecht)?
- Einfacher auf dem Arbeitsmarkt (mit CH-Pass)?
- Identifikation mit der Schweiz?
- São Paulino
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Tá bom, Sergipano, mas...
(Und dies alles obwohl die Schweiz seit den frühen 90ern und seit dem Stärkerwerden einer gewissen Partei nicht gerade fremdenfreundlicher geworden ist und deswegen auch international in der Kritik stand?)
Und diese Gefühle haben sich seit 1983 so massiv verstärkt, dass sich 2007 gleich 5x soviele einbürgern lassen wollten?sergipe hat geschrieben:- Dazugehörigkeit?
- Identifikation mit der Schweiz?
(Und dies alles obwohl die Schweiz seit den frühen 90ern und seit dem Stärkerwerden einer gewissen Partei nicht gerade fremdenfreundlicher geworden ist und deswegen auch international in der Kritik stand?)
Hier müssten wir die Entwicklung der Stimmbeteiligungen anschauen, aber gefühlsmässig würde ich sagen, dass sich diese in den letzten 20 Jahren auf Bundesebene immer so um 45 - 55% bewegt haben. (Kommunal/Kantonal: Keine Ahnung.) Glaube aber nicht, dass sich dies signifikant verändert hat.sergipe hat geschrieben: - Nicht nur Pflichten (Steuern und andere Abgaben) ohne mitzubestimmen (Stimmrecht)?
Möglich. Ist ihnen sicher nicht vorzuwerfen. Würde ich im umgekehrten Fall wohl gleich machen.sergipe hat geschrieben:- Einfacher auf dem Arbeitsmarkt (mit CH-Pass)?
"Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben." (A. Einstein)
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Du kannst doch nicht 1983 mit 2007 vergleichen!Und diese Gefühle haben sich seit 1983 so massiv verstärkt, dass sich 2007 gleich 5x soviele einbürgern lassen wollten?
1. Waren dies früher hauptsächlich Auswanderer aus Südeuropa (Italien, Spanien, Italien) mit dem Ziel wieder in ihre Heimat zurückzukehren.
2. Ausländer aus dem Balkan und aus der Türkei lassen sich noch eher einbürgern als EU-Bürger (Bewegungsfreiheit, kein Visumpflicht in Europa)
3. Genau diese Zielgruppe ist seit den 90er-Jahren massiv in die Schweiz ausgewandert. Man rechne die 12 Jahren Mindestaufenthalt für die Einbürgerung...et voilà.
4. Schlussendlich muss man seit letztes Jahr nur die effektiven Spesen für die Einbürgerung bezahlen und nicht mehr einen willkürlichen Betrag der je nach Gemeinde x-Monatsgehälter kostete.
Für mich wäre der Hauptgrund um Schweizer zu werden, endlich mitbestimmen zu können (Wahlen, Abstimmungen).
Die Zunahme ist auch darauf zurückzuführen, dass man bisher 12 Jahre in der Schweiz leben muss bevor man den Pass beantragen kann. Und in den letzten Jahren erhielten viele Zuwanderer aus dieser Zeit den CH-Pass. Jugendliche welche in der CH bereits aufgewachsen sind, erhalten den Pass früher (ist ja auch richtig so).São Paulino hat geschrieben: Und diese Gefühle haben sich seit 1983 so massiv verstärkt, dass sich 2007 gleich 5x soviele einbürgern lassen wollten?
Ich bin stolz auf die Humanität in der Schweiz. Es sollte alles daran gesetzt werden, dass wir diese nicht verlieren. Die erleichterte Einbürgerung muss jetzt unbedingt voran getrieben werden.
- zul alpha 3
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ich bin selber secondo und durch die mühlen der einbürgerung gegangen. mich hat weder der aufwand noch der ärger gestört. im gegenteil, es gab mir (damals 20 jahre zurück; 4056 als heimatort) die sicherheit, dass eben nicht jeder lufti sich das kreuz unter den nagel reissen kann, wenn es ihm gerade beliebt.Admin hat geschrieben:Erleichterte Einbürgerung für Secondos und Terzos...
es ist ein prozess dem man sich nur stellen sollte, wenn man bereit ist die entsprechenden (IMHO berechtigten) hürden zu nehmen.
warum als erleichterte einbürgerung? an diesem kommentar wäre ich wirklich interessiert.
Interessant ist, dass die Schweiz im 19.Jahrhundert die Einbürgerung als integrative Massnahme ansah. Die Ausländer sollten also gleich zu Beginn eingebürgert werden und damit ein Bekenntnis zur Schweiz abgeben. Es war also in der Geschichte der Schweiz durchaus nicht immer so, dass eine "Einbürgerung am Ende der Integration" steht, so wie das die SVP immer behauptet. Einbürgerung als identitätsstiftende Integrationsmassnahme, weshalb eigentlich nicht.... In den USA z.b. gibt es gar das sogennante Ius soli, d.h. jeder in den USA geborene Immigrant bekommt automatisch das US-Bürgerrecht. Vielleicht auch deshalb ein Grund, weshalb sich viele Immigranten nicht mehr als Koreaner, Pole oder Mexikaner sehen, sondern als US-Bürger.zul alpha 3 hat geschrieben:ich bin selber secondo und durch die mühlen der einbürgerung gegangen. mich hat weder der aufwand noch der ärger gestört. im gegenteil, es gab mir (damals 20 jahre zurück; 4056 als heimatort) die sicherheit, dass eben nicht jeder lufti sich das kreuz unter den nagel reissen kann, wenn es ihm gerade beliebt.
es ist ein prozess dem man sich nur stellen sollte, wenn man bereit ist die entsprechenden (IMHO berechtigten) hürden zu nehmen.
warum als erleichterte einbürgerung? an diesem kommentar wäre ich wirklich interessiert.